Coaching, Präsentieren, Podcast, Überzeugen

Tagebuch aus einem Coaching.

Das Coaching.

In dieser Folge erzähle ich dir von meinen letzten Trainingserfahrungen. Besser gesagt, von meinem Coaching. Übers präsentieren, kommunizieren, überzeugen.

Vor einigen Tagen ist ein Buchautor zu mir gekommen, mit der Bitte, ich möge ihn für seine Präsentation fit machen. Na klar, mache ich gerne. Wir hatten 3 Stunden Training oder Coaching, wie du möchtest.

Sein Thema war:

Richtig präsentieren, richtig auftreten und gut zu wirken.

Als erstes habe ich damit begonnen, ihm einmal klar zu machen, was Stimme ist, wie sie funktioniert und wie er präventiv handeln kann, wenn es einmal zu Stimmproblemen kommt. Und diese hast du sofort, wenn du nervös bist. Hatte ich Letzens auch mal wieder.

Ich war auf einer Veranstaltung und musste selbst ein paar Worte ans Publikum richten. Ups, schon war meine Stimme nicht mehr so kräftig wie zuvor beim Smalltalk. Ist so. Unsere Stimme reagiert sofort und immer. Wie auch unser Körper. Der ist auch so eine richtige Plaudertasche.

Und genau so eine Situation habe ich meinem Buchautor klar vor Augen gehalten. Zu wissen, wie ich im Fall des Falles reagiere, um stimmlich fit zu bleiben. Nachdem ich ihm erzählt habe, dass die Stimme nur aus Luft besteht, eigentlich sind es so kleine Luftdruckunterschiede, die unsere Stimmbänder in Schwingung versetzt, ging es weiter mit dem Korken.

Der Korken:

Finger zum Kiefergelenk, es ist geschlossen. Daumen zwischen die Zähne. Kiefergelenk ist geöffnet. Dann habe ich ihn lesen lassen. Laut natürlich. Weil laut lesen eine sehr effektive Übung ist.

 

Warum?

Wenn du meinen Podcast regelmäßig hörst, dann weißt du ja, dass unser Gehirn rund 1/5 Sekunde braucht, um ein Wort zu erkennen. Stelle dir das wie ein Schubladensystem vor. Das Gehirn hört ein Wort, jetzt muss es erst einmal abchecken ob es das Wort überhaupt kennt. Dazu sieht es in den verschiedenen Schubladen nach und ordnet es zu. Also ganz banal erklärt.

 

Jedoch:

Wenn du um diese fünftel Sekunde Pause Bescheid weißt, kannst du ganz anders kommunizieren, weil du die Wirkung der Pause kennst.

 

Übung:

Lies einen Text in Gedanken durch. Du bist wahrscheinlich sehr schnell damit durch. Und jetzt lies das Ganze noch einmal laut durch. Du wirst schnell merken, dass es nicht so schnell oder fehlerfrei geht, wie wenn du diesen gedanklich durchliest. Das hatte ich auch bei einem der letzten Seminare gemerkt. Sinn der Übung war es, den Teilnehmern die Wichtigkeit des lauten Lesens zu zeigen und habe sie aufgefordert, eben diese Übung zu machen.

Und siehe da. Gleich die erste Teilnehmerin ist über diese fünftel Sekunde gestolpert. Ah. Es stimmt also. Laut lesen ist wichtig, ist eine gute Übung und macht dich zum einen sicherer bei Vorlesen, zum anderen hat sie jetzt auch die Erkenntnis gewonnen. Pausen machen Sinn!

 

Have time. Lass dir Zeit. Wir sind ja nicht auf der Flucht.

 

Zurück zu meinem Buchautor. Ich habe ihn natürlich auch diese Übung machen lassen. Er hat laut gelesen, ist natürlich gestolpert, also hatte gleich dieselbe Erkenntnis wie meine Seminarteilnehmerin und war etwas erstaunt darüber.

 

Was ich in meinen Einzeltrainings mache?

Entschleunigen und den Klienten oder Kunden zeigen, das es nicht so einfach ist,  schön, gut und laut zu lesen, dmit du beim Reden auch gehört wirst.

Es ist zum einen wichtig, was aus dir rauskommt, zum anderen ist es auch wichtig, wie es rauskommt.

 

Daher:

Zeit lassen und üben.
Geübt haben wir dann mit dem Korken im Mund. Und zwar meine so geliebten Geläufigkeitsübungen. "In Ulm, um Ulm und rund um Ulm herum, ... Spatz, Specht, Storch und Sperber, ... usw."

Dazu noch Zungenschnalzen, Lippenflattern und weitere diverse Übungen. Sehr effizient diese Übungen. Sie machen locker. Also dein Sprechwerkzeug. Jetzt habe ich den guten Mann erstmals aufgewärmt. Wir haben uns aufgelockert.

Denn wie ich immer so schön sage. Ein Sportler geht nie unaufgewärmt in den Wettkampf.

 

Tipp:

Wärme auch dich auf, wenn du vor anderen etwas sagen sollst.

 

Stepp 2:

Danach habe ich ihn gebeten, mir zu zeigen, wie er sich denn seine Buchpräsentation, seinen Auftritt vorgestellt hat. Er hat es mir vorgemacht. Nach der Vorstellung, also seiner Vorstellung kam doch glatt von mir ein Stopp!

Bitte so nicht. "Meine Damen und Herren, blablabla." NEIN. Bitte nicht so. Das ist LANGWEILIG!

Wir haben an seinem Einstieg gearbeitet. Nicht nur wie er beginnt, sondern auch wie er vor sein Publikum tritt. Der erste Eindruck zählt. Auch das gehört geübt. Dazu habe ich ihm geraten, er soll sich bei sich zu Hause eine Wand suchen, die sein imaginäres Publikum darstellt. Ich übe auch so.

Also haben wir geübt. Immer wieder und wieder. Seinen Einstieg, seine Wirkung, seinen Auftritt. Dazu sollte er sich in Gedanken den Ablauf so vorstellen, wie er dann auch sein kann. Also er geht in den Raum, auf die Bühne, stellt sich hin und beginnt mit seiner Begrüßung. Dieses imaginäre Vorstellen hilft zum einen die Nervosität zu senken, zum andern macht es dich auch sicherer, weil du dir ja schon gedanklich vorstellst, wie es sein kann, wenn du loslegst.

 

Ich kann dir dieses Üben nur wärmstens empfehlen.

 

Ich mache es seit vielen Jahren so. Und es hilft wirklich. Stelle dir auch vor, welche Medien du nutzt. Den Beamer, Flipp Chart usw.
Ich spiele, wenn ich mich vorbereite, dass alles immer und immer wieder durch. Und so haben mein Kunde und ich, dass auch gemacht. Stepp by Stepp.

 

Und dann?

Nach dem Einstiegssatz ging es um seine Präsentation. Dazu hat er aus seinem Buch vorgelesen. Und wieder ein Stopp von mir. Have Time, spiele dich mit den Punkten, Pausen, Ausrufezeichen! Erkenne die Macht der Stimme mit Modulation, Sprechgeschwindigkeit und einer guten Artikulation.

Mein Buchautor hatte in dieser Richtung schon einige Trainings, daher war ihm schon einiges bewusst. Er hat bereits eine schöne Aussprache. Dennoch kam von ihm ein: "Da muss ich wohl meinen Vortrag noch einmal durcharbeiten."

 

Gute Idee!

 

Denn du hast nur eine Chance. Die eine Chance. Und es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck.

 

Nach drei Stunden waren wir fertig. Also mit unserer Power. Denn 3 Stunden aktiv zu arbeiten ist für die Teilnehmer ganz schön viel. Voll konzentriert, voll motiviert. Kostet Kraft. Daher sind 3 Stunden genug. Jetzt liegt es natürlich an ihm weiter zu üben. Aber das schafft er.

 

Warum?

Weil er professionell denkt, weil er es will und weil er weiß, dass es nur diesen einen Eindruck gibt.

 

Zum Schluss noch.

Ich moderiere seine Veranstaltung und stehe ihm auch vor und während seines Auftrittes zur Verfügung. Quasi als backstage Mann. Das beruhigt ihn, weil er weiß, dass ich hinter ihm stehe und in mit guten Tipps und Tricks berate. Ebenso zur Seite stehe für Fragen und mit ihm und gemeinsam Aufwärmübungen mache kurz bevor es losgeht. Damit er sein Ding dann so richtig rockt.

Davon kannst auch du provitieren. Ich stehe auch dir gerne zur Verfügung und helfe dir dich für deine Präsentation fit zu machen, deinen Einstieg mit dir gemeinsam zu trainieren und ich mache dich auch rhetorisch fit.

Du kannst dir viele dieser wertvollen Tipps auch gerne auf meinen Hörbuch anhören. Und was ich auch immer gerne verwende ist mein Kommunikationsspray. Auch das hilft gegen Nervosität oder Sprachproblem kurz bevor es losgeht.

Auf meiner Trainerwebsite www.gary-stuetz.com unter Produkte findest du diese.

 

Und wenn dir mein Podcast gefällt, bitte ich dich um eine positive Rezession auf iTunes. Dafür bin ich dir sehr dankbar.

Noch eine schöne Zeit.

Dein

Präsentieren sicher sprechen besser wirken
 
 
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Written by garystuetz

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