Der Körper spricht IMMER!

In dieser Folge geht es um die Körpersprache.

In meinen Seminaren bzw. Trainings, ich hole meine Teilnehmer aus der Komfortzone, d.h. TUN anstatt nur hinhören. Ich stelle eine Übung. Sie heißt Eigen- und Fremdwahrnehmung. Vormittag machen die Teilnehmer die Eigenwahrnehmung und am Nachmittag dann gibt es die Fremdwahrnehmung. Es ist sehr spannend, wie mich andere sehen. Oftmals kommt es hier zu großen Unterschieden. Daher gibt es in dieser Folge auch so einen kleinen Test, den Du machen kannst.

Aber vorerst einmal zur Körpersprache. Forscher vom Max-Planck-Institut für Psycholinguistik haben sich darüber einmal Gedanken gemacht und dessen gehen wir in dieser Folge einmal auf den Grund.

Was ist denn eigentlich Körpersprache?

Wir können nicht nicht kommunizieren. Das sagte schon Paul Watzlawick. Österreichisch-amerikanischer Kommunikationswissenschaftler, Soziologe, Philosoph und Autor.

D.h. es geht hier um Gefühle, um Emotionen, die Dinge die nicht ersichtlich sind. Vielleicht kennst Du ja von Sigmund Freud das Eisberg Modell.

Quelle:de.wikipedia.org

Eine der wesentlichen Säulen in der Kommunikation. 20 % sind ersichtlich, also Zahlen, Fakten usw. und 80 % sind quasi unter der Wasseroberfläche, die Dinge die wir in einer Kommunikation nicht sehen. Die Emotionen, die Gefühle, das Befinden des Gegenübers.

Diese Dinge fallen in der heutigen ich nenne sie Facebook Zeit weg. Und ein gutes und bekanntes Beispiel dafür, dass Körpersprache solche Art von Informationen kommunizieren kann ist die Körperhaltung. Das genaue Erkennen der Körpersprache behandle ich einmal in einem anderen Thema, wo ich mir einen Profi dazu einlade. Aber wie präsentiere ich mich vor anderen um auch sicher zu wirken.

Dazu gehört einmal ein fester Stand. Verlagere Dein Gewicht auf beide Beine, also nicht zu sehr auf das Standbein. Denn je weiter Du nämlich das andere Bein, also das Spielbein vorstreckst, umso mehr knickst Du in der Hüfte ein. Das hinterlässt zwar einen lässigen Eindruck, ist jedoch völlig unangebracht und unprofessionell. Daher, stehe aufrecht und gerade und verteile das Körpergewicht gleichmäßig auf beide Beine. Eine gute Erdung sollst du haben.

 

Die Beine sind etwa schulterbreit auseinander, oder nebeneinander. So strahlst Du auch innere Ruhe und fachliche Kompetenz aus.

 

Und eine kompetente und seriöse Ausstrahlung ist die Basis für einen gelungenen Vortrag. Ziehst Du jedoch Deine Schultern nach vorne und stehst Du noch dazu zusammengesunken da, wirkst Du nicht nur kleiner, sondern auch weniger kompetent. So wie ein Schlaffi. Unscheinbar, unsicher, so in der Art, ich möchte hier nicht stehen, aber ich muss. Auch ein nervöses Vor- und Zurückwippen mit dem Oberkörper wirkt unprofessionell und ist ungünstig.

Für viele auch eine Herausforderung sich den Raum zu nehmen. Also ich meine, dass viele aus Unsicherheit ihre Hände während des gesamten Vortrags in ihrer Hosentasche verstecken bzw. die Hände nah am Körper halten. Es ist Dein Vortrag, Deine Präsentation, Deine Rede, daher nutze Deine Bühne. Bühne ist alles wo Du stehst. Sei es in einem Meeting, bei einer Anspreche, auch in einem persönlichem Gespräch. Nutze also den Raum um dich herum für Dich.

Hier ein Tipp:

Stelle Dich ganz normal hin, also wieder fester Stand, hüftbreite Beinstellung, Hände bzw. die Ellenbogen am Körper. Du hast wenig Raum um Dich den Du nutzt. Jetzt versuche mit beiden Hände eine imaginäre Wand wegzudrücken und fühle oder beobachte was passiert. Du gewinnst Raum, du wirst präsenter.

Daher, nutze Deine Hände, um Deine Präsentation, Deine Rede, Vortrag oder Hochzeitsansprache, also die Beste Hochzeitsrede aller Zeiten, zu veranschaulichen. Dadurch wirkst Du präsenter und wirst auch besser wahrgenommen.

Lasse Deine Bewegungen aus der Schulter kommen. Wohin mit den Händen? Das machst du ab jetzt wie ein Profi. Wenn ich moderiere, Live oder im Fernsehen, dann halte ich meine Hände in Bauchnabelhöhe zusammen.

Du kannst Dich am Finger halten, einen Presenter für Deine Power Point hilft Deine Hände zusammenzuhalten, oder Du verwendest Moderationskarten. Und um noch selbst-bewusster und professioneller zu erscheinen, lasse beim Gestikulieren zwischen Ellenbogen und Rumpf einen Abstand. So nimmst Du mehr Raum ein und wirst auch erfolgreicher ankommen, bzw. wahrgenommen.

Jetzt kommen wir einmal zum Büroalltag. Du kennst das sicherlich. Wir hetzen von Termin zu Termin, der Schreibtisch biegt sich unter der Last von unerledigter Arbeit. Ein großer Zeitfresser ist – das Meeting. Experten haben herausgefunden, dass dies der Zeitfresser Nr. 1 ist. Oft ziehen sich Meetings so in die Länge, sind zäh wie Kaugummi und führen nicht wirklich zu einem Ergebnis.

 

Einer Studie zufolge sind ausufernde Besprechungen ein Zeitfresser. Denn lt. dieser Studie gehen 15 % der Arbeitszeit bei Meetings verloren und das kostet einem Unternehmen Geld.

 

Das kann folgende Gründe haben.

Da komme ich jetzt wieder zur professionellen Präsenz, zu deinem erfolgreichen Auftreten. Es gibt ja so drei verschiedene Typen bei Meetings oder Präsentationen: Da sind zum einen die Selbstdarsteller, die hören sich gerne reden und neigen zu längeren Monologen. Das nervt und bringt meist nicht viel. Denn wie schon einmal in einer meiner Folgen erwähnt, die Informationen gehen flöten, weil das Gegenüber geistig abschaltet.

Wie du solche Vielredner stoppen kannst, hörst du gleich. Dann gibt es noch die Unverbesserlichen, die sich in ihrer Argumentation festbeißen, und zu guter Letzt diejenigen, die bereits nach kurzer Zeit abschalten und anderen Gedanken nachhängen.

Also daher.

Sei vorbereitet, also inhaltlich – eh klar, sei aufgewärmt, also stimmlich und sei präsent, also Selbstbewusst. Und falls Du in Deinem Umfeld, in Deinem Unternehmen solche Vielredner, die ja kaum zum Stoppen sind hast, habe ich für Dich 3 goldene Regeln.

Regel Nr. 1: Stichwort aufgreifen und weitergeben.

Achte genau auf den Sprechrhythmus des Vielredners. Nutze die kleinen Pausen, um geschickt zu unterbrechen. Greife ein Stichwort auf, das der Vielredner genannt hat und wende Dich sofort mit einer Frage an einen Kollegen, die sich auf das Stichwort bezieht.

Hier ein Beispiel:

"Herr Vielredner, sie geben mir gerade ein wichtiges Stichwort. Zeitmanagement. Wie würden Sie das Thema Zeitmanagement im Team behandeln, Herr/Frau K?" So hast Du dem Vielredner gleich einmal das Gas rausgenommen, er ist unterbrochen und muss wieder neu beginnen.

Regel Nr. 2: Sich festlegen lassen.

Diese Vielredner haben eine Gabe: Sie verlieren sich in den eigenen Argumenten, so dass zum Schluss keiner mehr so recht weiß, was für ihn wirklich wesentlich ist. Daher, schreite in solchen Momenten ein. Dränge den Vielredner, sich auf einen Einwand festzulegen. Dadurch kommt das Gespräch wieder zum Kern, also es wird wieder ein Fokus im Gespräch errichtet. Und so ermöglichst Du Dir und den anderen Teilnehmern, selbst Stellung zu beziehen.

Hier wieder ein Beispiel:
"Herr Vielredner, Sie haben jetzt sehr ausführlich mehrere Einwände benannt. Welches Gegenargument ist denn für Sie das entscheidende: die hohe Quote der Kunden, oder die zu lange Gesprächsdauer Ihrer Kollegen, blablabla?"

Und zu guter Letzt Regel Nr. 3:

Mit System aufhalten.
Lege zu Beginn der Moderation Spielregeln fest. Dann hat der Vielredner keine Chance, sich hier selbst zu präsentieren und zu lange zu reden. Stoppe die Zeit. Und nach Ablauf der Zeit erteile dem nächsten Kollegen oder Mitarbeiter das Wort.

Auch das zählt zum professionelleren Präsentieren. Ich wiederhole es immer wieder. Du bist nur erfolgreich, wenn Du beim Reden auch gehört wirst.

Und hier noch einige Tipps für Deine Eigenwahrnehmung.

  • Was mögen andere an dir am liebsten?
    Wenn du beispielsweise in deiner Clique bist, in deinem Freundeskreis.
  • Welche Position nimmst du da ein?
    Bist du da eher der Ganz klar, den Rudelführer, der Clown, der Zurückhaltende, der Verrückte oder der Macho?
  • Wenn Deine Freunde oder Mitarbeiter Probleme haben, kommen sie zuerst zu Dir, löst ihr Probleme gemeinsam, lenkst Du sie vom Problem ab, indem Du sie aufheiterst?
  • Wie beschreibst Du Dich selber?
    Offen und humorvoll, Freundlich, selbstbewusst, hilfsbereit, Introvertiert und schüchtern, oder doch eher lustig, bist Du mitfühlend?

Ich finde so Eigeneinschätzung vs. Fremdeinschätzung immer eine tolle Selbstreflektion. Und wie bereits erwähnt, meine Teilnehmer auch, denn es ist spannend, wie die Anderen dich wahrnehmen.

In diesem Sinne, Danke fürs dabei sein, morgen geht’s es mit einer weiteren Folge in der Serie weiter.

 

Neben meinen Präsentationen, Seminaren biete ich:

  • Vertonungen
  • Stimmtraining
  • Einstiegstechniken
  • Präsentations Coaching
  • Moderation Präsentation
  • Erlebnis Seminare, Einzelcoaching
  • Interview und Medientraining, Kameratraining
  • Moderationstraining und Moderationsbegleitung

 

Ich wünsche Dir noch eine schöne Zeit. Servus und auf bald.

 

Dein

 

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Written by garystuetz

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