Aufwärmen und Überzeugen

Auch der Doktor wärmt sich auf.

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Als Valentino Rossi Fan habe ich natürlich wieder die Rennen der Moto 3, Moto 2 und Moto GP gesehen. Es ist wirklich unglaublich was die Jungs da auf die Piste zaubern. Vor allem diese Kontinuität die Jorge Lorenzo abgespult hat. Wie ein Uhrwerk. Runde für Runde fast exakt die gleichen Zeiten. Ganz großes Kino.

Und bevor es so richtig zur Sache geht, gibt es die Warm Up Runde. Enorm wichtig, dieses Aufwärmen. Nicht nur für die Fahrer, auch für Material und vor allem Reifen. Ebenso wichtig ist es für Menschen dir regelmäßig und viel Sprechen müssen. Beispielsweise Telefonisten, Lehrer, usw.

Auch hier wäre Aufwärmen eine gute Übung um beim Sprechen auch gehört zu werden. Ich erwähne es immer wieder, weil es so wichtig ist. Wir sind mundfaul, das Kiefergelenk ist zu. Kannst du dich noch an die Übung mit dem Daumen erinnern? Einen Finger ans Kiefergelenk geben, es ist geschlossen. Einen Daumen in den Mund geben, Kiefergelenk ist offen. Und genau diesen Raum benötigen wir zum erfolgreichen Sprechen.

Damit die Botschaft, der Inhalt beim Gegenüber auch klar und deutlich ankommt! Ähnlich wie bei den Sportlern. Ohne Aufwärmen gehts ins Kiesbett. Daher habe ich heute für dich wieder wertvolle Tipps in dieser Folge. Wie Spitzensportler ihre Muskulatur trainieren, entsteht auch die Stimme durch Muskelarbeit. Und Muskeln sind bekanntlich erweise trainierbar. Daher wäre eine Regelmäßigkeit des Übens wichtig.

Ich arbeite gerade an meinem Online Kurs, wo du viele solcher Tipps und Tricks erfährst. Dauert jedoch noch etwas. Gut Ding braucht Weile. Und in diesem Kurs gebe ich dir die besten Tipps von der Praxis für die Praxis mit. Ebenso wie in meinem Podcast. Nur im Video siehst du die Übungen auch, wie es gemacht wird.

Bei Stimmübungen geht es meist um Spannungsregulierungen. Und ich habe letztens auch wieder bemerkt, dass meine Stimme etwas geschwächelt hat. Warum? Weil ich vor einer Präsentation etwas nervös war.

Nehmen wir einmal an unsere Stimme, Sprache und alles was so dazugehört ist wie ein Auto aufgebaut. Wir brauchen, Karosserie, Motor, Getriebe, Treibstoff, Reifen, Lenkrad. Wenn wir das jetzt auf unsere Stimme umsetzen, benötigen wir für ein optimales Zusammenspiel Gas, Kupplung, sowie Getriebe. Wir versuchen einen klaren, lockeren und resonanzreichen Stimmklang zu erreichen. Dadurch lernst du auch deine Stimme besser kennen.

Wie ein Rennfahrer auf sein Auto oder Motorrad hört, jedes Geräusch wahrnimmt, ist es auch für uns, die täglich sprechen müssen wichtig, zu erkennen, wenn Stimmchen nicht so will wie wir uns das wünschen.

Noch ein Tipp für deine Stimmübungen. Versuche so viel es geht durch die Nase zu atmen. Sieh dir mal Profis an. Sie atmen durch die Nase ein.

Atmung ist eine Grundvoraussetzung zum Leben. Logisch. Wir machen im Ruhezustand etwa 14 Atemzüge pro Minute – völlig automatisch und unbewusst. Und dabei wird etwa ein halber Liter Luft aufgenommen. Bei Anstrengung kann das sogar zehnmal so viel sein. Dabei gibt es noch den Unterschied zur Mund- oder Nasenatmung. Diese wird von Mediziner physiologischen Atmung genannt.

Die gesündere Atmung ist die Nasenatmung. Die Nasenatmung erfüllt nämlich viele Funktionen, die wichtig für den gesamten Organismus sind:
Zum einen dient sie zum Schutz und Reinigung vor Fremdartikel und Krankheitserregern, zum anderen hat die Atemluft fast Körpertemperatur (ca. 34 Grad Celsius). Außerdem feuchtet sie gleichzeitig an.
Ebenso hat die Nasenatmung noch einen großen Vorteil. Und zwar in Bezug auf die Sauerstoffversorgung: Die Nasenatmung führt zu einer um 10 bis 15 Prozent höheren Sauerstoffsättigung des Blutes. Das bedeutet, unser Blut wird stärker mit Sauerstoff angereichert und die Organe werden besser mit dem lebenswichtigen Luftgas versorgt.

Ich denke das hätten wir jetzt geklärt. Zurück zu den Übungen.

Wenn es deine Zeit erlaubt, versuche täglich rund 15 min zu üben. Du wirst nach einigen Wochen eine große Verbesserung und positive Änderung merken.

Der große Vorteil:
Wenn du deine Stimme trainierst, dann kannst du sie jederzeit sicher und punktuell einsetzen. Bei Präsentationen etwa. Stimmsicher! Nur bei Erkältung bitte nicht üben. Dann solltest du deine Stimme schonen.

Es kann natürlich auch sein, dass dir die Übungen etwas eigenartig vorkommen. Ist ja auch nicht alltäglich, dass man so etwas macht. Und wenn du bei den Übungen lachen musst, egal. Lachen ist gesund. ich merke immer wieder, wenn ich in einem Einzelcoaching Übungen mache, dass die übenden Anfangs einige Schwierigkeiten haben, denn beispielsweise mit einem Korken zwischen den Zähnen herumzulaufen und zu sprechen, sieht komisch aus.

Einer meiner letzten Kunden hatte sich ein Geschirrtuch um den Hals gehängt, weil er bei den Korkenübungen so gesabbert hat. War bei mir genauso. Ist auch egal. Hauptsache es wirkt und hilft.

Setze dich in physiologischer Sitzhaltung hin.

Hauptlast des Körpergewichts auf der Sitzfläche
Hotlinie von Mitte des Kopfes über Mitte der Schultern hin zum Körperschwerpunkt
Winkel zwischen Oberkörper und Oberschenkel etwas über 90° --> dafür muss die Höhe der Sitzfläche der individuellen Größe angepasst werden
Sitzfläche sollte leicht nach schräg unten gehen, wenn nicht, sollten die Oberschenkel nicht aufliegen
Füße hüftbreit auseinander, gleichmäßiger Kontakt zum Boden, Spitzen leicht nach außen

Jetzt beginne einen Ton drei bis viermal auf "m" von hoch nach tief sinken zu lassen. Kling ähnlich wie Ausseufzen. Das Gleiche machst du dann auch von tief nach hoch. Also unten nach oben.

Teil 2:
Jetzt verbindest du beides miteinander. Klingt wie eine Sirene. D.h. tief beginnen, den Ton hochziehen und wieder senken. Wichtig dabei ist, dass die Töne nicht springen, sondern sich langsam steigern. Wie bei einem Tubaspieler. Locker und unangestrengt soll es sein. Damit trainierst du deine Stimme in der gesamten Breite.

Entsprechend wird auch deine Resonanz besser. Resonanz bedeutet, dass sich Schwingungen, die von einem Tonkörper erzeugt werden auf andere Körper übertragen. Anders ausgedrückt. Die Kehlkopfschwingungen, die von einem lockeren nicht verspannten oder gepressten Kehlkopf erzeugt werden, können auf die Resonanzräume Nasennebenhöhle oder Brustraum übertragen werden.

Noch einmal. Glissando in drei Schritten.
Auf "m" von oben nach unten und tief nach hoch
Zweitens. Sirene. Oben, unten, oben, unten.

Und um auch etwas Abwechslung in die Übungen zu bringen, habe ich hier noch einige Geläufigkeitsübungen, die ich auch immer verwende. Wenn ich beispielsweise ins Tonstudio zu Sprachaufnahmen fahre, mich für Moderationen vor der Kamera oder On Stage vorbereiten. Diese Übungen machen den Sprechapparat locker.

Jäh aus Schlingen und Schleifen schlüpfen geschmeidig, schnell verschwindend, schreckende Schlangen.

Er kommt; ob er aber über Ober – oder ob er aber über Unterammergau kommt, das weiß man nicht.

Wenn mancher Mann wüsste, wer mancher Mann wär´, tät ´mancher Mann manchem Mann manchmal mehr Ehr´!

Auch gut zu üben bei längeren Autofahrten. Im Zug oder Bus würde ich dies eher nicht versuchen.

 

Auch gut zu üben bei längeren Autofahrten. Im Zug oder Bus würde ich dies eher nicht versuchen.

viel Spaß, bis zum nächsten Mal.

 

Und wenn dir mein Podcast gefällt, bitte ich dich um eine positive Rezession auf iTunes. Dafür bin ich dir sehr dankbar.

Noch eine schöne Zeit.

Dein

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Written by garystuetz

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