Lerne richtig kommunizieren!

 
 
präsentiere und kommuniziere

Letzte Woche hatte ich wieder ein Seminar abgehalten. Vor lauter Verkäufer. Und es war wieder spannend zu beobachten, wie sehr die Teilnehmer es lieben aus der Komfortzone geholt zu werden. Denn dann lernst du am meisten.

Und damit meine ich die Spontanität. So direkt ohne sich vorzubereiten, etwas zu machen. Sich vor anderen zu präsentieren. War auch für Verkaufsprofis eine Herausforderung. Denen hat es aber richtig gut gefallen und einige meinten sogar, das sind gute Übungen die sie da mitnehmen, denn so manches Kundengespräch verläuft auch sehr spontan. Vor allem wenn der Kunde mit einem Thema beginnt, womit der Verkäufer nicht rechnet oder gerechnet hat.

Dazu kam auch mein schon oft zitierter erster Eindruck. Es war so ein richtig heißer Sommertag mit Höchstwerten um die 35 Grad. Ich stand in langer Hose, langem Hemd und Sakko vor meinen Teilnehmern. Also das Sakko hatte ich nach der Vorstellrunde schnell ausgezogen, denn bei rund 30 Grad Raumtemperatur kam ich ordentlich ins Schwitzen. Die Teilnehmer jedoch saßen in Shorts und T-Shirt vor mir. Eine große Herausforderung für mich.

Aber das der erste Eindruck so wichtig ist, das hat sich während der Gespräche im Seminar bestätigt. Der erste Eindruck ist der, wie du wahrgenommen wirst. Und als Profi musst du da durch.

 

Und der optische Eindruck ist ebenso wichtig wie Körpersprache und Stimme.

 

Männer aufgepasst. Schuhe und Gürtel sollen die gleiche Farbe haben. Also braune Schuhe und schwarzer Gürtel, geht gar nicht!

Abgesehen davon war es ein toller Trainings- bzw.Seminartag. Wenn du dich erinnern kannst, habe ich dir in Folge 005 schon erste Hilfe Tipps bei Stimmproblemen mitgegeben. Und an diesem Tag, bei dieser Hitze hatte ich auch leicht mit Stimmproblemen zu kämpfen.

Natürlich bin ich auch noch nervös wenn ich vor rund 10 Teilnehmern so auf Augenhöhe stehe. Da bin ich angreifbarer als auf einer großen Bühne. Also war meine Stimme nicht ganz da wo sie sein sollte. Also nicht im Eigenton, sondern schon leicht in der Alarmzone. D.h. leicht angespannt, nicht ganz so kräftig, dazu kam die große Hitze.

Dementsprechend wichtig war es viel zu trinken und auch zu versuchen, die Stimme wieder in die Normalzone zu bringen. Bei meinen Trainings baue ich viele praktische Übungen mit ein, daher ist es mir ein leichtes wieder in die Normalzone, als zu meinem Eigenton zu finden. Denn ich mache die Übungen nicht nur vor, sondern letztendlich auch selber mit.

Falls du auch in so eine Situation gerätst, wo du wieder eine Kundenpräsentation hast, oder ein Meeting und du hast Stimmprobleme, dann siehe dir doch noch einmal meine Tipps von den 7 Regeln für eine goldene Stimme an.

 

Und damit komme ich zum wirkungsvollen Kommunizieren. Grundsätzlich findet Kommunikation auf verschiedenen Ebenen statt. Denke an das Eisberg Modell von Sigmund Freud. Er ist wohl einer der einflussreichsten Denker des 20. Jahrhunderts.

Das Eisberg Modell besagt, dass das menschliches Handeln in täglichen Situationen nur zu einem kleinen Anteil bewusst bestimmt wird, bzw. dass nur ein kleiner Teil bewusst wahrgenommen wird. Das sind 20 Prozent. Die sind sichtbar. Daten, Fakten, Zahlen.

Der Rest, also 80 Prozent sind nicht ersichtlich. Das sind die Emotionen, die Gefühle, die Dinge die wir nicht sehen, jedoch ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation sind. Denn was beim Empfänger ankommt, ist nicht immer das was der Sender ausdrücken möchte.

Anders ausgedrückt. Über die Wirkung der Kommunikation, über den Ausgang einer Botschaft entscheidet letztendlich der Empfänger. Und in Zeiten der digitalen Welt, der Schnelligkeit der Welt, hat sich viel verändert. Auch unsere Kommunikation. Und wirkungsvolle Kommunikation steht heute unter anderen Vorzeichen als noch vor einigen Jahren.

Daher gilt es in jedem Gespräch auch die Botschaften des Gegenübers zu beobachten. Die Körpersprache. Siehe Folge 011. "Der Körper spricht immer". Dazu habe ich mir diese Woche die Profilerin Patricia Staniek eingeladen. Sie weiß genau wer du bist. Denn sie blickt hinter die Fassaden und weiß genau wie ihr Gegenüber tickt.

Wie funktioniert eigentlich Kommunikation?

Wann hattest du zuletzt ein wirklich gutes Gespräch? Denn an ein solches erinnert man sich gerne. Ein wirklich gutes Gespräch das klingt quasi in uns nach. Es hat Spaß gemacht, sich mit dem/der GesprächspartnerIn zu unterhalten. Die Informationen sind zielsicher bei uns angekommen. Das Gesagte wurde verstanden.

Wie kommuniziere ich eigentlich richtig?

Gibt es ein richtig oder falsch? Ich sage einfach einmal so. Jeder kann seine Kommunikation, seinen Kommunikationsstil verbessern. Denn Kommunikation kann auch dann erfolgreich sein, wenn du klar und unmissverständlich die wichtigen Grenzen absteckst. Dazu gehört auch wie schon in Folge 024 erwähnt "Nein" zu sagen, unterschiedliche Meinungen zu diskutieren, sich überzeugen zu lassen oder auch den Anderen überzeugen.

Die Kunst der Kommunikation liegt dann darin, dass dein Gesprächspartner die Botschaft und natürlich auch den Inhalt von dir als Person trennen kann. D.h. dass er nicht die Aussagen generalisiert, oder vielleicht sogar den Sinn deiner Botschaft falsch versteht, also missversteht. Geht schneller als man denkt.

Stelle dir folgende Szene vor:

Dein Kollege kommt freudestrahlend zu dir ins Büro und teilt dir mit dass er befördert wurde. Er freut sich. Das ist das, was du siehst. Aber, freut er sich wirklich? Oder ist er nervös, weil er weiß, dass der Druck jetzt größer wird, weil er jetzt auch weiß dass seine Aufgaben verantwortungsvoller werden. Freut er sich wirklich, oder hat er sogar Angst zu versagen?

Das sind die oben angesprochenen 80 Prozent. Die Dinge die wir nicht sehen können, denn die liegen um auf das Eisberg Modell zurück zu kommen, unter der Wasseroberfläche. Also im Verborgenen.

Demzufolge kann man sagen:

 

Richtig zu kommunizieren heißt auch einen gewissen Einfluss in die Kommunikation legen, sie dadurch auch zu lenken.

 

Wir kommunizieren ja auf verschiedenen Ebnen. Auf der nonverbalen und auf der verbalen Ebene. Und die erste kann die zweite auch ganz schön durcheinanderwirbeln, aus den Angeln heben. Hast du schon einmal versucht mit einem Lächeln und freundlichen Augenaufschlag deinem Gegenüber ein Schimpfwort an den Kopf zu knallen?

Das geht. Ich nenne das "gehobene" Kommunikation. Denn, dein Gesprächspartner wird erst einmal Verständnisprobleme haben. Warum? Weil das gesagte und deine Körpersprache nicht zusamenpassen. Dein Gegenüber ist irritiert. Demzufolge wird ein Kompliment mit abgewandtem Blick und zusammengezogenen Augenbrauen oder vor der Brust verschränkten Armen, auch kein Hurra beim Gegenüber hervorholen.

Es gibt also Hürden die über die sprachlichen Barrieren hinausgehen. Hürden in der zwischenmenschlichen Kommunikation, die oftmals bewusst aufgebaut werden. Aber wir rennen auch immer wieder ungewollt gegen, ich nenne es einmal so, "sprichwörtliche Wände." Dadurch finden wir keinen Zugang zu unserem Gesprächspartner.

 

Wir sprechen aneinander vorbei! Wir werden nicht gehört!

 

Daher habe ich mir für morgen einen Kommunikations- besser gesagt Interviewpartner geholt, den ich sehr wohl gehört habe. Denn es geht um unser Essen. Denn für unsere Stimme ist auch wichtig was wir so zu uns nehmen. Was wir essen.

Daher habe ich mich dem Ernährungsexperten Thilo Vierheilig unterhalten. Außerdem esse ich selber gerne und es macht mir Spaß immer wieder Neues zu erfahren. Und Thilo Vierheilig hat mir spannende Einblicke in seine Welt gegeben. Das hörst Du morgen.

Dir wünsche ich noch einen schönen Tag und viel Spaß beim Kommunizieren.

Wenn dir mein Podcast gefällt, bitte ich dich um eine positive Rezession auf iTunes. Dafür bin ich dir sehr dankbar.

Herzlichst

Dein

Präsentieren sicher sprechen besser wirken präsentieren sicher und wirkungsvoll

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Written by garystuetz

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