nein sagen in arbeit, nein, arbeit, arbeitswelt, selbstbewusstsein, höfliches nein sagenWie oft überhäuft dich dein Chef mit Arbeit und du traust dich nicht Nein zu sagen? Und deine Kollegin will auch – nur ganz kurz noch – etwas von dir. Du möchtest gerne aber du kannst nicht Nein sagen in Arbeit. Wie du mit Selbstbewusstsein ein Nein aussprichst, dass dir deine Kollegen nicht übel nehmen – um das geht es im heutigen Beitrag.

Deine KollegenInnen bitten Dich ständig um Hilfe, weil sie ja wissen dass Du nicht NEIN sagst, oder sagen kannst. Dadurch bleiben Deine eigenen Aufgaben liegen. Du machst es allen recht nur um Ruhe zu haben. Oder weil Du es nicht schaffst NEIN zu sagen.

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Du tust die Arbeit aber eigentlich willst du nicht

Dein Chef kommt und fragt dich ob du das noch erledigen kannst. Du machst es dann auch obwohl du eigentlich keine Zeit dafür hast. „Da bleibe ich lieber in meiner Komfortzone, bevor ich mir irgendwelchen Stress aufhalse oder Probleme bekomme“ ist dann meist eine Entschuldigung an sich selber. Weil nein sagen in Arbeit ist nicht angebracht.

Oder:
Die Familie fordert von Dir deine ganze Energie. Alle wollen Sie etwas von dir. Aber der Anspruch stets verfügbar zu sein, lässt sich nicht einlösen.

Du wirst diesen Druck und Stress auch an deiner Stimme merken.

Denn die Stimme reagiert sofort und sagt Nein!

 

Nein sagen in der Arbeit betrifft auch deine Stimme

Denk daran, wenn Du beginnst Nein zu sagen, wird die Stimme etwas höher werden. Etwas rauher eventuell, etwas leiser. Denn sie ist einem gewissen Stress ausgesetzt. Und unsere Stimme reagiert sofort auf jede Änderung.

Da hilft nur eins – Selbstbewusstsein, also sich-selbst-bewusst-sein und gegebenenfalls nein sagen. Je sicherer Du beim Nein sagen wirst, umso gefestigter wird auch Deine Stimme mit der Zeit werden. Denn ein klares Nein sagen in der Arbeit, fordert auch eine klare Stimme.

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Stopp in der Arbeit – „Bis hierhin aber nicht weiter!“

Es ist ratsam endlich einmal „Stopp“ zu sagen!

Aber ich weiß, das ist nicht ganz so einfach. Abgesehen davon geht es nicht von heute auf morgen. Hast du aber Probleme beim Nein sagen in Arbeit dann wird es höchste Zeit, die Kunst des Nein-Sagens zu praktizieren.

Natürlich ist es eine schöne Sache gemocht zu werden, gebraucht zu werden, wir sonnen uns im Beifall, wir sind wichtig, gelten als hilfsbereit, wir sind ja gute Menschen.

Doch Vorsicht!
Es gibt viele Energieräuber, die wollen nur das Eine. Deine Energie, Deine Zeit, Dein Engagement.

 

Ein klares nein sagen hat nichts mit dem Gewissen zu tun!

Stopp zu sagen, ein klares Nein zu formulieren ist sehr schwierig. Vor allem Frauen plagt dann das schlechte Gewissen. Wir kommen uns egoistisch vor, denken, dass wir andere vor den Kopf stoßen, wo doch die Kollegin so lieb und nett gefragt hat. Wir gehen dadurch einem Konflikt aus dem Weg. Es könnte ja auch der Job in Gefahr sein.

Wenn das Verhältnis zwischen Geben und Nehmen unter den Kollegen, in der Familie oder Freunden nicht mehr stimmt und Du ständig anderen hilfst, wird es Zeit ‚Nein‘ zu sagen.

Ein „Nein“ ist auch dann angebracht, wenn Du dadurch deinen eigentlichen Aufgaben nicht mehr nachkommen kannst, weil Du ja Anderen hilfst.

 

Nein sagen im Büro ohne Rechtfertigung

Du brauchst Dich gegenüber deinen Kollegen nicht rechtfertigen, warum Du nicht helfen willst oder kannst. Punkt. Denn sonst tappst Du in die Falle, immer eine gute Begründung für ein „Nein“ finden zu müssen.

Was ist der Grund dafür, dass Nein sagen so schwer ist?

Es ist wie wenn eine innere Stimme dir zuflüstert:

  • Du kannst nicht nein sagen, denn das ist etwas Schlimmes.
  • Das kannst Du nicht machen.

Viele unserer Gesprächspartner, Kollegen, Freunde wissen jedoch ganz genau, mit welchen sprachlichen Tricks sie uns manipulieren können.

 

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Vorsicht! Es gibt Menschen die manipulieren…

Kennst Du solche Sätze?

„Ach bitte sei so nett und bringe mir mal dies und das.“
–> Soll heißen: Wenn Du das nicht machst, bist Du auch nicht nett.

„Um die Aussendungen für die Werbekampagne kümmern Sie sich wieder, stimmts?“
–> Soll heißen: Du hast es immer getan, also bleibt‘s dabei und ich brauche mich nicht damit zu beschäftigen.

 

Die Liste geht ständig weiter. Eigentlich ist es ein Machtspiel. Ich sagen, Du machen.

Viele Ja-Sager haben Angst, es sich mit einem „Nein“ bei ihren Kollegen oder auch Freunden zu verscherzen.

Allerdings ist es noch schlimmer, eine einmal gegebene Zusage wieder revidieren zu müssen. Damit machst Du dich eher unbeliebt.

 

Tipps zum Nein sagen in Arbeit

  • Sag´nicht einfach ‚Ja‘, sondern erkundige dich, wie groß der Arbeitsumfang, bzw. der Aufwand der Hilfeleistung wirklich sein wird.
  • Vorsicht vor allzu schnellen Zusagen!

Besser bei einer Entscheidung ein bisschen Zeit vergehen lassen, bevor Du antwortest.

Was passiert, wenn Du zu schnell „ja“ sagst?

Wir ärgern uns bei einem erzwungenen Ja oft über uns selbst. Und gleichzeitig auch über unser Gegenüber. Jetzt hat er oder sie es schon wieder geschafft, dass ich ja sage. Wie kann er/sie es wagen, mich so auszunutzen?

Wir ärgern uns warum wir schon wieder nachgegeben haben.

Du sagst ja zu irgendwas, aber im Inneren merkst Du, dass dir das eigentlich missfällt. Der Bauch sagt Nein. Aber da ist es dann oft schon zu spät.

Doch wir haben es von Kindesbeinen an gelernt, stets freundlich und hilfsbereit zu sein. Dennoch gibt es Situationen, in denen uns ein Nein schützt. Nämlich davon, dass andere über unsere Zeit und Energie bestimmen und wir uns dann überfordern. Darum können wir so schwer Nein sagen in Arbeit.

 

Formulierungen damit das NEIN leichter fällt:

Damit kannst du für „Nachdenkzeit“ sorgen 😉

  • Ich möchte mir das in Ruhe überlegen.
  • Ich gebe morgen Bescheid.
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Entspannt ein Nein überbringen 🙂

Hast Du dich entschlossen, „Nein“ zu sagen, dann mache das in freundlichen und sachlichen Ton. Denn wenn Du gegenüber dem Hilfesuchenden pampig wirst, ist das oft unhöflich. Er oder Sie kann schließlich nicht unbedingt wissen, wie eingespannt Du wirklich bist.

Arbeitsanweisungen und Bitten des Chefs sind natürlich anders zu behandeln als die der Kollegen.

Grundsätzlich hat ein Arbeitnehmer die Verpflichtung, den Anweisungen seines Vorgesetzten Folge zu leisten. Aber auch hier werden sich Probleme durch bloßes Abnicken eher vergrößern:

Frage deinen Chef, wenn er dir zusätzliche Aufträge erteilt, was Du zuerst erledigen und was Du zurückstellen sollst.

Denn dadurch erfährst Du von Deinem Vorgesetzten, wo seine Prioritäten liegen. Falls Dein Chef dies nicht macht, musst Du selber aktiv werden, indem Du Vorschläge zur Prioritätensetzung machst. Du kannst sagen, so nach dem Motto „…dann mache ich das zuerst und das andere dann morgen“.

Der Chef wird es dir schon sagen, ob das ok ist oder nicht.

Jedoch sollst Du das Nein sagen in der Arbeit auch sinnvoll einsetzen. Also an der richtigen Stelle und nicht ständig davon Gebrauch machen. Denn so verscherzt Du es dir womöglich wirklich mit deiner beruflichen Laufbahn. Oder auch mit deinen Freunden. Es ist auch keine gute Idee, nur deshalb „Nein“ zu sagen, weil Du früher zu oft „Ja“ gesagt hast.

Es ist anfangs schon eine Überwindung, so über seinen Schatten zu springen um Nein zu sagen. Du wirst jedoch besser, je öfter Du es versuchst. Hier findest du noch einen interessanten Artikel mit Tipps.

 

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Viel Erfolg wünscht dir

Gary Stütz

Written by garystuetz

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