Lampenfieber und Nervosität

Trust your self.

Wie doch die Zeit vergeht. Unglaublich. Jetzt bin ich mit meinem Podcast schon wieder 1 Jahr on Air. 2017 im Juni habe ich begonnen, langsam steuern wir auf Folge 100 zu.

Neulich hatte ich wieder ein Seminar, bzw. Training abgehalten. Und wie so oft habe ich die TN wieder aus der Komfortzone geholt. Das macht Sinn. Nur so kommt man weiter. Nur so stärkst du deine Stärken. Ist aber auch eine Herausforderung. Ich habe da so spontane Übungen und Vorträge. Das bringt meine TN manchmal wirklich an die Grenzen. In einer Übung beispielsweise heißt es dann plötzlich. Überzeuge dein Gegenüber und singe!

 

Da wird es spannend. Auch wenn sich bei einem Firmentraining die TN kennen, ist das für manche dann doch zu viel des Guten.
Aber genau um das geht es ja. Spontanität. Denn auch im wahren Leben heißt es oftmals spontan zu sein. Ich denke jetzt einmal an das Business.

 

 

Stelle dir vor du hast ein Meeting, eine Präsentation oder einen Vortrag. Plötzlich fällt dir ein wichtigstes Medium aus. Der Beamer fällt aus oder der Laptop stürzt ab und lässt sich nicht mehr hochfahren.

 

Was tun?

Jetzt heißt es spontan zu handeln. Wenn du gut vorbereitet bist ist das die halbe Miete. Eventuell  auch noch abgesichert mit einem Backup. Eine Mappe wo alles Wichtige drinnen steht. Ein zweiter Laptop. Gut, den wirst du bei einem Meeting nicht mithaben. Aber wenn du irgendwo einen Vortrag, eine Präsentation halten muss, dann wäre das eine gute Idee, so ein Backup.

Ich habe immer meine Mappe, mein Handout mit. Ist so wie eine A 4 Moderationskarte. 🙂 Meinen Inhalt kenne ich. Mit der notwendigen Hilfe, also auch Stichwörter sollte ich durch den Vortrag kommen. Und es hilft auch, ein bisschen flexibel zu sein. Bei solchen Situationen steigt die Nervosität natürlich unglaublich hoch.

 

Dein Puls schlägt schneller. The Brain spielt verrückt, die Hände sind schweißnass.

 

Und auch deine Stimme lässt zu wünschen übrig.

 

Daher:

Sei vorbereitet. Als Paragleiter hängt mein Leben davon ab. Naja ganz so schlimm ist es nicht. Mit schlechter Vorbereitung jedoch, steigt die Verletzungsgefahr enorm.

 

Nur wer gut vorbereitet ist, wird gut starten!

 

Nervös sein mag keiner! Manche haben einen regelrechten Blackout. Du glaubst du kannst nicht mehr sprechen. Du vergisst, was du dir in vielen Tagen eingelernt hast. Alles ist weg.

 

Mein Tipp:

Trust your self!

Vertraue dir und lasse es geschehen. Wir sind in solchen Situationen nicht alleine. Viele Menschen haben Lampenfieber, bevor Sie auf die Bühne gehen, bevor sie vor anderen stehen und sprechen müssen. Da ist es egal, ob es sich um das berufliche oder private Umfeld handelt.

 

Ein Beispiel:

Ich war früher Musiker. Habe 20 Jahre lang in verschiedenen Bands Schlagzeug gespielt und war auch Sänger on Stage. Vor 2 Wochen war ich auf einer Veranstaltung, zu der ich eingeladen war. Eine Open Session. Du kannst es auch Musikertreffen nennen.

Kurz nachdem ich angekommen bin, hat mich die Veranstalterin einigen anderen Musikern vorgestellt. Als Schlagzeuger!

Dabei habe ich die letzten 20 Jahre nicht mehr gespielt. Dementsprechend hoch war meine Nervosität, als ich die Bühne betrat. Lauter Musiker. Und dann komme ich quasi wieder als Rookie. Den "neuen" Bandkollegen war das egal. Die dachten sich wahrscheinlich. Ok, wir haben jetzt einen Schlagzeuger. Los gehts. Aber gleich mit einem Rock ‘n Roll. Ein Shuffle Rhythmus. Also nicht der einfachste so nach 20 Jahren zum Beginnen.

Ich habe mich voll konzentriert um ja nicht auszusteigen. Um nicht blöd dazustehen. Und - es hat funktioniert. Nach zwei Songs kam eine Musikerin mit "You are the Best" von Tina Turner.

Das geht ja leicht. Ich wurde immer lockerer. Mir sind viele Sachen von früher eingefallen. Ich habe mir vertraut und richtig Gefallen daran gefunden. Wollten überhaupt nicht mehr runter von der Bühne. Ein weiterer Musiker kam dazu. "TNT" von AC/DC. Mich hats erwischt. Ein Déjà-vu.

Ein Gefühl wie vor 20 Jahren. Du spürst den Groove, den Rhythmus, den Sound.

Und dieses Vertrauen sollst du auch an den Tag legen, wenn du vor anderen einen Vortrag oder was auch immer hältst.

 

Vertraue dir!

 

Laut Forscher ist die Angst vor Menschen zu sprechen größer, als die Angst vor Krankheit, Scheidung oder Tod. Über 50 % der Menschen, die vor Publikum sprechen, egal ob privat oder beruflich, haben Lampenfieber. Sie sind nervös, dazu kommen Stimmprobleme, nasse Hände, zittrige Knie, ein flauer Magen und ein trockener Mund. Auch bekannte Persönlichkeiten, Musiker, Schauspieler werden von Nervosität vor ihrem Auftritt auf der Bühne nicht verschont.

 

Noch ein wichtiger Tipp:

Nimm dir 10 Minuten Zeit, vor Beginn deiner Rede oder Präsentation. Ziehe dich zurück. An einen Ort wo du ungestört bist. Atme dich runter. Wärme auch deinen Körper auf. Denn dein Körper spricht mit. Sei dir der Wirkung deiner Stimme bewusst.

Denn sie ist eines der machtvollsten Instrumente der Menschheit! Wie du weißt, entscheidet unser Gehirn, wenn wir kommunizieren innerhalb weniger Sekunden, ob die Stimme des Gegenübers für uns stimmig ist, oder nicht. Und mit einer klaren, sicheren und kraftvollen Stimme sorgst du für Aufmerksamkeit.

 

Der erste Eindruck, der erste Satz ist entscheidend.

 

Es gibt keine 2. Chance für den ersten Eindruck. Alleine das zu wissen, ist schon sehr wertvoll. Denn wir entscheiden ganz intuitiv, wem wir zuhören und entscheiden sofort, ob die Stimme für mich stimmig ist.

Und wenn du ruhig, authentisch, sicher und präsent bist und bleibst, dann überzeugst du in jedem Gespräch. Denn die Beherrschung von Stimme und Sprache eröffnet uns ungeahnte kommunikative Möglichkeiten. In der Arbeitswelt überzeugst du damit.

Sei dir der Wichtigkeit deiner Stimme und deines Ausdrucks bewusst. Trainierten und wohlklingenden Stimmen hören wir gerne zu. Ausgebildeten Stimmen, die auch klar verständlich sind. Das sind die Menschen, denen wir gut folgen können, wenn sie uns etwas erzählen. Du fesselst deine Zuhörer mit einer festen Stimme. Dazu kommt noch der Blickkontakt. Wie beim Autofahren. Von einem Außenspiegel zum anderen. Von links nach rechts. Oder umgekehrt.

 

Stimme und Körpersprache gehören zusammen.

 

Wir können nicht nicht kommunizieren sagte der österreichische Kommunikationswissenschaftler und Autor Paul Watzlawick. Das bedeutet, dass wir immer etwas mitteilen, auch wenn wir nichts sagen.

Und wenn du vor deinem Publikum, deinen Mitarbeitern stehst, nervös und unruhig bist, da brauchst du nicht zu sagen. Sie werden es merken. An deiner Körpersprache. Raus mit den Händen aus der Hosentasche. Weg von überkreuzten oder abgewinkelten Beinen. Stehe hüftbreit, locker und präsent. Dann überzeugst du, auch wenn du nervös bist.

Versuche ruhig zu bleiben. Bei deinen Bewegungen und auch wenn du etwas trinkst. Nimm dein Glas langsam. Ruhige Bewegungen zeigen von Sicherheit. Auch ein kleiner Trick.

Die Bedeutung von Körpersprache und Stimmqualität, wird oft unterschätzt. Aber man kann beides trainieren. Wie es auch Schauspieler machen. Die werden intensiv in Stimmmodulation und Körpersprache trainiert. Nonverbale und verbale Elemente gemixt mit einem guten Wortschatz prägen auch die Persönlichkeit. Und es hilft gegen Lampenfieber.

Vor allem für Menschen di viel sprechen müssen, wie etwas Vortragsredner und Speaker sind solche Erkenntnisse von großem Vorteil. Weil ein Vortrag, eine Präsentation, eine Rede auch vom erlebten lebt.

 

Noch etwas.

Vorsicht mit Power Point.

Zu viel ist zu viel. Auch hier ist entschleunigen ein wichtiges Wort. Weniger ist mehr.

 

Überzeuge mit deiner Stimme, Sprache und Wirkung.

 

Noch eine schöne Zeit.

 

Und wenn dir mein Podcast gefällt, bitte ich dich um eine positive Rezession auf iTunes. Dafür bin ich dir sehr dankbar.

Noch eine schöne Zeit.

Dein

Präsentieren sicher sprechen besser wirken
 
 
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Written by garystuetz

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