Ein kleines Dankeschön an dich.

 
 
Stimme und Weihnachten

Deine Weihnachtsgeschichte

Monika saß an ihrem Schreibtisch vor dem aufgeklappten Laptop, mit einer großen Menge Papier um sie herum. Das sollte noch alles bearbeitet werden. Monika war gedanklich jedoch weit weg von der Arbeit. Sie starrte aus dem Fenster, beobachtete den grauen Himmel und die Landschaft draußen, die langsam aber sicher in der Dämmerung versank.

Die Obstbäume haben schon lange ihr schönes Sommerkleid verloren und stehen jetzt kahl im Garten. Die schwarzen Äste strecken sich in den tristen Himmel. Sie sieht eine Amsel die alleine vor ihrem Fenster hüpft und auf der Suche nach Nahrung ist. Vielleicht ist ja noch das eine oder andere Insekt vom Sommer übriggeblieben und hat sich unter das modrige Laub zurückgezogen.

 

Monikas Kopf scheint zu platzen, so viele Gedanken schwirren herum. Sie kann sich einfach nicht konzentrieren. Sie ist nicht bei der Sache. Das macht heute keinen Sinn mehr, dachte sich Monika und klappte resignierend den Laptop zu und holte sich in der Küche eine Tasse Kaffee. Vielleicht hilft der, dachte sie sich, um wieder in Schwung zu kommen.

Der Sommer war viel zu kurz. Er war zu nass und zu kühl. Kaum hatte er begonnen zog schon wieder der Herbst ins Land. Auch der November zeigte sich in seinem grauesten Kleid. Das Jahr verging viel zu schnell, und in einigen Tagen ist schon wieder Weihnachten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja, Weihnachten…Die besinnliche Zeit. Wirklich. Diese Zeit ist eher geprägt von Stress und Hektik. Monika ist überhaupt nicht nach Weihnachten. Es ist zu viel geschehen, in diesem Jahr. Sie hatte sich von Manfred nach 6 Jahren glücklicher Beziehung getrennt.

Aber, war sie wirklich noch glücklich. In den letzten 2 Jahren haben die beiden sehr viel gestritten. Auch die wenigen gemeinsamen Stunden waren eher ein Schweigen als ein gemeinsames Ich.

 

Monika vermisste die gemeinsamen Ausflüge und einfühlsamen Gespräche mit Manfred. Durch seinen geschäftlichen Erfolg hat er sich geändert und sich von ihr mehr und mehr entfernt. Das brachte Monika oft an den Rand der Verzweiflung.

Sie war ein sehr gefühlvoller und einfühlsamer Mensch. Sie nahm sich alles sehr zu Herzen. Und diese Trennung hat sie in ein großes und tiefes Loch fallen lassen. Die Trennung ist jetzt 5 Monate her. Sie hat viel darüber nachgedacht, was passiert war und wie bzw. warum alles so gekommen ist. Sie hatte Manfred doch bei allem immer unterstützt und auch gefördert. Ist seinen Weg mit ihm gegangen.

 

Monika genießt ihren Kaffee und spürt auch sofort die Wärme des schwarzen Goldes. Sie zündet die Kerzen an und macht es sich auf ihrem gemütlichen Sessel bequem.

 

 

Mittlerweile ist aus der Dämmerung Dunkelheit geworden. Die Lichter in den Häusern gehen an und die Nacht legt ihren Mantel auf die Erde. Monika liebt es, in ihrem Ohrensessel zu relaxen, hört dabei chillige Musik und das Zimmer wird von vielen Kerzenlichtern erhellt. Sie mag Kerzen. Viele Kerzen. Das macht ihre Wohnung heimelig und gemütlich.

 

 

 

In sich verloren hängt Monika ihren Gedanken nach, die vorüberziehen. Dabei fühlt sie Traurigkeit in sich aufsteigen. Ihre Augen beginnen zu glänzen. Eine einsame Träne sucht sich den Weg über ihre Wangen.

Sie war es eigentlich gewohnt, taff zu sein. Ihre eigenen Gefühle zu hinterfragen, sie im Griff zu haben.

Für Monika hatte alles im Leben eine Bedeutung, ganz gleich welcher Art. Sie ist ein Mensch der immer etwa dazu lernen möchte. Sich weiterentwickeln. Für sie ergab immer alles einen Sinn. Nur nach dem Sinn der Trennung suchte sie noch. Im Laufe der Zeit hatte sie gelernt gelassener mit den Dingen des Lebens umzugehen. Aber immer klappt das nicht. Jetzt war sie wieder alleine. Wie sollte sie Weihnachten ohne Manfred feiern.

 

Wie sollte sie diesen für sie so wichtigen Tag überstehen?

Auch das Verhältnis zu ihrer Mutter war nicht ganz ungetrübt. Sie liebten sich zwar, jedoch wurde das tägliche Leben in ihrer Kindheit bestimmt von Querelen und Unverständnis auf beiden Seiten.

Aus dieser Situation heraus wurde Monika als sie älter wurde immer rebellischer. Manchmal gab es richtig Streit zwischen den beiden. Es eskalierte so manche Situation auf unerträgliche Weise. Das ging viele Jahre so weiter, auch wenn sich Mutter und Tochter dazwischen immer wieder versöhnten. Monika genehmigte sich noch eine Tasse Kaffee und hing ihren Gedanken nach.

Sie ließ ihr Leben im Geiste vorüberziehen.

 

War das alles? War das die Erfüllung im Leben?

Gab es zwischen ihrer Mutter und ihr denn überhaupt keine Chance mehr auf ein harmonisches Mutter Tochter sein? Wie oft hatte sie selbst in der letzten Zeit geweint über die Streitigkeiten und auch das Verhalten ihrer Mutter gegenüber. War das immer alles Rechtens? Monika ist eine sehr emotionale Frau. Und in vielen Dingen hat sie sicherlich überreagiert.

Ach, Mutter! Ich möchte einfach nur in den Arm genommen werden. So wie damals als sie noch ein kleines Mädchen mit Zöpfen und einer Zahnlücke war. Monika fühlte noch mehr Tränen in ihre Augen schießen. Sie blinzelte und sah nach draußen. Mutter Erde schickte weiße Flocken vom Himmel. Es hatte begonnen zu schneien, ganz leise und sanft. Der Garten war in Dunkelheit gehüllt und durch die Lichter des Nachbarhauses sah sie, wie schöne weiche Flocken vom Himmel fielen.

 

Plötzlich wachte Monika aus ihren Gedanken Karussell auf. In ihre Traurigkeit mischten sich plötzlich Zuversicht, Klarheit und auch Erkenntnis, die sie förmlich beflügelte.

 

Schluss mit jammern. Raus aus der Opferrolle!

 

Monika wurde von dem Gefühl durchdrungen, ihre eigene Mutter zum ersten Mal ganz und gar zu verstehen, zu begreifen, was immer in ihr vorgegangen war. Auch sie selber hatte Schuld an diesen Unstimmigkeiten. Ihr wurde bewusst, dass jeder Mensch es selbst in der Hand hat, seine Situation zu ändern. Raus aus dem Ego. Denke und fühle mit dem Herzen.

Auch wenn der Andere etwas zu dir sagt, was du vielleicht nicht immer hören willst, so gehe nicht gleich in Abwehrstellung. Versuche mit dem Herzen zu verstehen und nimm nicht immer alles persönlich. Jeder Mensch hat seine eigene Meinung. Und urteile nicht über andere Menschen.

 

Monika erinnert sich an einen alten Indianerspruch. "Um über einen Menschen zu urteilen musst du erst eine Meile in seinen Mokassins gegangen sein." Wie wahr. Sie hatte sich immer verständnisvolle Gespräche mit ihrer Mutter gewünscht und ab und zu mal ein bisschen Gnade ihr gegenüber, das hatte Monika selbst doch ihrer Mutter auch nie gegeben, nie.

 

Wie oft hatte sie ihre „Mutter“ weinend zurückgelassen, weil Monika immer nur genervt und gestresst gewesen ist. Monika fühlte eine große Reue in sich. Denn bei aller Sensibilität. Monika hatte sich viel zu wenig die Mühe gemacht, sich in die Seele ihrer Mutter hinein zu fühlen.

Aber jetzt, wo sie wieder alleine ist, wo ihr vieles klar wurde. Jetzt kurz vor Weihnachten, spielte sich in Monikas Inneren fast so etwas wie eine Erleuchtung ab. Sie fühlt wie ihr Herz einen Sprung macht, Sie fühlt Lebendigkeit in sich aufsteigen.

Sie fühlt wie die Tränen einem Lächeln weichen. Monikas Traurigkeit und Melancholie lösten sich in diesem Moment auf.

Sie sendete im stillen ein Gebet in den Himmel und bedankte sich bei ihrem ganz persönlichen Engel. Sie sah auf und fühlte sich geborgen in all dem Kerzenlicht und der Wärme, die sie umgab.

 

Plötzlich fühlte sie sich weihnachtlich, sie spürte Freude und Zuversicht. Sie freute sich auf ein Weihnachtsfest mit ihrer Mutter.

 

Jetzt war der Zeitpunkt gekommen, ihre Mutter in den Arm zu nehmen und danke zu sagen. Jetzt konnte sich Monika auf die Festtage einstimmen.

Einem Impuls folgend, griff sie zum Telefon, um ihre „Mutter“ anzurufen und ihr vorzuschlagen, die Weihnachtsfeiertage gemeinsam zu verbringen.

 

 

 

Alles im Leben hat seinen Sinn. Manchmal braucht es nur gewisse Wegweiser um den Weg ins Herz zu finden.

 

Ich wünsche dir frohe Weihnachten, viele Geschenke und noch eine schöne Zeit.

Und wenn dir mein Podcast gefällt, bitte ich dich um eine positive Rezession auf iTunes. Dafür bin ich dir sehr dankbar.

Noch eine schöne Zeit.

Dein

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Written by garystuetz

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