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Wirkung und Kraft der Stimme am Telefon

Telefon und Wirkung

Wirkung am Telefon

Wirkung und Kraft der Stimme am Telefon.

Heute erzähle ich dir von einem Coaching, welches ich vor einigen Tagen gehalten habe.

Das war ein spezielles Coaching. Ein Einzelcoaching für einen Lehrling. Er ist jedoch die erste Adresse, der erste Kontakt der Firma. Das Problem von ihm ist jedoch. Er spricht schlampig und wie so viele auch, zu schnell. Also unverständlich. Und genau dieses Problem haben wir gemeinsam behandelt.

Stepp one:

Ich erstmal nach Innsbruck gefahren. Und wenn du die Verkehrssituation kennst, dann weißt du, dass auf der österreichischen Autobahn ab Kiefersfelden eine 100er Beschränkung ist.

D.h. Autopilot an und have time. Aber so richtig klappt das mit dem Autopiloten nicht, denn viele Autofahrer fahren einmal etwas langsamer als 100 einmal schneller als 100. Also Autopilot ein und wieder aus. Nervig.

Bin gut in Innsbruck angekommen und voller Elan habe ich mich dann mit dem jungen Mann den ganzen Vormittag verbracht. Er war sehr nervös am Anfang. Das erste was ich zu ihm gesagt habe.

 

"Mache den Mund auf beim Sprechen!"

 

Ich hatte mein Mikrophon mit und ich habe ihn auch aufgenommen. Er hatte daher gleich seinen ersten Eindruck. So wie er klingt und spricht. Und das gebe ich dir gleich als Tipp mit.

Nimm dich selber einmal auf und höre dir zu, falls auch du solche Probleme hast, wie eben gehört.

Da war erst einmal ein großer Aha Effekt in seinem Gesicht zu sehen. Er hat es ja gewusst, dass er unverständlich spricht. Aber sich dann auch selber zu hören, ist noch eine ganz andere Erfahrung. Aber, er hat gewirkt.

Danach gab es eine Einführung in Sachen Stimme, Modulation, Sprechtechnik, Sprachgeschwindigkeit usw. Natürlich habe ich ihm auch präventive Tipps und Tricks verraten, falls seine Stimme einmal nicht so will, wie er es möchte.

Danach haben wir einige Situationen des täglichen Telefonierens durchgespielt. Herbert, wie ich ihn hier nenne war in einem anderen Raum und ich habe die Kunden gespielt. Das war auch eine spannende Erfahrung. Gleich bei meinem ersten Anruf habe ich so richtig Gas gegeben. Einen total genervten und verärgerten Kunden gespielt.

 

 

Stepp two:

"Wer ist denn bei Ihnen die richtige Ansprechperson, ich möchte mich beschweren!"
Er: "Um was geht es denn?"

Ich habe dann ein Problem mit der EDV erfunden und so richtig losgelegt.

"Es ist einfach unglaublich, was mir im letzten Seminar passiert ist. Das ist eine Frechheit, so etwas gabs noch nie."
Er: "Das glaube ich Ihnen, das kenne ich." Das war sein Fehler. Hätte er nicht sagen sollen. Ich: "Was kennen Sie!"

 

Wie ging es weiter?

Erstmal war Pause. Er wusste nicht mehr was er sagen sollten. Daraufhin haben wir das Probetelefonat beendet und die Situation analysiert und besprochen. Herbert hat selber gemerkt, dass er nicht sattelfest ist und wenn er schon sagt, das kenne ich, dann muss er auf

Dann begegnet er dem Kunden auf Augenhöhe. Die beiden haben etwas gemeinsam. Hierbei geht es um Empathie. Auf so einer Ebene können wir ganz anders miteinander kommunizieren.

 

Herbert hat sich diesbezüglich Notizen gemacht und wir sind zur zweiten Übung am Telefon übergegangen. Auch hier haben wir wieder eine typische Alltagssituation durchgespielt. Soweit ich mich jetzt erinnere ging es darum, die Chefin zu sprechen. Um jeden Preis.

So ging es dann Stepp by Stepp weiter. Beispiel für Beispiel. Das macht Sinn. Learning by doing.

Und natürlich habe ich alles mit meinem Mikrophon aufgenommen. Danach wurde alles wieder analysiert und wir haben über Verbesserungen gesprochen. Er hat alles aufgeschrieben und beim zweiten Durchlauf habe ich schon Verbesserungen bemerkt.

Denn er hat sich das aufgenommene Take angehört und - ein kleines Lächeln hat sich in seinem Gesicht bemerkbar gemacht. Er hat sich verbessert! Das hat auch Herbert gefallen.

Und genauso soll ein gutes Coaching auch sein.

Natürlich habe ich ihm auch Leseübungen mit und ohne Korken sowie Geläufigkeitsübungen gegeben. Üben muss er selber. Dabei habe ich keinerlei Einfluss. Er muss es nur TUN. Und genau das ist es, was ich immer wieder betone.

 

3 Worte braucht es für deine Verbesserung. T U N!

 

Wir haben 3 Stunden miteinander verbracht und schon in diesen 3 Stunden habe ich gemerkt, wie er etwas langsamer gesprochen hat und dadurch auch besser verstanden wurde.

Meiner Meinung nach ist das unser heutiges Problem. Schneller, höher, weiter. Das spiegelt sich auch in unserer Sprache. Schnell, schnell damit ich so viel wie möglich in kurzer Zeit auch unterbringe. Genau das ist ein Hauptproblem in der heutigen Kommunikation.

Wir nehmen uns einfach nicht mehr die Zeit für gute und qualitativ hohe Kommunikation. Dabei ist dies eben in der heutigen Zeit so wichtig. Wir sind voll abhängig von Whats up und Co. Also Xing, LinkedIn und das einzige Buch was wohl jeder kennt. Facebook.

 

Schnell und schlampig.

Wir verlernen die Schönheit der Sprache. Sprechen zu schnell, zu schlampig. Für mich als Kommunikations- Fitmacher ist das immer wieder ein großer Aha Effekt. Ich versuche den Menschen eine schöne und klare Sprache beizubringen und merke dabei, wie wenig darüber nachgedacht wird. Aber das ist mein Ansatz, mein Thema.

Ich weiß schon, dass nicht jeder auf gute Sprache wert legt. Meiner Meinung nach, kommt es darauf an, in was für einem Umfeld du dich bewegst. Sei es privat oder beruflich. Aber lass uns wieder zu Herbert zurückkommen.

Genau er braucht eine gute und klare Sprache. Ist er doch der erste Ansprechpartner für Kunden am Telefon. Stelle dir folgende Situation vor. Du bist Kunde oder Interessent und rufst in einer Firma an und wirst monoton und mit ungenauer Sprache begrüßt.

 

Hier ein Beispiel:

"Firma Rast und Ruh, mein Name ist Max Mustermann, was kann ich für Sie tun?" Wenn dieser erste und kurze Text schlampig und unverständlich gesprochen wird, hörst du nicht mehr hin. Denn zum einen verstehst du nicht, was er sagt, zum anderen hast du wahrscheinlich keine Lust, mit diesem Problem herumzuschlagen und fünf Mal nachzufragen, wer, wie, was.

 

Denn in 150 Millisekunden entscheiden wir über den ersten Eindruck ob wir jemanden zuhören und uns weiter unterhalten möchte. Und wenn auch du am Telefon sitzt, sei dir der Wirkung und der Macht der Stimme am Telefon bewusst. Und wenn ich von Wirkung und Macht spreche, dann meine ich das auch so.

 

Erster Eindruck.

Mit deiner Stimme hast es du in der Hand, ob dir dein Gesprächspartner auch weiterhin zuhört, ob du am Telefon Vertrauen erweckst. Ob deine Botschaft auch wirklich ankommt. Nach drei Stunden haben wir genug trainiert. Das reicht. In drei Stunden ist so viel Information dabei. Da ist der Kopf dann voll.

Jetzt liegt es an Herbert, zu üben, sich dadurch zu verbessern. Denn eines sollten wir uns alle bewusst sein.

 

Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck.

 

Stimme am Telefon hat Wirkung, hat Kraft, schafft Vertrauen, Bindung und Stimme am Telefon, vor allem wenn du der oder die erste Person bist, die der Kunde oder Anrufer hört, bist die Visitenkarte des Unternehmens. Sei dir dessen bewusst. Nichts ist schlimmer als eine hohe, schrille Stimme am Telefon.

Daher zahlt sich ein Coaching auf alle Fälle aus.

Und Herbert hat einen richtig guten Chef, bzw. Chefin. Denn sie hat ihm ein Einzelcoaching ermöglicht. Das macht so richtig Sinn. Ich bin jetzt schon gespannt, wenn ich in den nächsten Wochen wieder einmal bei dieser Firma anrufe und seine Stimme höre. Hat er geübt?

Falls auch du für die Stimme am Telefon ein Training brauchst, dann melde dich bei mir. Ich bin gerne für dich da und coache dich, damit auch du gut gehört wirst am Telefon. Damit auch du überzeugst, Vertrauen schafft, sicher und authentisch am Telefon deine Kunden abholst.

 

 

Und wenn dir mein Podcast gefällt, bitte ich dich um eine positive Rezession auf iTunes. Dafür bin ich dir sehr dankbar.

Noch eine schöne Zeit.

Dein

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Written by garystuetz

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