Singst du noch oder sprichst du schon?

 
 
kommunzizieren und ausdruck

In der heutigen Folge komme ich zu einem sehr wichtigen Ausdrucksmittel. Der Ton macht bekanntlich die Musik. Es geht um das richtige Betonen. Um Tonalität. Vielleicht geht es dir genauso.

Es gibt Nachrichtensprecher, denen hörst du gerne zu, weil sie die Informationen auf eine angenehme Art und Weise transportieren, uns übermitteln. Dazu gehört der Sprach-Rhythmus, die Sprechgeschwindigkeit, die richtige Betonung und auch die Tonalität.

Aber Schritt für Schritt.

 

  • Sprechgeschwindigkeit.

Bleiben wir bei unserem Nachrichtensprecher. Ich war lange beim Radio als freier Mitarbeiter tätig und kenne das Zeitproblem, welches Sender haben In einer relativ kurzen Zeit, die wichtigsten Information zu verpacken, das ist eine Herausforderung. Dazu noch so zu sprechen, dass auch der Hörer oder die Hörerin es noch verstehen, was inhaltlich gemeint ist, das ist jetzt wieder eine andere Geschichte.

Normalerweise haben Nachrichtensprecher so um die 5 Minuten Zeit, das Weltgeschehen uns Hörer zu vermitteln. Das ist nicht viel. Danach kommt Wetter und Verkehr. Die ganze Sendung ist komplett durchgeplant. Dazu geibt es eine sogenannte Senderuhr, Radiouhr. Also einen Plan. Nach den Nachrichten kommt der Moderator zum Einsatz, er spricht meist Wetter und Verkehr. Danach leitet er die nächste Stunde ein. Dazu kommt noch Werbung usw. Also es bleibt dem Nachrichtenredakteur nicht viel Zeit sich auch noch auf das schöne Sprechen zu konzentrieren.

 

Aber!

Ein guter Sprecher sollte sich schon bewusst sein, was er spricht. Nachrichten beispielsweise gehören in einer gewissen Art gesprochen. Klar und clean. Damit meine ich eine neutrale Sprechweise. Ohne Sing Sang wie bei einer Sportmeldung. Ich habe für dich zwei Beispiele aufgenommen. Die du im Audio File hörst. Entscheide selber, was dir besser gefällt.

Das ist jetzt kein Scherz gewesen. Es gibt Nachrichtensprecher die wirklich so, ich sage es einfach wie ich es mir denke, singen.

Das geht gar nicht. Das ist für mich ein Abschaltfaktor. Und das ist für mich ein Grund, warum ich in dieser Folge auch darauf eingehe. Denn wie ich es immer wieder erwähne.

 

Einfach nur drauflos zu plaudern ist zu wenig.

 

Ein bisschen Verantwortung gehört schon dazu. Ebenso verhält es sich beispielsweise bei Lehrer, Vortragenden, Trainern, Moderatoren usw. Meiner Meinung nach hat diese Berufsgruppe auch eine gewisse Verantwortung gegenüber den Zuhörern. Wie transportiere ich auf eine informative und angenehme Weise meine Botschaft.

Denn wenn Tonalität, Sprechgeschwindigkeit- und Rhytmus fehlen, dann klingt das gesprochene Wort langweilig. Um auf den Sprecher zurückzukommen. Wenn ich diesen Sender, der wirklich gute Musik macht höre, dann schalte ich ab. Das kann ich einfach nicht hören. Da sind eben 10 Menschen gestorben und dieser Sprecher bringt dass wie eine bunte Meldung. Das geht überhaupt nicht. Besser gesagt. Ein No Go!

 

Warum?

Weil es sich um eine ernste Sache handelt. Und das gehört einmal seriöser und neutraler gesprochen, als eine bunte Meldung! Das ist mein Anspruch als professioneller Sprecher an einen Sprecher!

Ich habe dem Radiosender diesbezüglich schon eine E-Mail geschrieben, natürlich bis dato keine Antwort erhalten. Schade, denn richtig Sprechen, richtig Betonen, eine klare Aussprache, das kann man lernen. Man muss es nur wollen.

 

Hier mein Tipp.

Laut lesen! Mache dir auch bewusstmacht, was du liest. Beachte Kommas, Rufzeichen oder Doppelpunkte. Dadurch gibst du dem ganzen einfach mehr Rhytmus und Ausdruck. Einfach üben. Wenn du meine Folgen hörst, dann weißt du bereits das lautes Lesen eine gute Übung und ein gutes Training ist.

 

Unser Gehirn braucht 0,2 Sekunden um ein Wort zu verstehen und zu erkennen.

 

Versuche einmal einen Text in Gedanken zu lesen und dann denselben Text laut zu lesen. Du wirst die kleine Verzögerung merken.

Daher. Lies laut! Jeder kann seine Sprache, Sprechweise, Kommunikation verbessern. Stimme und Sprache ist wie ein Instrument. Kann man lernen. Üben, oder wie die berühmten 3 Buchstaben lauten. TUN!

Es einfach tun. Ich mache das nach wie vor so oft es geht. Laut und deutlich lesen.

 

Beachte auch Umlaute wie ä oder y.

 

Höre beim nächsten Gespräch einmal genau hin, wie dein Gegenüber betont. Ob er Medchen oder Mädchen sagt. Oder der Name Silvia. Mit i heißt es Silvia. Mit y geschrieben heißt es Sylvia. (gesprochen:Sülvia)

Da komme ich wieder zu unserem Nachrichtensprecher. Oder auch Lehrer. Auch sie sollten sprachliche Vorbilder für uns sein.

Aber leider wissen, beachten oder kennen sie selber oftmals selber nicht, wie richtige Aussprache funktioniert. Schön und rhetorisch fit zu sprechen, das erhöht das eigene Gesprächsniveau. Dadurch unterscheidest du dich von anderen. Du wirst anders wahrgenommen. Es hebt deine Persönlichkeit.

Es soll jedoch nicht heißen, dass du dich jetzt komplett verstellen sollst. Nein, überhaupt nicht.

 

Bleibe authentisch!

 

Das ist wichtig. Denn nur so überzeugst du wirklich. Wenn du jedoch dein Sprachniveau etwas verbesserst, dann ist das nur ein Vorteil für dich selber. Ich werde oft gefragt. Wie soll ich denn sprechen?

Es kommt immer auf den Rahmen, auf dein Umfeld an. Bist du in der Business Welt, vielleicht ein VerkäuferIn, ein TelefonistIn, ein LehrerIn, ModeratorIn oder mein bereits erwähnter Nachrichtensprecher, dann solltest du auf eine gewisse Sprechweise achten.

Aber das ist nur mein eigener Gedanke. Ich bin hier nicht Lehrer, sondern nur dein Wegbegleiter.

 

Du möchtest dich verbessern?

Dann mache es. Nimm dir Zeit und lies laut. Jeden Artikel den du findest. Und sei dir im Vorhinein bewusst, was du liest. Für mich als professionellen Sprecher ist es immer eine Herausforderung. ich denke an meine Zeit bei Servus TV zurück. Ich war Station Voice, habe also sehr vieles vertont. Und das waren immer unterschiedliche Themen. Einmal eine bunte Meldung, wie wir in den Medien sagen.

Kommunizieren und moderieren

Du kannst es auch Magazinformat nennen. Dabei geht es quasi um den Alltag. Welches Gemüse wann am besten wächst, warum dieser Sportler so erfolgreich ist. Hat König XY jetzt oder hat er nicht. Und vieles mehr.

Aber ich hatte auch Nachrichten oder redaktionelle Texte mit ernsten Hintergrund zu lesen. D.h. ich musste innerhalb kürzester Zeit switchen.

 

Einmal eine neutrale Sprechweise für ernste Texte verwenden, dann wieder eine etwas melodiösere Stimme für ich sage einmal die Allerlei Texte.

Das macht es spannend. Daher. Versuche es. Nimm verschiedene Text und lies sie laut vor. Noch besser ist es, wenn du dich dabei selber aufnimmst. So bekommst du zum einen ein Gefühl, wie deine Stimme wirklich klingt, zum anderen hörst du auch gleich die Unterschiede zu den verschiedenen Texten. Ist wirklich eine gute Übung.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen.

Und morgen habe ich ein Interview mit Thomas Reich. Er ist Podcaster, Kaltduscher, hat eine eigene Talkshow, ist ein sehr erfolgreicher Unternehmer.

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Und wenn dir mein Podcast gefällt, bitte ich dich um eine positive Rezession auf iTunes. Dafür bin ich dir sehr dankbar.

Noch eine schöne Zeit.

Dein Präsentieren sicher sprechen besser wirken präsentieren sicher und wirkungsvoll

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Written by garystuetz

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