Drei Dinge – große Wirkung!

 
 
Stimme und Angst

Stimme und Nervosität.

Ich habe mich auf eine Moderation vorbereitet. Es waren für mich wichtige Personen im Publikum. Das erhöht die Nervosität, die Stimme ist angespannt. Out of Order würde ich das mal nennen. Aber nicht mit mir.

 

Was kann ich dagegen machen?

Den Druck den ich mir selber aufgebaut habe, der musste wieder raus. Am besten mit Tiefenatmung. Runter atmen, ruhiger werden, überflüssige Luft rauspressen, die innere Ruhe finden.

Eine sehr effiziente Übung. Immer wenn du merkst, du bist nervös, weil vielleicht ein nerviger Kunde anruft,  du eine Rede halten sollst, der Chef, sofern du nicht dein eigener bist nervt, dann suchst du dir einen ruhigen Ort, wo du ungestört bist.

Nimm dir die Zeit und stelle dich ganz locker hin. Normal stehen, nicht Habt acht wie beim Bundesheer. Die Beine sind hüftbreit. Alles ist ganz locker, der Mund, die Wangen, die Lippen, die Schultern hängen entspannt. Alles ausschütteln.

Schließe die Augen und atme ganz ruhig ein – und wieder aus. Wenn du die Augen nicht schließen möchtest, dann sieh einfach auf den Boden. Ganz ruhig durch die Nase ein –und durch den Mund wieder ausatmen.

 

Stelle dir eine imaginäre brennende Kerze vor deinem Mund vor. Beim Ausatmen darf die Flamme nicht erlöschen!

 

Atme ganz ruhig ein –und wieder aus. Mit jedem Atemzug spürst du, wie du immer ruhiger und ruhiger wirst. Warte nach de Ausatmen mit dem Luftholen so lange, bis sich der Körper von ganz alleine die neue Atemluft holt. Alles geht von ganz alleine, ganz locker.

Mit dieser Übung wirst du ganz schnell ruhiger. Das hilft dir um sicher und selbstbewusster agieren zu können. Ich verwende sie ganz gerne wenn es für mich stressig wird.

 

Oder:

Stelle dir vor, du sollst eine Luftmatratze aufpumpen. Dafür gibt es einen Blasebalg. Denke an deinen Urlaub. Womit hast du deine Luftmatratze aufgepumpt? Dafür gibt es so ein Gerät mit einem kleinen Schlauch daran. Zwischen Ober –und Unterteil ist der Luftstauraum. Da geht nicht mehr hinein und auch nicht hinaus.

So ähnlich ist unser Zwerchfell aufgebaut. Wie ein Blasebalg. Nur manchmal atmen wir zu viel Luft ein, etwa beim Sport oder wenn wir nervös sind. Die überschüssige Luft muss raus!

 

Und das geht so.

Stelle dich gerade und  locker hin. Und nun presst du die ganze Luft die du in dir hast, heraus. Wie bei dem Blasebalg. Aber bitte, ganz locker. „Fffffft.“

 

Wichtig dabei ist das Abspannen mit "t"!  „Fffffft“.

 

Oder du legst einen Finger an den Mund, so als ob du jemanden mitteilen möchtest er soll ganz ruhig sein. Wie im Theater oder Kino, wenn die Vorführung schon begonnen hat. „Pssst, psssst“. Wichtig dabei ist wieder das „t“ am Ende. Das nennt man das reflektorische Abspannen. Das machen wir jetzt gemeinsam. "Pssst, psssst“.

Alles raus. Und wenn du denksts das war’s. Nein da geht noch was. Bis zum bitteren Ende.

 

Was noch?

Und da die sehr empfindlichen Stimmlippen gut behandelt werden wollen, machen wir das auch, indem wir genügend trinken. Vor allem vor längerem Sprechen sind kalte und zuckerhaltige Getränke sowie Kaffee zu vermeiden.

 

Warum?

Weil sie Magensäurereizend sind und die Schleimhäute austrocknen. Dazu gehören auch Nikotin, Alkohol, Süßigkeiten und Pfefferoni. Zu viel Milch hingegen verschleimt die Schleimhäute. Auch nicht gut.

Ebenso wenn’s geht, sprechen gegen Lärm vermeiden. Aber das kennst du ja selber, wenn´s laut um einen rum ist. In einem Lokal zum Beispiel. Die Musik, die anderen Gäste, oder auch Straßenlärm usw. Nach einer gewissen Zeit wird die Stimme kraftlos und das Sprechen wird anstrengend.

 

Bitte nimm Stimmprobleme ernst.

 

Vor allem bei stimmintensiven Berufen kann es zu Funktionsstörungen kommen. Die Empfehlung der Stimmexperten gegen den berühmten Frosch im Hals! Eine wohltuende Teemischung aus Lindenblüten, Holunderblüten, Hagebutten, Spitzwegerich und Malvenblüten gegen Halskratzen, oder belegter Stimme.

Besserung bringt Stimmschonung.

 

Wann warst du das letzte Mal beim Zahnarzt?

Für viele Menschen ist das oft eine emotionale Ausnahmesituation, viele haben große Angst vor einem Zahnarztbesuch. Du liegst auf dem Rücken, bist dem weißen Riesen der sich da über dich beugt völlig ausgeliefert.

Wir sind körperlichen und emotionalen Anspannungen ausgeliefert und dieses Angstgefühl wirkt sich auch auf unsere Sprechstimme aus. Eine angenehme Stimme hingegen, weckt auch Empathie.

Dein Gegenüber, deine Zuhörer, Mitarbeiter, Kunden oder Schüler, hängen viel mehr an deinen Lippen und hören aufmerksamer zu wenn deine Stimme kraftvoll, melodiös, raumfüllend, auch einfühlend ist, als wenn sie langweilig und monoton klingt.

Ein freundlicher und verständnisvoller Stimmklang darf auch nicht künstlich produziert werden, sondern muss gefühlt sein. Mit Gefühl in deiner Stimme erzeugst du beim Gegenüber Emotionen.

 

Das richtige Tempo, Pausen und Modulation. All dies spielt eine große Rolle beim Sprechen.

 

Die Stimme soll authentisch und ehrlich sein und diese Ehrlichkeit erzeugt dann auch im Stimmklang jene Frequenzen, die sich ausgleichend und harmonisierend auf Ihre Zuhörer auswirken.

 

Das Ziel jedes Sprechers sollte daher sein:

Klar und deutlich zu sprechen, die richtige Sprechgeschwindigkeit finden, d. h. nicht zu schnell und nicht zu langsam sprechen, auf die richtige Aussprache kommt es ebenso an wie die richtige Sprechform. Punkte, Beistriche, Rufzeichen beim Sprechen beachten.

All dies kann man lernen. Denn unsere Stimme ist ein Instrument. Wenn diese Faktoren alle zusammenwirken bekommst auch du mehr Voice Power.

 

Denn - Stimme reagiert immer

 

Und wenn dir mein Podcast gefällt, bitte ich dich um eine positive Rezession auf iTunes. Dafür bin ich dir sehr dankbar.

Noch eine schöne Zeit.

Dein

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Written by garystuetz

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