Die wichtigen Drei!

 
 
kommunizieren und präsentieren

In der heutigen Folge wende ich mich wieder dem wirkungsvollen kommunizieren zu. Ich erlebe es immer wieder und das kann ich nicht oft genug sagen, dass viele Menschen sich nicht bewusst sind, die Information an ihr Gegenüber zu transportieren.
 
Die Botschaft soll beim Anderen auch ankommen.
 
 
Da wird drauflosgeplaudert, ich würde sagen fast schon drauflosgeballert, was das Zeug hält. Oftmals viel zu schnell, schlampig, ohne Sprach Rhythmus, Tonalität usw. Dabei geht leider die ganze Information mehr oder weniger den Bach hinunter. Aber, ich erlebe auch immer öfter, dass es vielen Menschen bewusst ist, etwas zu tun, an sich zu arbeiten.
 

Vor einigen Tagen habe ich in Bozen ein Seminar gehalten. Bozen ist, so viel ich gesehen habe eine sehr schöne alte Stadt. Und es Spaß gemacht mit den Teilnehmern zu arbeiten. Die kamen alle aus der Tourismusbranche. Viele waren es gewohnt zu präsentieren, vor Anderen zu sprechen.

Aber es waren auch einige Teilnehmer dabei, die beruflich im Hintergrund agieren, also nicht an vorderster Front stehen. Und auf diese war ich besonders stolz. Ich habe meine Teilnehmerinnen, es waren 15 Damen die ich trainieren durfte, in meiner gewohnten Manier so richtig aus der Komfortzone geholt. Und am Nachmittag, das mache ich immer so, gab es die Schluss -  präsentation, bei der die Teilnehmer versuchen sollen, alles was sie tagsüber erfahren haben, umzusetzen.

Und jetzt komme ich auf die besagten Damen im Hintergrund zurück. Sie haben alles 1:1 umgesetzt. Ich war richtig erstaunt. Kommt nicht immer vor, dass TN vieles auch gleich wirklich umsetzen. Das war wirklich ein Genuss für mich, die Präsentationen zu erleben.

Damit komme ich zurück zum wirkungsvollen Kommunizieren.

Was sind die Grundsätze einer wirkungsvollen Kommunikation?

Die Situationen im Alltag sind sehr unterschiedlich. Ebenso die Gespräche und auch die Gesprächspartner. Aber die Basis für eine erfolgreiche Kommunikation ist immer dieselbe. Wir wollen gehört, geliebt, verstanden und geschätzt werden. Denn jeder Mensch braucht Anerkennung und Respekt. Fehlt dieser, wird’s nix mit einer erfolgreicheren Kommunikation. Und ich kenne solche Situationen aus eigener Erfahrung.

Vielleicht kennst du das ja auch. Du erzählst jemanden etwas, aber es glaubt dir keiner so recht. Wenn alles was du sagst immer hinterfragt wird, dann ist die Kommunikation nicht zielführend. Und so etwas kann in jedem Gespräch passieren. Man hört dir entweder nicht zu oder stellt deine Aussage in Frage. Das tut weh. Man kommt sich dann irgendwie nicht ernstgenommen vor.

Aber wenn wir Anerkennung und Respekt in unserer Kommunikation berücksichtigen, dann werden bzw. sind hier schon wichtige Weichen gestellt. Dennoch müssen wir uns auch selbst wertschätzen und unsere Schwächen und Stärken annehmen. Dann sind wir in unserer Mitte und erreichen eine offenere und gelassenere Haltung. Dabei gibt es einige Manipulationsansätze, wie es Hans Ulrich Schachtner, er ist deutscher Psychologe und Autor, beschreibt.

 

Kommunikation und Wirkung

Laut Schachtner setzt sich unser Wille aus drei Bereichen bzw. Achsen zusammen. Diese drei entscheiden, was uns bewegt und aktiviert. Der Psychologe verwendet als Bild das Wort "Klingelknöpfe".

Soll heißen, dass ein eher unbewusster Mensch eine Art Schalttafel mit Knöpfen hat. Dies steht für seine Schwachstellen. Drückt der Gesprächspartner jetzt einen dieser Knöpfe, dann laufen automatische Reaktionen ab.

Das Gegenüber kann dann mit bestimmten Worten und Gesten quasi wie mit einer Fernbedienung Gefühle und Handlungen des Anderen beeinflussen.

 

Hier Knopf 1:

Neigungen-Achse:

Hierbei geht es um Zuneigung oder Abneigung, Lust oder Unlust oder auch Verlockungen. Aber auch Motivation. Wenn wir hier unsere Bedürfnisse und Abwehrreaktionen aus einer Zufriedenheit unter Kontrolle haben, dann erreichen wir hier Ausgeglichenheit. Schachtner bezeichnet diese Gefühle auch "Köder" oder "Ängste."

 

Kommen wir zu Knopf 2:

Die Status-Achse:

Dabei geht es um Hoch -und Tiefstatuts Signale. Das sind u. a. Rangordnung, Autorität, Überlegenheit oder Unterwürfigkeit. Wenn wir in dieser Ebene beliebig wechseln können, dann haben eine starke und auch gesunde Position erreicht. Wird auch als "Einwickeln" und "Einschüchtern" bezeichnet. Da sage ich jetzt mal. Vorsicht, kann in Richtung Kampfrhetorik gehen.

 

Knopf 3:

Verantwortungs-Achse:

Hierbei geht es um Sorglosigkeit und Verantwortung. Also eher keine Verantwortung zu übernehmen. Diesen Knopf oder diese Achse beherrschen wir, wenn unserer "innerer Anwalt" funktioniert. Wenn wir wissen wie wir mit Verantwortung umgehen. Welches Maß an Verantwortung richtig oder groß genug für uns ist. Wir sprechen hier von "Einlassen" und "Schuldgefühle."

Wenn du jetzt weißt, wie du die gewissen Knöpfe drücken musst, dann wirst du es im Alltag auch leichter haben. Du wirst diese Anzeichen besser erkennen und dadurch ihre Wirkung neutralisieren können. Außerdem weißt du auch, was du tun musst, um nicht selbst in diese Mechanismen zu verfallen.

Natürlich kommen hier unsere Muster aus unserer Kindheit zum Tragen, sowie unsere Erfahrungen. Auch diese spielen eine große Rolle.

Ein Beispiel:

Ich war am Samstag im Kreise meiner Familie bei einer Geburtstagsfeier. Es wurde geplaudert und diskutiert. Ich hatte dann ein Gespräch mit einem Onkel von mir. Ein Herr in den 80igern. Dabei ging es um die persönliche Weiterbildung. Um den persönlichen Lebensweg. "So wie du als Mensch geboren bist, so bleibst du den Rest des Lebens2, meinte mein Onkel. Ich sagte darauf. "Jeder Mensch hat es selbst in der Hand seinen Weg zu gehen und sich weiter zu entwickeln." Er: "Nein, das hängt von den Genen ab." Kurzum. Es ging eine Weile so weiter. Die Diskussion wurde etwas hitziger.

Beim Nachhauseweg habe ich mir dann gedacht. Das war jetzt so ein richtig blödsinniges Gespräch. Die Emotionen wurden hochgeschaukelt, der Puls beschleunigt. Eigentlich total sinnlos. Es ist die Wahrnehmung jedes einzelnen Menschen. Er mit seinen 82 Jahren sieht die Welt aus seiner Sicht. Ich sehe sie mit meinen Augen. Also hat jeder seine eigene Art Dinge wahrzunehmen. Wenn ich das gleich erkannt hätte, dann wäre es ein sachliches Gespräch geworden. Neutral und ohne Stress.

Tja, Hauptsache ich hatte diese Erkenntnis. Das nächste Mal hoffe ich, dass ich diese Muster gleich erkenne. Das ist dann Kommunikation auf respektvolle Weise. Es ist also wichtig, sich den eigenen Verhaltensmustern bewusst zu sein.

 

Werfen wir einmal einen Blick in unsere Kindheit.

Diese Verhaltensmuster haben wir unbewusst angenommen. Von unseren Eltern. Wie sie sprechen, miteinander umgehen, sich bewegen usw. Vieles von diesen Aspekten haben wir übernommen und in unseren Alltag integriert und übernommen. Dabei geht es beispielsweise um Soziales, Harmonie, Energie, Ruhm, Status usw.

Es gibt anerzogene Reflexe. Das sind Grundbedürfnisse deren Erfüllung für uns von großer Bedeutung ist. Diese sind wir gewohnt. Hier fühlen wir uns wohl in unserer Haut. Sehen wir uns doch so Programmierungen einmal genauer an. Denn sie können auch unsere Kommunikation beeinflussen.

 

Ein Sprichwort lautet: "Bescheidenheit ist eine Zier, doch besser lebt sich´s ohne ihr."

 

Wenn du als Kind dieses Sprichwort gehört hast, dann hatte es diesen Grund, dass dich eher zurückhalten sollst, keinen zur Last fallen. Du hast dich an gewisse Regeln zu halten und dich ihnen unterzuordnen.

Leider behalten wir diese Konditionierung oftmals auch als Erwachsener. Da komme ich zu meinem bereits erwähnten Beispiel mit meinem Onkel, wo ich der Meinung bin, dass jeder sich ändern kann, wenn er nur möchte. Wir können zeigen wer wir sind und was wir können. Mit Charme und Humor. Höflich und respektvoll.

 

Wir haben es nicht nötig uns klein zu machen.

 

Kommen wir zum nächsten Punkt.

Dabei geht´s um Ausreden. Ausreden dienen dazu dem Gesprächspartner die Möglichkeit zu geben, ein schlechtes Gefühl in mir selber zu geben. Nimm ihm doch einfach den Wind aus den Segeln. Er hat seine Meinung, ich meine. Denn, je weniger Vorwürfe bei mir selber Wirkung zeigen, desto weniger Manipulationsversuche gibt es in Zukunft.

Antworten um jeden Preis ist auch so eine Sache. Auch das ist ein Erziehungsgrundsatz der sich verankert hat. Wird eine Frage gestellt, dann muss geantwortet werden. Denn das erfordert die Höflichkeit. Mache es wie Politiker. Antworte, ohne zu viel zu sagen. Das klappt. Und du bleibst höflich.

 

Dann gibt es noch die Verpflichtung.

Kannst du auch lästiges Gespräch nennen. Wenn du ein Geschenk erhältst bedankst du dich. Auch wenn dir das Geschenk nicht gefällt. So wurden wir erzogen. Danke zu sagen. D.h. wir sind quasi verpflichtet uns zu bedanken. Das gebietet auch die Höflichkeit. Wir sollen nett und höflich sein. Auch wenn wir etwas anderes fühlen.

 

Aber wie gehen wir in solchen Situationen am besten um?

Bedanke dich, aber ohne Schuldgefühl, ohne Gefühl von Abhängigkeit oder Verpflichtung. Lege solche Gefühle ab. Sei dir der Situation bewusst, dass du zwar ein Geschenk erhalten hast, es für dich jedoch völlig ungeeignet oder unangebracht ist, was du bekommen hast.

Oftmals bekommen wir Geschenke, nur damit der Schenker sein Gewissen beruhigt hat. Ich finde so eine Art zu schenken eher peinlich. Diese eben angesprochenen Aspekte behindern uns und schränken uns in der Kommunikation ein. Es gibt jedoch ein Entkommen. Und zwar, wenn du weißt wie du solchen Fragen auf humorvolle Art und Weise entgegenwirkst.

 

-"Findest du, dass das richtig ist?
"Nein, natürlich nicht. Aber wie sollte ich dich sonst so schön in Fahrt bringen?"

-"Warum kommst du so spät nach Hause. Ich habe die halbe Nacht auf dich gewartet."
"Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich überhaupt kommen soll."

Um nur eininge Beispiele zu nennen.

 

Übung macht hier den Meister.

Es geht auch darum die richtige Tonalität und die richtigen Formulierungen zu finden. Fakt ist. Hier nicht in Kampfrhetorik zu verfallen und sein Ego spielen zu lassen, sondern in humorvoller Art und Weise und mit Augenzwinkern auf Vorwürfe zu reagieren.

 

Tipp:

Wenn wir die alltäglichen Kommunikationsspielchen durchschauen, die uns das Leben schwermachen, dann können wir uns besser durchsetzen, diese Muster erkennen uns Ihnen die Macht über uns nehmen.

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Noch eine schöne Zeit.

Dein

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Written by garystuetz

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