Atemübungen und Atemtechniken für deine kraftvolle Stimme

Atemübung, Atemübungen, Atemtechnik, Atemtechniken, Atmung., AtemDie Stimme ist unsere „akustische Visitenkarte“. Mit der richtigen Atemübung und Atemtechnik wird deine Atmung (und auch dein Atem) kräftiger. Du erhältst dadurch eine wirkungsvolle Stimme. Und du tust mit den Atemübungen und Atemtechniken deiner Gesundheit etwas gutes.

 Warum helfen Atemübungen?

Die Stimme bilden bedeutet auch, sich seiner selbst bewusst zu werden. Damit erlangen wir

  • mehr Selbstvertrauen,
  • Glaubwürdigkeit,
  • Authentizität und
  • Sicherheit.

Vor allem von Frauen höre ich bei meinen Trainings immer wieder, dass sie teils große Probleme haben, wenn sie beispielsweise in einem Meeting vor einer Horde Männer sprechen müssen.

Mit fester und klarer Stimme, sicherem Auftreten, werden die Männer staunen, wie Frau plötzlich anders wirkt. Denn mit der Stimme verkaufen wir uns auch nach außen.

Die Stimme ist unser akustisches Aushängeschild.

Atemübung 1: Lippenflattern

Lippenflattern wie ein Pferd. (ppffffrrr).Atemübung zum Lockern der Sprechmuskulatur, Atemübungen, Atemtechnik, Atemtechniken, Atmung

Das lockert die Sprechmuskulatur.

Oder du versucht es mit der Zwerchfellgymnastik.

Das ist unser größter Atemmuskel und für die schonende und effektive Stimmerzeugung von großer Bedeutung.

Die Atemübung funktioniert folgendermaßen:

  • Ohne Anstrengung gleichmäßig in den Bauch hinein atmen.
  • Mache ein „sch-sch-sch-sch…“, wie eine „Eisenbahn“.

Wichtig ist, dabei nicht jedes Mal einatmen, sondern das Zwerchfell hebt und senkt sich nach jedem „sch“ automatisch ein wenig und sorgt so für genügend Atemluft.

Anfangs genügen 2-3 Einheiten der Atemtechniken. Du kannst diese Atemtechnik auch stundenlang machen, ohne einmal „richtig“ Luft holen zu müssen.

Atemtechnik: Die Stütze – Kontrollierte Atmung

Unser Kraftzentrum liegt im Bauch, das ist unterhalb des Nabels. Kennst Du den Ausdruck: Flankenatmung, Unterbauchatmung, Rückenatmung?

Die Sänger bezeichnen dies als „Stütze“, so wird die Atemtechnik beim Singen genannt. Denn auch beim Singen, ebenso wie beim Sprechen brauchen wir was? Eh klar – Luft. Und durch die Atemstütze wird diese bewusst kontrolliert und eingesetzt.

Dieses Stützen des Unterbauches ist wichtig. Denn da holen wir uns die Kraft, damit der Kehlkopf nicht nach oben rutscht und wir aus dem Hals sprechen. Denn dadurch werden wir heiser.

Was tun gegen Heiserkeit?

Die „Stütze“ bezeichnet die „Atemtechnik“ beim Singen. Zum Singen, ebenso wie zum Sprechen benötigt man Luft. Diese wird durch die Anwendung der Atemstütze bewusst kontrolliert und eingesetzt.

Es ist auch das kontrollierte Einsetzen der „Bauchmuskeln“, die so die Steuerung des Atemmuskels „Zwerchfell“ ermöglichen. Das ist notwendig um die Atmung, die Luft, die wir beim Singen verbrauchen, kontrollieren zu können, um die Stimmbänder kontrollieren zu können und zu entlasten. Und um Lautstärke zu erzeugen.

Die unbewusste Atemtechnik funktioniert mit dem Zwerchfell!

Man führt die Atmung über Anspannen der Bauchmuskulatur, angepasst an

 

die Menge der Luft, die man für die jeweilige Gesangspassage benötigt.

Es geht ja dabei vor allem um die aktive, muskulär und bewusst gesteuerte „Atmung beim Ausatmen“. Denn Singen kann man nur mit Luft beim ausatmen und da geht es darum möglichst wenig Luft zu verbrauchen.

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Atemübung 2: Blatt pusten

 

  • Nimm ein kleines Blatt Papier, halte es an die Wand oder an eine Tür.
  • Dann stell‘ Dich nah an das Blatt, so etwa mit 20 cm Abstand,
  • halte Deine Hand auf den Bauch,
  • lass das Blatt los während Du gleichzeitig mit dem Mund Luft gegen das Blatt bläst.
  • Jetzt fühlst Du wie Dein Bauch anspannt, sich nach außen drückt!

Je länger das Blatt an der Wand, also oben kleben bleibt, desto besser beherrschst Du schon Deine Atem Stütze.

Atemübung 3: SSSSssssss Atem

Oder, Du kannst auch mal ganz tief Luft holen und deinen Atem dann mit einem kleinen weichen „s“ rauslassen. Dabei geht es darum, das möglichst lange zu tun! Du kannst auch einmal die Zeit messen und, je öfter man das übt desto besser wird man, aber bitte nicht so oft hintereinander.

Ziel ist es, die Atemtechniken bzw. die Stütze perfekt zu beherrschen, denn sie ist ein wichtiges Anliegen im Gesangsunterricht und hilft dann auch im täglichen Leben.

Viel Erfolg bei den Atemübungen!

…mehr dazu auf meinem Podcast

Written by garystuetz

3 Comments

Ulrike Knauer

Eine gute Stimme erzeugt automatisch Wirkung. Egal ob beim Vortrag, im Verkauf oder am Telefon. Daher danke für diese Tipps und diesen Blog.

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