Sprechen, Stimme, Rhetorik, Kommunikation, Podcast

Sprich wie Barak.

Stimme, Wirkung, Atemtechniken, Kommunikation, Podcast

Atemübungen und Atemtechniken für deine kraftvolle Stimme.

Wie geht es dir bei dieser Hitze?

Ich meine außer schwitzen. Ich merke des Öfteren, dass meine Stimme etwas leiser wird. Es wird für mich anstrengender zu sprechen. Das hat auch viel mit den kalten Getränken zu tun. Daher heißt es etwas aufpassen.

Warst du schon einmal in Tunesien?

Dort werden keine kalten Getränke serviert, sondern warmer Tee. Besser gesagt, Pfefferminztee. Und das ist gut so. Auch wenn es für uns Europäer etwas ungewöhnlich ist, es trinkt sich besser. Weil wir dadurch weniger schwitzen. Wir schütten das kalte Bier, die kalte Limo einfach nur so runter. Danach schwitzen wir noch mehr, weil der Körper reagiert. Daher. Bei so heißen Temperaturen bitte etwas Vorsicht mit allzu kalten Getränken, vor allem wenn du deine Stimme beruflich brauchst. Ich denke da an ein Call-Center, Rezeption, Moderator, usw.

Wie du ja weißt, ist unsere Stimme unsere „akustische Visitenkarte“. Mit der richtigen Atemübung und Atemtechnik wird deine Atmung (und auch dein Atem) kräftiger. Du erhältst dadurch eine wirkungsvolle Stimme. Und du tust mit den Atemübungen und Atemtechniken deiner Gesundheit etwas Gutes.

Warum soll ich so etwas machen, warum helfen Atemübungen?

Einer trainierten Stimme hören wir gerne zu, sie schafft Vertrauen und damit erlangen wir

  • mehr Selbstvertrauen,
  • Glaubwürdigkeit,
  • Authentizität und
  • Sicherheit.

Übrigens:

Frauen bekommen schneller Stimmprobleme als wir Männer.

Warum?

Frauen kommen schneller in den sogenannten Alarmbereich. Weil ihre Stimmbänder 220-mal pro Sekunden aneinanderschlagen, bei Männer nur 110-mal.

 

Stimme kann man trainieren. Wie ein Instrument. Üben ist angesagt.

 

Vor allem im Berufsleben spielt eine gute Stimme eine große Rolle. Denn mit der Stimme verkaufen wir uns auch nach außen. Die Stimme ist unser akustisches Aushängeschild.

 

Für die heißen Tage habe ich hier einige Tipps für dich.

 

Sprechen und trinken

Viel Trinken muss ich an dieser Stelle nicht erwähnen, dass wissen wir. Nur was trinken ist die Frage. Immer nur Wasser? Ist mir zu langweilig. Ich trinke gerne Ingwerwasser. Entweder den Ingwer in Scheiben schneiden und einfach in einen Krug kaltes Wasser legen. Warm wird es bei dieser Hitze von alleine.

Du kannst zum Ingwer noch Zitronensaft dazugeben, etwas Muskat und ein bisschen Honig. Ich nehme Agavendicksaft. Hat weniger Kalorien.

 

 

Jetzt zur Atemtechnik:

Die kontrollierte Atmung. Diese Übung funktioniert auch sehr gut im Liegen. Unser Kraftzentrum liegt im Bauch, das ist unterhalb des Nabels.

 

Kennst Du den Ausdruck - Flankenatmung, Unterbauchatmung, Rückenatmung?

Für Sänger ist diese Übung sehr wichtig. Denn auch beim Singen, ebenso wie beim Sprechen brauchen wir was?
Luft. Und durch die Atemstütze wird diese bewusst kontrolliert und eingesetzt.

Dieses Stützen des Unterbauches ist wichtig. Denn da holen wir uns die Kraft, damit der Kehlkopf nicht nach oben rutscht und wir aus dem Hals sprechen. Denn dadurch werden wir heiser.

Zum Singen, ebenso wie zum Sprechen benötigt man Luft. Diese wird durch die Anwendung der Atemstütze bewusst kontrolliert und eingesetzt. Es ist auch das kontrollierte Einsetzen der „Bauchmuskeln“, die so die Steuerung des Atemmuskels „Zwerchfell“ ermöglichen. Das ist notwendig um die Atmung, die Luft, die wir beim Singen verbrauchen, kontrollieren zu können, um die Stimmbänder kontrollieren zu können und zu entlasten. Und um Lautstärke zu erzeugen.

 

Die unbewusste Atemtechnik funktioniert mit dem Zwerchfell!

 

Damit komme ich zum Thema Heiserkeit. Wie oben schon erwähnt kann dies bei diesen Temperaturen schnell mal geschehen.

 

Aber was genau ist Heiserkeit?

Sie entsteht, wenn die Stimmlippen beim Sprechen mit zu großer Kraft aneinanderschlagen. Es herrscht dann eine Dysbalance bei der Tonproduktion zwischen Atemdruck- u. Muskelspannung. Fällt unter hyperfunktionelle Dysphonie.

 

Was tun gegen Heiserkeit?

Ich kenne solche Situationen aus meinem eigenen Berufsleben als Sprecher oder Moderator. Zum einen nehme ich den Druck beim Sprechen heraus. D.h. Leiser sprechen, nicht gegen Lärm sprechen. Das braucht jedoch auch Disziplin. Wenn es nicht hilft, oder sogar noch schlimmer wird, bitte unbedingt den Arzt aufsuchen. Ich hatte einmal 2 Wochen Stimmprobleme nach einigen Tagen moderieren. Zu kalt getrunken, zu viel gegen Lärm gesprochen, zu viel Druck in der Stimme. Also Moderator nicht von Vorteil.

Eine weitere Übung ist das Blatt pusten.

Auch das kräftigt deine Stimme. Nimm einfach ein kleines Blatt Papier, halte es an die Wand oder an eine Tür.
Dann stell‘ Dich nah an das Blatt, so etwa mit 20 cm Abstand, halte Deine Hand auf den Bauch, lass das Blatt los während Du gleichzeitig mit dem Mund Luft gegen das Blatt bläst. Jetzt fühlst Du wie Dein Bauch anspannt, sich nach außen drückt!

Je länger das Blatt an der Wand, also oben kleben bleibt, desto besser beherrschst Du schon Deine Atem Stütze.

Übrigens:

Auch ich trainiere immer wieder meine Stimme. Am besten mit Singen. Das ist eine sehr hilfreiche Weise, deine Stimme auf Vordermann zu bringen. Ich singe leidenschaftlich im Auto. Und laut lesen trainiert deine Stimme. Denn nicht nur was wir sagen ist wichtig, sondern auch wie wir es sagen.

Mit einer gut funktionierenden Stimme. Dann wirst du beim Reden auch gehört.

Und wenn dir mein Podcast gefällt, bitte ich dich um eine positive Rezession auf iTunes. Dafür bin ich dir sehr dankbar.

Noch eine schöne Zeit.

Dein

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Written by garystuetz

3 Comments

Stimme, die Stimme, unsere Stimme, Stimme ist, Visitenkarte

[…] Kürzlich wollte ich einen Workshop halten als kurz vorher eine attraktive junge Frau auf mich zu kam und mir erzählte, dass sie Probleme hat, gehört zu werden. Ihre Stimme klingt so leise und niemand hört ihr zu. Ich schaute mir das näher an und mir fiel auf, dass sie sich selbst klein machte. Die junge Frau war nicht klein gewachsen, etwa 1, 78 cm. Für eine Frau also recht groß und große Menschen machen sich oftmals etwas kleiner um nicht aufzufallen. Und genau das tat sie. Sie machte sich klein. Um wahrgenommen und gehört zu werden ist die Stimme äußerst wichtig aber auch Selbstsicherheit und Präsenz spielen eine ebenso wichtige Rolle um die Aufmerksamkeit zu erhöhen. Also gab ich ihr eine Übung:„Jetzt stellst du dich ruhig und präsent vor all die anderen, siehst einmal von links nach rechts ohne etwas zu sagen und dann kommt dein wie schon so oft erwähnter Einstiegssatz.“ Sie hat´s gemacht und siehe da, sie war überhaupt nicht nervös. Sie wurde wahrgenommen, sie wurde gehört. […]

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