So ist Bühne!

Am Wochenende habe ich auf einer Convention moderiert. Natürlich mache ich mir im Vorfeld Gedanken, wie beginne ich, wie schaffe ich Aufmerksamkeit, wie moderiere ich.

Damit komme ich mal wieder zur Vorbereitung. Viele glauben ja, dass ich als Profi da so locker vom Hocker auf die Bühne gehe, weil ich es zum einen gewohnt bin und zum anderen der Profi bin. So ist es nicht.

Ich mache mir ja schon 14 Tage vor der Veranstaltung in die Hosen. Naja jetzt nicht so schlimm. Aber ich bin im Vorfeld schon nervös. Mache mir viele Gedanken, wie ich die Moderation anlege, usw.

 

Nervosität macht sich auch bei mir breit. Demensprechend wichtig ist mir dann vor Ort auch die Vorbereitung mit der Technik. Wie sieht der Saal, die Bühne aus. Als erstes gehe ich einmal zum Techniker und begrüße diesen. Gebe ihm meinen Opener. Ich gebe ihm ein File, dass sich der Techniker auf seine Tonanlage lädt. Also die Anfang- bzw. Erkennungsmelodie.

Kann ich dir nur empfehlen, so einen Opener. Kommt natürlich auf die Veranstaltung an. In diesem Falle passt ein Opener. Denn dadurch weiß jeder, Publikum, Techniker, Crew und auch du selber. Jetzt gehts los. Jetzt gibt es kein Zurück mehr.

Ich bespreche also mit dem Techniker noch einmal die Einzelheiten, wie und wann ich auf die Bühne komme. Dann wird meist vom Lichtmann das Bühnenlicht exakt eingestellt. Muss ja auch passen, denn der Moderator ist der Erste der die Bühne betritt.

Daher:

 

Sei dir dessen bewusst. Alle Augen sind auf dich gerichtet, der erste Ton sowie der erste Satz muss stimmen!

Denn nur so schaffst du 100%ige Aufmerksamkeit. Wenn das nicht von Beginn an stimmig und professionell ist, dann hast du leider verloren.

Denn für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance!

Und jetzt komme ich zu einem weiteren wichtigen Punkt!

 

 

 

Ich werde immer ganz ja teilweise etwas schroff, wenn ich bei meiner Vorbereitung im Vorfeld gestört werde. Also ich probe meist mit dem Mann vom das Opening, die Bühne wird ausgeleuchtet, ich übe nochmals meinen Auftritt. Da ist die Saaltür geschlossen.

Da möchte ich meine Ruhe.

Es passiert leider immer wieder, dass plötzlich die Tür aufgeht, es kommen die ersten Neugierigen oder Vortragenden herein die sich umsehen möchten. Vielleicht mit dir noch plaudern. Ich meine das auch nicht böse, wenn mein Tonfall etwas schroffer ausfällt.

Ich bin da in meinem Tunnel, wie es bei Sportlern so schön heißt. Ich bin voll konzentriert. Da holt mich jede Unterbrechung wieder aus meiner Konzentration.

Das Gleiche gilt backstage in der Garderobe. Türe geht auf, irgendjemand kommt herein. Auch so etwas stört dich bei der Vorbereitung.

Mein Tipp:

Sorge dafür, dass du bei deiner Vorbereitung ungestört bist, ziehe dein Ding durch, denn wenn du, der ja als erster die Bühne betritt, alles schon geklärt und geregelt hat, dann bist zumindest du schon mal auf der sicheren Seite.

Also bei mir ist es so. Danach bin ich entspannter. Kann noch mit der einen oder dem anderen plaudern, oder in Ruhe meine Moderation, Vortrag, Einstieg durchgehen. Das mache ich meist an einem ungestörten Ort.

Wie du ja jetzt weißt, auch ich nervös bin. Daher suche ich mir immer einen Platz wo ich Ruhe habe.

 

Weg vom Trubel.

 

Das wird mir zu viel, zu anstrengend. Da werde ich unrund, wie man so schön sagt. Das ist für mich noch stressiger.

Rund 10 Minuten vor Beginn, ist für mich dann wirklich Schluss mit lustig. Da ziehe ich mich in den backstage Bereich zurück. Fokussiere mich noch einmal, wärme mich auf und warte auf den Beginn. Dann heißt es. Schluss mit lustig, jetzt gilt es.

Wie beim Radio. Du bist "On Air". Das rote Licht ist an.

Jetzt wird es spannend für mich. Bringe ich das auch auf die Bühne, ans Publikum was ich mir so eingelernt habe. War ich richtig vorbereitet. Und kommt es bei meinem Gegenüber auch an?

Du merkst es in dem Moment, wo du die Bühne betrittst und du die Reaktion deines Publikums spürst. Daher versuche ich immer auch gleich, meine Zuhörer zum Lachen zu bringen. Denn Humor verbindet.

Mit Humor schaffst du gleich eine gute Atmosphäre. Das entspannt alle Anwesenden. Und dir nimmt es den Druck. Das ist wie ein innerliches Durchatmen. Tut ungemein gut. Weil ich weiß.
Yes. Hat mal wieder geklappt. Alles richtig gemacht.

Vielleicht kennst du das ja. Der innerliche Druck fällt etwas ab. Danach geht alles viel leichter. Ich weiß, wenn ich meine erste Minute, also meinen Einstieg bravourös gemeistert habe, dann wird der Tag, Abend, die Moderation gut verlaufen. Zumindest von meinerseits.

Was die anderen auf der Bühne machen betrifft mich nur sekundär. Mir ist immer wichtig, dass ich mein Ding richtig rocke.

Damit komme ich auch gleich zum Opener. (Im Audiofile hörbar)

Wie du anfangs gehörst hast, habe ich eine Convention moderiert. Mit vielen Speakern. Und die sind ja einiges gewohnt. Also habe ich mir im Vorfeld gedacht, ich mache es anders als die Anderen. Ich möchte einen Aha Effekt erzeugen. Und mit einem Opener kann man das auch durchaus schaffen, vor allem wenn du mit AC/DC und TNT loslegst.

Dieses Mal hatte ich eine sehr liebe Kollegin als Moderatorin an meiner Seite. Es war also eine Zweiermoderation. Ist wirklich sehr cool. Und auch entspannend. Denn einer der beiden kann immer etwas durchatmen.

Bei meiner Moderationskollegin hatte ich richtig Glück. Wir haben uns persönlich erst einen Tag vor der Veranstaltung kurz kennengelernt. Und vorher haben wir ungefähr 5-mal telefoniert. Also keiner wusste wie es On Stage wird.

Nein stimmt nicht wirklich.

Als wir das Allererste Mal miteinander telefonierten, habe wir auf Anhieb gewusst. Yes, das passt. Ist wie bei Musikern. Wenn’s passt, dann passt es!

Hier unsere Geschichte.

Als ich erfahren habe, dass ich diesen Event moderieren soll, wurde mir auch gleich mitgeteilt. Gary du bist nicht alleine, du moderiert mit Caro. Oh habe ich mir gedacht. Wer ist diese Caro. Woher kommt sie, was kann sie, usw.

Nachher, als wir uns persönlich getroffen haben, hat sie mir erzählt. Sie hat ebenso gedacht. Wer ist dieser Gary, was kann er, usw.

Aber gleich als wir das erste Mal miteinander telefoniert haben, gleich nach den ersten paar Worten, haben wir beide gewusst. Das ist stimmig. Wir zwei rocken das Ding! Und das entspannt ungemein.

Wie ging es dann weiter?

Meine Idee war, diese Moderation etwas anders zu machen, etwas spannender, lustiger, aufregender. Mit mehr Aha Effekten. Ich habe ihr meine Ideen mitgeteilt und Caro sagte immer wieder. Passt.

Mir fallen dann auch vor einem Event viele Dinge ein. Die gehe ich im Kopf durch, manchmal trainiere ich sie vor meiner imaginären Publikumswand zu Hause und dann klappt das auch.

Vielleicht fragst du dich jetzt.

Was ist eine imaginäre Publikumswand?

In der Vorbereitung trainiere ich zu Hause meinen Ablauf. Sei es für eine Moderation, ein Seminar, einen Vortrag. What ever. Ich stelle mir mein imaginäres Publikum vor. Wie ich die Bühne betrete, wie ich mich positioniere, wie ich wirke. Meine Gesten, meine Haltung. Ich trainiere meinen Einstiegssatz. Und da ist es hilfreich, wenn du dich auch mental auf den ersten Eindruck vorbereitest. Immer wieder. Mit Opener.

Hier der Ablauf.

Opener läuft. In Gedanken sehe ich mich Backstage. Ich betrete die Bühne. Vor mir mein imaginäres Publikum. Jetzt kommt mein Satz. Mein Einstieg. Das übe ich ein paar Mal. Dadurch wird auch die Nervosität reduziert. Weil du dich ja mental vorbereitet hast.

Zurück zu unserer Moderation.

Das gute war, dass Caro auch ein Bühnenprofi war. Sie war Entertainerin auf einem großen Schiff, Schauspielerin und Sängerin. Wir beide waren quasi eins auf der Bühne. Und das hat auch dementsprechend gewirkt. Wir hatten für jeden einzelnen Speaker Stichwörter vorbereitet, haben uns kurz vorher abgestimmt wie wir diesen anmoderieren und haben es dann live umgesetzt.

 

Also Standup Moderation.

 

Hat richtig Spaß gemacht. Denn es war echt. Und das hat auch das Publikum gemerkt. Echtes Entertainment. Singen, moderieren, etwas schauspielern. Das macht richtig Spaß. Dementsprechend positiv sind dann auch die Reaktionen ausgefallen. Daumen hoch, wie man so schön sagt.

Jetzt hast du einen Einblick bekommen, wie bei mir eine Moderation abläuft, wie ich mich vorbereite. Wenn du Fragen dazu hast, Tipps brauchst, melde dich einfach. Ich bin gerne für dich da.

Oder du hörst dir mein Hörbuch an. Hier findest du auch viele wertvolle Tipps und Tricks um deine Stärken noch mehr zu stärken.

 

Und wenn dir mein Podcast gefällt, bitte ich dich um eine positive Rezession auf iTunes. Dafür bin ich dir sehr dankbar.

Noch eine schöne Zeit.

Dein

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Written by garystuetz

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