Sei erfolgreich! So wirst Du beim "reden auch gehört."

Um was geht es in der letzten Folge dieser Serie?

Heute bekommst Du viele Tipps und Tricks mit auf den Weg wie Du zu einer klareren Aussprache kommst, wie Du Texte wie ein Profi liest und vieles mehr.

 

Warum habe ich diese Serie gemacht?

Ich möchte Dir damit ein besseres Verständnis mitgeben, damit Du weißt wie die Stimme funktioniert, was Du tun kannst um besser gehört und wahrgenommen zu werden, damit Du genau im entscheidenden Augenblick fit bist für Dein Meeting, Kundengespräch, Deine Vertriebspräsentation oder auch Deine erfolgreichste Geburtstagsrede aller Zeiten.

Es ist immer gut, Tipps und Tricks von Profis zu kennen. Wie die arbeiten, was sie machen und genau um viele dieser Tipps geht es in dieser und letzten Folge der Serie für Deine goldene Stimme.

Viele Menschen sprechen ohne Punkt und Komma. Dabei geht vieles verloren, denn Dein Gegenüber ist total überfordert. Zum einen, weil er zu viel Information auf einmal serviert bekommt, zum anderen kann unser Gehirn nur einen kleinen Teil davon verarbeiten. Sonst würde es quasi explodieren. Wie und warum das so ist, dazu komme ich in einer anderen Folge.

 

Warum ist Schriftsprache bei Sprechen wichtig?

Unsere Schriftsprache gibt uns als Sprecher viele wertvolle Hinweise. Du musst sie nur erkennen.

Zum Beispiel. Satzzeichen. Diese dienen ja nicht nur dazu, dass ein Satz durch einen Punkt zu Ende ist, auch Komma, Doppelpunkt oder Rufzeichen zeigen uns, dass hier etwas Besonderes ausgesagt wird.

Als Sprecher oder Vortragender sollst Du das aber auch erkennen. Ich begegne in Seminare, Vorträgen oder Präsentationen immer wieder Menschen, die einfach drauflosplaudern. Einfach nicht wissen, wie sie mit diesen Satzzeichen umgehen sollen. Es gibt auch Nachrichtensprecher die es nicht wissen. Oder einhalten. Ich spreche jetzt vom Medium Radio. Kennst Du auch solche Sprecher?. Die haben einen Singsang im Lesen der Nachrichten, das ist für mich ein Umschaltfaktor en Gro.

D.h. diese Satzzeichen zeigen uns die mündliche Textgliederung. Und mit einfachen Regeln wird das Sprechen oder Vortragen für Dich dadurch zum Kinderspiel.

 

Hier einige Beispiele:

  • Punkt, oder Semikolon also Strichpunkt und Ausrufezeichen: Hier gehts Du mit Deiner Stimme vor dem Satzzeichen bzw. Satzende runter.
  • Bei Komma und Bindewörter wie und, oder, soviel: Hier gehst Du mit Deiner Stimme hoch.
  • Bei Gedankenstrich und Klammern: Die Stimme wird abgesenkt und nach dem Gedankenstrich wieder auf vorheriges Niveau angehoben.
  • Was tun bei Fragezeichen? Hier gibt es keine Regel, hier handelst du nach Gefühl.

Bein Anführungszeichen verändert sich die Stimmfarbe oder auch die Dynamik.

 

Jeder Text hat einen eigenen Fluss, zu vergleichen mit Musik. Ein Punkt erzwingt so einen Ganzton Pause, ein Komma einen Halbton. So kann man unter anderem leicht feststellen, ob ein Satzzeichen benötigt wird oder nicht, wenn man den Satz halblaut vor sich hinspricht.

Ein gesprochener Text ohne Pause ist wie oben schon erwähnt eine verlorene Information an das Gegenüber. Denn die Sprechpause bildet den Rahmen für das Wort, also für einen Gedanken, einen Sinnabschnitt oder eine Phrase. Außerdem hebt es die Aufmerksamkeit der Zuhörer. Dadurch wird die Information so an Deinen Gesprächspartner oder Zuhörer transportiert, dass diese Information auch ankommt.

 

Ein Beispiel.

Ich war auf einem Vortrag, naja eigentlich eine Convention mit vielen Speakern die sich abwechselnd den ganzen Tag die Bühne teilten. Manche rockten die Bühne, andere wiederum verschossen ihr ganzes Pulver.

Also: Ich sitze da in der 2. Reihe, im Saal rund 800 Personen und dann kann ein Speaker mit toller Ankündigung. Der hat schon 15-mal am America´s Cup teilgenommen. Das ist die bekannteste und älteste noch heute ausgetragene Segelregatta. Für mich als alten Segler natürlich ein Ah, super, freu mich.

Er fing auch ganz toll an, in langsamen Schwyzerdütsch, hat dann ich Hochdeutsch gewechselt und das ist jetzt kein Scherz, dann 50 min lang ohne Punkt und Komma gesprochen. Danach gings in die wohlverdiente Pause und 800 Menschen hielten sich den Kopf.

Draußen im Foyer habe ich mit einigen Unterhalten und die haben dann gesagt, sie hätten Kopfschmerzen bekommen und eigentlich nichts mitbekommen was der Speaker gesagt hat. So viel zum sprechen ohne Pause. Der Vortragende hat seine ganze Information sinnlos und auch völlig unprofessionell verballert. Dabei habe ich danach im Backstage Bereich erfahren, waren unter den 800 Gästen einige potentielle Kunden für ihn dabei. So, nix wars, Game Over.

Und damit dir das nicht auch passiert, gibt dir diese Folge wertvolle Tipps mit. Du isst Spagetti auch Portionsweise und nicht alle auf einmal. Also, habe Mut zur Pause, bzw. arbeite mit der Modulation und Tonalität.

Daher ist diese Zeichensetzung auch so wichtig. Denn nach einem Punkt kannst Du ruhig eine Pause machen. Du bist ja nicht auf der Flucht. Have Time.

Daher.

Nach jedem Zeichen und vor jedem Bindewort (und, oder, sowie) setze einfach eine kleine Pause. Nennen wir sie einmal Micro Pause.

Ist jetzt wahrscheinlich etwas komisch und fühlt sich eigenartig an, aber mit etwas Übung merkst Du, hey das klappt ja und es entspannt Dich. Wenn dann noch die richtige Betonung mit dabei ist, dann wird jeder Text, jede Rede mit der Zeit aussagekräftiger und auch wirkungsvoller. Du wirst dann beim Reden auch gehört. Und genau darum geht es.

 

Hier eine Übung für Dich:

• Sprich Deinen Gedanken(teil) kräftig aus.
• Löse die Sprechspannung in Deinem Kiefer und Unterbauch
• Lasse den Atem ruhig einfließen
• Bleib aufrecht, also achte auf eine aufrechte Haltung

Versuche Deine Texte nur noch mit dieser Micro Pause zu lesen und beobachte den Effekt. Viel Spass dabei.

 

Apropos lesen:

Laut lesen ist eine super Übung. Denn zum einen kräftigt es die Stimme, Du kannst mit der Tonalität, Modulation, Sprechgeschwindigkeit üben und Du wirst merken, dass wenn Du immer leise gelesen hast, laut lesen nicht so einfach ist. Warum, das laut gesprochene Wort ist viel schneller als das gedachte.

Als ich begonnen habe als Moderator und Sprecher zu arbeiten, habe ich nur noch laut gelesen. Das war anfangs nicht so einfach. Ich habe mich ständig verhaspelt, da ich es nicht gewohnt war. Außerdem lockert laut lesen die Mundmuskulatur. Aber auch dieses Thema behandle ich in einer extra Folge.

Dann kommt noch die Artikulation dazu. Gerade in der heutigen und doch auch hektischen Zeit werden wir sprechfaul. Ich denke da nur an die Kids, die im Bus, in der U-Bahn oder auch zu Hause, ständig per Whats Up kommunizieren. Dabei geht für mich die Schönheit der Sprache verloren. Das kommunizieren miteinander.

Alleine wenn ich in eine McDonalds Filiale gehe und vor mir lauter Automaten stehen an denen ich bestellen soll, kommt mir das Grauen. Hey, ich will mit einem Menschen sprechen. Ich will mich Mitteilen, vielleicht an der Tanke auch mal einen kurzen Small Talk führen. Ich will nicht von so einem Automaten abhängig sein. Daher Adieu
McDonalds.

Die deutliche und auch präzise Aussprache ist wichtig für gute Textverständlichkeit, das gehört auch zu unserer Visitenkarte, denn so wirst Du auch wahrgenommen, nicht nur durch Deine Stimme. All das gehört zu unserem Erscheinungsbild.

Vor allem in der Geschäftswelt enorm wichtig. Wer sich gut Artikulieren kann, das zeigt von Bildung, von Kompetenz. Diesen Menschen hören wir gerne zu. Beispiel Politiker. Mit dem einen oder anderen Landeshauptmann habe ich schon Interviews geführt. Dem stellst Du eine Frage und die Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen. Der Hammer. Super. Klar die sind geschult. Aber auch da gibt es große Unterschiede der einzelnen Personen.

Als ich begonnen habe als Sprecher zu arbeiten, habe ich es gemacht wie die Schauspieler. Einfach einen Korken in den Mund und dann versucht, so richtig schön zu sprechen. Versuche das einmal. Eine unglaublich tolle Übung. Und Du wirst merken, dass Deine Mundmuskulatur locker und offener wird.

Also nimm einen Gegenstand in den Mund, egal ob Korken, Bleistift oder Daumen. Aber bitte nicht zu fest hineinbeißen, sonst tut’s weh. Dadurch lockerst Du einzelne Artikulationswerkzeuge wie Zähne, Zunge, Lippen, Kiefer.

Je öfter Du diese Übung machst, desto mehr erkennst Du den Unterschied und die klarere und verständnisvollere Aussprache.
Damit auch Du ein besseres Gefühl für Stimme und Sprache bekommst, hier noch ein Tipp und Trick.

Unsere Stimmen sind ebenso verschieden wie wir Menschen es sind. Gott sei Dank. Stimmen sind ja auch Spiegel der Persönlichkeit heißt es und es zeigt auch zugleich das Befinden, wie wir uns fühlen, es zeigt unsere Einzigartigkeit.

Und – wie ich es schon einmal erwähnt habe, jeder kann seine eigene Stimme schulen und mit ihr experimentieren. Jeder hat die Möglichkeit seine eigene Stimme zu entwickeln, zu entfalten. Finde heraus, wie viele Nuancen, wie viele Arten und Möglichkeiten Deine Stimme hat. Das macht Spaß.

In einer vorigen Folge hatte ich das schon einmal mit dem Atem gemacht, wir haben auch die Nachbarn bei deinen Stimmübungen miteinbezogen. Aber – in jeden guten Vortrag, in jeder guten Rede, bei Deiner erfolgreichsten Hochzeitsrede die du jemals gehalten hast, gehört auch etwas Schauspielerei dazu.

Vor allem im Business. Nur draufloszulaufen ist zu wenig. Wenn du richtig erfolgreich sein willst, dann kannst du mit Deiner Stimme, durch das richtige Lesen Deines Textes, durch professionelles Vortragen oder Präsentieren wirklich überzeugen. Und zwar erfolgreich.

Hör mal bewusst hin, wie gute Nachrichtensprecher ihren Text lesen. Wie Werbung gesprochen wird, ein Hörbuch, Theater usw.
Du kannst diese Dinge auch üben. Alleine, mit Freunden, in einer Gruppe. Du kannst ein Spiel daraus machen. Ich verwende das manchmal in meinen Seminaren bzw. Trainings. Bei einem Spontanvortrag. Jeder Teilnehmer hat die Aufgabe einen Text zu lesen, einmal als Nachrichten, der andere wieder als Schauspieler oder als Kabarettist. Die Gruppe gibt anschließend Feedback. Macht Spaß.

 

Als Abschluss dieser 7 teiligen Serie gebe ich Dir noch einen Ratschlag um ein guter, oder noch besserer Redner zu werden. Sei Dir im Klaren, dass Du als Mensch überzeugst und nicht die Power Poinfolien oder andere Medien, wie Flipp Chart, Bilder und Zahlen.

Du überzeugst durch deine Präsenz und deine Stimme.

 

Hier die Ratschläge:

  • Komme auf den Punkt,
  • Arbeite mit Hauptsätzen.
  • Tatsachen oder Appell an das Gefühl also Storytelling,
  • Ein Redner ist kein Lexikon, zu viele Fremdwörter schrecken ab,
  • Arbeite mit Deiner Sprechstimme, denn der Ton einer einzelnen u. langweiligen Sprechstimme ermüdet,
  • Bleib Du selber, bleib authentisch und versuche nicht wer anderer zu sein,
  • Der erste Eindruck ist das Wichtigste, der erste Eindruck zählt
  • und – weniger ist oft mehr.

Und in der nächsten Folge habe ich wieder einen Gast bei mir in der Show. Er ist einer der erfolgreichsten Speaker im deutschsprachigem Raum – Rene Borbonus.

 

Neben meinen Präsentationen, Seminaren biete ich:

  • Vertonungen
  • Stimmtraining
  • Einstiegstechniken
  • Präsentations Coaching
  • Moderation Präsentation
  • Erlebnis Seminare, Einzelcoaching
  • Interview und Medientraining, Kameratraining
  • Moderationstraining und Moderationsbegleitung

 

In diesem Sinne, freu ich mich, wenn Du wieder mit dabei bist. Ich wünsche Dir noch eine schöne Zeit.

Servus und auf bald.

Dein

 

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Written by garystuetz

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