Stimme und Wirkung

Mit mehr Qualität zu mehr Erfolg!

In der Kommunikation geht es auch um die Qualität des Gesagten, des Wortes, der Sprache. Wie schnell Gesprächspartner das eigentliche Ziel aus den Augen verliert, dass erfahren wir tagtäglich. Was beim Empfänger ankommt, ist oft nicht das, was der Sender ausdrücken möchte. Ein wirklich gutes Gespräch belebt und bewegt, es vermittelt Inhalte und Klarheit. Es macht Freude und Lust auf mehr.

 

Es gibt so 4 anerzogene Reflexe.

Es sind eigentlich Verhaltensmuster, die in Fleisch und Blut übergehen. Man kann auch Grundbedürfnisse sagen. Diese übertragen wir meist auch an unsere Kinder oder Partner. Gewisse Verhaltensweisen, etwa wie wir sprechen, handeln, uns bewegen. Solche Programmierungen hören wir uns jetzt einmal an. Denn sie können unser Leben bzw. unsere Kommunikation beeinflussen.

Kommen wir zu Punkt Eins.

Dabei geht es um ein Sprichwort, welches du sicherlich kennst. "Bescheidenheit ist eine Zier, doch besser lebt sich´s ohne ihr." Was sagt dieser Spruch aus. Vor allem bei Kindern, die diesen Spruch hören, heißt das, sie sollen uns nicht zur Last fallen. Sie sollen sich zurückhalten. Vor allem die erste Textzeile sagt dies aus. Es werden gewisse Regeln aufgestellt, die wir dann mit ins Erwachsensein nehmen. Es macht uns eigentlich klein. Das hast du aber nicht nötig.

 

Zeige wer du bist und was du kannst.

 

Mit Charme und Humor versteht sich.

 

Damit zu Punkt Zwei.

Dabei gehts um Ausreden, sich rausreden, sich rechtfertigen. Du kennst das sicherlich auch aus eigener Erfahrung. Du fragst jemanden, der sofort eine Ausrede parat hat. Es ist quasi eine reflexartige Rechtfertigung. Und das in Form einer Ausrede. Der Gesprächspartner hat hier die Möglichkeit in dir ein schlechtes Gefühl zu erzeugen. Das passiert meist unbewusst.

 

Sicherheit und Wirkung

 

Tipp:

Nimm den Wind aus den Segeln. Soll heißen. Er oder sie hat seine Meinung. Du hast deine. Und je weniger Vorwürfe bei dir Wirkung zeigen, desto weniger bist du manipulierbar. Ist eigentlich ganz leicht, wenn da nicht immer unser Ego wäre, dass gleich auf Verteidigung oder Angriff umschaltet.

 

Punkt Drei.

Wir sind in der Kommunikation oftmals sehr schnell mit der Antwort. Wir wollen um jeden Preis antworten. Ist nicht immer sehr sinnvoll. Da nehme ich mich auch gleich selber bei der Nase. Dieses schnelle Antworten ist auch ein Erziehungsgrundsatz. Das kennst du ja möglicherweise selber. Wenn dir als Kind eine Frage gestellt wurde, musstest du auch antworten. Eh klar. Sonst ist es unhöflich. Und auch so ein Muster nehmen wir meist aus der Kindheit mit ins Erwachsenenalter.

 

Tipp:

Du kannst auch antworten ohne viel zu sagen. Wie Politiker das oft machen. Die machen es ganz schlau. Reden und nichts sagen.

 

Damit kommen wir zum letzten Punkt Numero Vier.

Die Verpflichtung.

Stell dir folgendes Szenario vor.

Du bekommst ein Geschenk, du bedankst dich. Ob dir das Geschenk gefällt oder nicht. Auch das gebietet die Höflichkeit. Ebenso ist es bei Entgegenkommen und Zuwendung. Wir fühlen uns verpflichtet uns zu bedanken. Weil wir höflich, nett und brav sind. Auch wenn wir etwas ganz anderes fühlen.

Ich erinnre mich noch an ein Geburtstagsgeschenk, wo ich gemerkt habe, dass der Schenker es wahrscheinlich selber geschenkt bekommen hat und es auch nicht wollte. Der beste Weg war für ihn, es einfach weiter zu schenken. Damit hat er etwas Gutes gemacht, also mir ein Geschenk gemacht, ich konnte damit jedoch überhaupt nichts anfangen.

Meine Meinung und mein Tipp.

Nicht unbedingt irgend etwas schenken. Es ist nämlich auch ein Ausdruck von Wertschätzung und Anerkennung. Es ist auch eine Art deiner persönlichen Visitenkarte. Denn wenn ich wieder einmal so ein Geschenkt bekomme, dann weiß ich, wie mich der Schenker einschätzt. Es ist ihm wahrscheinlich egal. Hauptsache er hat etwas geschenkt. Kommt gar nicht gut.

Tipp:

Am besten ist es in solchen Fällen, sich der Situation bewusst zu werden. Du bedankst dich natürlich, weil du höflich bist, aber ohne Schuldgefühle. Also ohne dem Gefühl von Verpflichtung. Wir sind ja in solchen Fällen irgendwie abhängig. Ich habe etwas bekommen, also muss ich etwas zurückschenken. Also lasse so ein Gefühl erst nicht aufkommen.

 

Diese 4 Reflexe können uns in der Kommunikation, im Tun behindern. Sie schränken uns ein. Das muss jedoch nicht sein, du kannst solche Situationen üben. Und zwar humorvoll auf manipulative Fragen zu antworten.

 

D.h.:

Lege dir im Vorfeld gewisse Antworten zurecht, studiere sie dir ein, um sie dann im richtigen Augenblick loszufeuern. Überlege dir zwei, drei Antworten.

Dabei kommt es jedoch auch auf die richtige Tonalität an. Diese soll zur Situation passen. Ich versuche immer ein bisschen schelmisch und charmant zu bleiben. Das mache ich übrigens auch bei meinen Moderationen. So ein kleines Teufelchen zu sein. Aber nur ein ganz kleines. Es darf jedoch nie unter der Gürtellinie passieren.

 

Wenn wir gewisse Spielchen in der Kommunikation durchschauen, dann haben sie keine Macht mehr über uns, sie können uns das Leben nicht mehr schwermachen.

Ich bin sowieso der Meinung, man kann ruhig auch seine Schwächen zugeben. Das macht mich menschlich und sympathisch. Denn immer nur den harten, den coolen, den souveränen zu spielen kommt auf Dauer beim Gegenüber nicht wirklich gut an. Bleibe authentisch, höflich und charmant. Dann wirst du von deinem Gesprächspartner anders wahrgenommen.

Und auf Spielchen lasse ich mich schon längst nicht mehr ein. Wenn mir bei einer Bergwanderung oder beim Skifahren die Luft, also die Kondition ausgeht, dann sage ich es.

Auch wenn andere vielleicht sagen: "Weichei, Schwächling," usw. Ist mir doch egal. Ich brauche niemanden etwas zu beweisen. Als passionierter Paragleiter rettet mir so eine Einstellung auch mein Leben.

 

Paragleiten und Sicherheit

Denn ich fliege nur für mich und niemanden anderen. Ich möchte sicher wieder landen. Ohne Schwierigkeiten. Ich fliege jetzt seit 15 Jahren. Unfallfrei. Naja einmal habe ich mich auf einen Baum gesetzt. Nein nicht direkt. Mein Gleitschirm hing an einem Baum. Ich stand bis zu den Knien im tiefen Schnee. Das war vielleicht anstrengend. Aber mehr ist mit Gott sei Dank noch nie passiert. Und das soll auch so bleiben.

 

 

 

Ich glaube, dass die größte Schwierigkeit darin besteht. sich selber so anzunehmen, wie man ist.

 

Sich selbst zu akzeptieren.

 

Die eigenen Stärken kennen. Denn das fällt vielen Menschen schwerer als ihr Schwächen aufzuzählen. Viele wurden ja zur Bescheidenheit erzogen. Damit stellen wir unser Licht nur zu gern unter einen Scheffel. Natürlich geht es nicht darum die eigenen Fähigkeiten wie ein Schild vor sich zu tragen. "Hallo, alle mal hersehen, was ich alles kann, was für ein cooler Typ ich bin."

Wir sollen und wir dürfen uns unserer Stärken durchaus bewusst sein und auch stolz darauf sein. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Bin oder war auch immer einer, der sich neben den Scheffel als auf den Scheffel gestellt hat. Ich musst auch erst lernen, dass ich Selbstbewusster durchs Leben gehen, dass ich mir bewusst bin, was ich alles kann. Ohne dabei arrogant zu werden und zu wirken.

Alles reine Übungs- und Einstellungssache. Dabei gehts auch um Wertschätzung und Anerkennung. Dir selber gegenüber. Die Wertschätzung, die wir uns selber entgegenbringen, beeinflusst unsere Ausstrahlung und auch unsere Stimme.

 

Bist du selbstbewusst, sprichst du anders. Deine Stimme klingt sicher und voller.

 

Man hört dir zu. Sie liebevoll zu dir, bleib gelassen, nimm deine Schwächen an und erkenne deine Stärken.

 

Und was noch ganz wichtig ist.

 

Lache über dich selber.

 

Denn damit nimmst du den anderen gleich einen Angriffspunkt für verbale Attacken. Unsere Kommunikation verändert sich dadurch auch, weil wir viel lockerer Konfliktsituationen entschärfen. Dadurch wirkst du auch präsenter, stimmsicher und wirkungsvoller.

Verhaltensmuster oder Konditionierungen beeinträchtigen die Kommunikationsfähigkeit und sie erhöhen auch das Risiko, manipuliert zu werden, dadurch wirst du unsicher und verkrampft. Deine Stimme wird bzw. ist dann eher leise, du wirst nicht gehört. Am besten ist es durch das bewusste Annehmen der eigenen Schwächen und Stärken dem entgegen zu treten.

Dadurch entwickelst du Gelassenheit, was wiederum eine gute Basis für eine erfolgreiche und effektive Kommunikation ist.

 

Und wenn dir mein Podcast gefällt, bitte ich dich um eine positive Rezession auf iTunes. Dafür bin ich dir sehr dankbar.

Noch eine schöne Zeit.

Dein

Präsentieren sicher sprechen besser wirken

Merken

Merken

Written by garystuetz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*