Komm´ zur Sache!

 
 

Kennst du das auch?

Du sitzt in einem Meeting oder Vortrag und der Sprecher hört einfach nicht auf zu quatschen. Immer wieder holt er weit aus und kommt einfach nicht auf den Punkt. Die Meeting Kultur besagt, dass ein halber Arbeitstag pro Woche durch ein Meeting einem Unternehmen verloren geht.

 

In einem Monat sind das 2 volle Tage.

 

Das kostet einem Unternehmen viel Geld und dir Zeit und Nerven.

Warum ist das so?

Mancher hört sich selber gerne sprechen. Das nervt den Zuhörer und du verlierst auch die Aufmerksamkeit deines Gegenübers, wenn du es nicht auf den Punkt bringst. Die Botschaft geht verloren, kommt nicht an. Weil es eben zu viele und teils unsinnige Information sind, die da rüberkommen.

Denke da mal an deinen Computer. Du kannst die Festplatte komprimieren. Irgendwann hat eine Festplatte kaum noch freie Speicherkapazität.

Was passiert dann?

System- und Fehlermeldungen häufen sich. Wenn du die Festplatte komprimierst gewinnst du wieder Speicherplatz.

Naja ähnlich ist es bei unseren Sprechern, die nicht auf den Punkt kommen. Die gehören auch ich möchte nicht sagen komprimiert, jedoch in die Schranken gewiesen. Höflich. Eine kleine Redepause abwarten und dann eine Frage stellen. Schon wird der Redefluss unterbrochen und unser Gehirn kann Informationen wieder besser verarbeiten. Also wir koprimieren jetzt bildnerisch gesehen unsere Festplatte, ergo unser Gehirn.

Bei einem Redeschwall von mehr als 15 Wörter sollst du eine Pause machen. Das hörst du immer wieder in einer meiner Folgen, weil es so wichtig ist.

Warum ist es wichtig?

Sonst geht die ganze Information verloren. Wie man so schön sagt. Unser Gehirn nimmt nur einen gewissen Teil auf, der Rest geht quasi verloren. Daher. Mut zur Pause und bringe es auf den Punkt!

Damit kommen wir jetzt zum Punkt.

Die Satzmelodie entscheidet über Ihre Wirkung. Wer andere überzeugen möchte, muss auf den Punkt kommen.

Auf den Punkt gebracht

Wie geht das?

Wie wir anfangs schon gehört haben, geht es darum ein Ende im Text zu finden. Also kein langes herumreden mehr.

Nimm eine Zeitung.

 

Du hast eine Headline und dann den Text, also die Information. Meist in Abschnitten unterteilt. Denke an unser Gehirn. Nicht alles auf einmal. Step by Step, sonst kommt es nicht mehr mit.

 

Punkt eins.

  • den Inhalt kurz und verständlich zusammenfassen

 

  • Punkt zwei.am Ende eines Satzes einen hörbaren Punkt machen. Am Ende einer Aussage, ist die Stimme am tiefsten. Also runter damit.

 

In der Praxis sieht es oftmals ganz anders aus. Es geschieht oft das Gegenteil. Die Stimme bleibt hoch, klingt wie eine Frage, statt nach unten zu gehen. Damit kommst du nicht zum Schluss. Und bei sogenannten Vielrednern passiert das. Sie wissen nicht wann es genug ist und kommen daher zu keinem Ende.

 

Daher: Vorsicht, wenn die Stimme immer nach oben geht

Es wirkt unsicher und stockend, wenn die Satzmelodie falsch eingesetzt wird.

 

Im folgenden Beispiel bleibt die Stimme immer oben hängen:

„Mein Name ist Klaus Wagner…, ich bin 43 Jahre alt…, ich beschäftige mich mit Softwareergonomie…, das heißt, ich mache Anwendungen für den Benutzer intuitiv bedienbar…, meine Firma hat Kunden vor allem im Schulungsbereich… und ja, ursprünglich komme ich aus Berlin und wohne jetzt bei Stuttgart… in meiner Freizeit fahre ich Rennrad… na ja, das wars erstmal zu mir.“

Als Zuhörer möchte man ihm wünschen: Kommen Sie auf den Punkt, Herr Wagner!

Jetzt darfst du für dich selber entscheiden. Wie gehts kürzer? Die Auflösung hörst du später.

Damit komme ich zu den sogenannten Vielrednern!

Achtung Vielredner: Jetzt mach mal einen Punkt.
Auch diese hören des Öfteren: Jetzt mach mal einen Punkt.

Daher:

Gewöhnen dir an, Kernaussagen kurz und bündig mit der richtigen Satzmelodie zu sprechen.

 

Punkt. Pause. Schluss.

 

Wer also Wert darauf legt, sicher, kompetent und strukturiert beim Gegenüber anzukommen, sollte auf seine Satzmelodie achten. Vorbereitung hilft!

Mache viele kurze Sätze. Senke deine Stimme am Ende jedes Satzes. Punkt. Pause.

Der tiefste Ton ist ein Schlusssignal für Ihre Hörer. Die wissen jetzt: Der Satz ist beendet. Dieser Gedanke ist abgeschlossen.
Fehlt dieses Schlusssignal in der Satzmelodie, fragt sich dein Gegenüber:

Kommt noch etwas? Stimmt das? Weiß er/sie nicht weiter? Also bringe es auf den Punkt.

Es gibt hier einige Übungen, die helfen.

Nimm dich selber auf und höre dir selber zu.

Einfach mit dem Smartphon. Reinsprechen und am nächsten Tag hören. Aber bitte wirklich kritisch hinhören. Blöd wirds nämlich dann, wenn du das jetzt auch ganz toll findest. Da rate ich dann, die Aufnahme deinem Partner, Bekannten oder Kollgegen vorzuspielen, was diese bzw dieser dazu meint.

Denn Selbstdarstellung oder Selbstbeweihräucherung, wie toll ich doch bin, sind fehl am Platz. Geschieht leider immer wieder.

Eine Minute lang reicht bei der Aufnahme. Nimm dir einen Text den du selber schreibst, vielleicht den Vortrag von deinem Meeting oder Präsentation. Nimm einfach eine Situation, in der du dich einem neuen Kollegen, einer neuen Geschäftspartnerin vorstellst. Das ist das einfachste. Was sagst du da gewöhnlich?

Am nächsten Tag hörst du dir die Tonaufnahme an. Erkenne.

Bringst du es auf den Punkt? Oder bleibt die Stimme oben hängen?

So schulst du deine Wahrnehmung und trainierst so das überzeugende Reden auf den Punkt.
Und, man wird dir dann gerne zuhören, du kommst besser bei deinem Gegenüber, deinen Zuhörern an. Und es macht dir auch viel mehr Spass, weil du Aufmerksamkeit erzeugst. Du bist erfolgreich, bei dem was du sagst.

Naja, kommt jetzt natürlich auch auf den Inhalt an.

Es gibt ein wunderschönes Zitat vom französischen Schriftsteller Jean Cocteau. Das bringt es auf den Punkt.

 

„Stil ist die Fähigkeit, komplizierte Dinge einfach zu sagen – nicht umgekehrt.“

 

Wenn es dir gelingt, selbst komplexe Sachverhalte klar, kurz und präzise zu formulieren, dem hört man gerne zu und schenkt ihm seine Aufmerksamkeit. Vor allem im beruflichen Kontext, in der beruflichen Kommunikation ist es oftmals erforderlich, seine Anliegen deutlich und knapp zu formulieren. Zum einen, weil wir uns Gehör verschaffen wollen und zum anderen, eben wie wir eingangs schon gehört haben. um die Zuhörer nicht mit zu vielen Worten zu überfordern.

Wenn du etwas trainierst, wird dein Kommunikationsverhalten wirksamer, Missverständnisse werden seltener und du bist zukünftig in der Lage, deine Interessen präzise, fokussiert und nachhaltig zu artikulieren. Weil du es auf den Punkt bringst.

Versuche es doch mit Leseübungen. Ein Beispiel hast du schon gehört. Das von Klaus Wagner.

Hier die Version wie du es auf den Punkt bringst.

„Mein Name ist Klaus Wagner…, ich beschäftige mich mit Softwareergonomie…, das heißt, ich mache Anwendungen für den Benutzer intuitiv bedienbar…, meine Firma hat Kunden vor allem im Schulungsbereich.

Wie gefällt dir das jetzt?

Kurz und knackig wie wir beim Radio immer gesagt haben. Auf den Punkt gebracht! Mehr brauchst du nicht. Die Gefahr liegt nämlich darin, dass wenn du hier mehr sagen würdest es sein kann, dass du dich  komplett verzettelst, den Faden verlierst. Weil du kein Ende mehr findest.

Daher:

 

Sei klar und präzise in deiner Kommunikation

 

  • Durch mehr Klarheit in deinen Aussagen erreichst du deine Ziele direkter und wirksamer
  • Du formulierst Inhalte präzise und prägnant – ohne irgendwelche Umwege, Umschweife und Floskeln
  • Du lernst den Blickwinkel deiner Zuhörer einzunehmen
  • Du optimierst deine Kommunikation, schaffst Aufmerksamkeit, wirst gehört

Wir drücken uns mit unserer Stimme sowie mit der Art wie wir sprechen aus. Dazu gehören auch alle Aspekte der Körpersprache und Sprechkultur. Diese vermitteln unserem Gegenüber zahlreiche, entscheidende Informationen wie

  • Formulierungen,
  • Gestik,
  • Mimik,
  • Betonung,
  • Pausen und
  • Sprachmelodie

Das alles wirkt!

Sei dir bewusst. Wir kommunizieren immer. Auch ohne zu sprechen. Mit unserer Körperhaltung beeinflussen wir unser Sprechen. All dies können wir trainieren. Wie beim Sport. Muskeln können wir steuern – Muskeln können wir trainieren. Und Sprechen ist Muskelarbeit.

Wenn du erfolgreich sein möchtest, deine Stärken stärken, ist ein Stimmtraining und Sprachtraining empfehlenswert. Auch Körpersprache und Präsenz gehören dazu.

Ich habe immer wieder Kunden, die sich im Einzelcoaching für einen Vortrag, Rede, Präsentation vorbereiten. Mir macht das Spass, gemeinsam zu arbeiten. Denn ich gebe meine vielen Tipps und Tricks weiter und ich sehe im Laufe des Coachings den positiven Effekt, die Verbesserung und Sicherheit die erreicht wird.

Erst neulich hatte ich wieder so einen Kunden. Er hat sich für einen Vortrag vorbereitet. Vor 800 Menschen zu sprechen! Also da würde ich auch ordentlich nervös sein. Und er macht das vor so vielen Menschen das erste Mal. Respekt!

Da gehört jedoch viel Vorbereitung und viel Training dazu. Wir haben an seinem Einstiegssatz gearbeitet, wie du weißt ist der erste Eindruck der Wichtigste. Dann habe wir am Inhalt gearbeitet. Und haben viel Unnötiges gestrichen. Füllwörter, Sätze die überflüssig sind, usw..

 

Wir haben es auf den Punkt gebracht.

 

Den Rest muss er jetzt selber bewältigen. Aber das schafft er. Denn er hat jetzt ein Tool mit dem er üben kann.

 

Damit auch du es auf den Punkt bringst, habe ich etwas für dich. Das Hörbuch, "Entspannter sprechen als Obama" und den "Kommunikations Spray."

 

Und wenn dir mein Podcast gefällt, bitte ich dich um eine positive Rezession auf iTunes. Dafür bin ich dir sehr dankbar.

Noch eine schöne Zeit.

Dein

Präsentieren sicher sprechen besser wirken
 
 
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Written by garystuetz

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