Betonung und Aussprache – wichtige Attribute unserer Sprache?

Richtige Betonung und eine deutliche Aussprache spielen eine wichtige Rolle in der Kommunikation. Positive Sprache oder anders gesagt eine niveauvolle Sprache kann jeder lernen.  Gerne verrate ich Dir ein paar Tipps und Tricks und mit etwas Übung wirst auch du zum Profi in der Kommunikation.

Um eine wirkungsvolle Kommunikation zu erreichen müssen wir unsere Sprache und unsere Betonung bewußt einsetzen. Wir alle neigen dazu einfach drauf los zu plaudern und achten nicht darauf wie wir sprechen. Versuche doch einmal ganz besonders auf die Konsonanten und Vokale zu achten.

 eine Übung der Betonung und Aussprache beim Sprechen - üben bringt dich weiter!

Wie war das noch gleich mit den Konsonanten und Vokalen?

Laute, bei deren Aussprache der Atemstrom behindert und der Stimmtrakt des Sprechenden verengt wird sind Konsonanten. Man nennt ihn auch Mitlaut. Das Gegenstück bilden die Vokale (a, e, i, o, u), hier kann die Luft ungehindert ausströmen, weshalb sich der Sprechapparat nicht verengt oder verschließt, wie es bei den sogenannten Konsonanten der Fall ist.

In der deutschen Sprache gibt es 8 Vokale. a, e, i, o, u,  das sind die sogenannten Selbstlaute, ä, ö, ü  sind die Umlaute. Außerdem wird zwischen kurzen und langen Vokalen unterschieden.

  • Kurze Vokale werden kurz gesprochen, wie Tanne, Panne, Pfanne, Ball, Hölle, Mitte,
  • Lange Vokale werden lang gesprochen. Tal, Mut, Lehne, Mehl, Höhle, Miete.
  • Dann gibt es noch sogenannte Zweilaute. Das sind. au, ai, ei, eu, äu

Alle übrigen Buchstaben sind Konsonanten. b, c, d, f, g, h, j, k, l, m, n, p, q, r, s, t, v, w, x, y, z.
Ich möchte insbesondere auf die  Buchstaben k, p, t. eingehen, denn es ist sehr wichtig, dass man sie richtig betont.

Ein Beispiel zur Übung:

  • Die Katze tritt die Treppe krumm.
  • Der Cottbuser Postkutschbeamte, putzt den Cottbuser Postkutschkasten blank.

Hast du´s gehört. Die richtige Betonung bringt den Rhythmus in das Gesagte. Wie in der Musik.

Ein Musikstück wird nur gut klingen,  wenn du die Noten richtig spielst. In der Sprache ist es ebenso. Daher macht es Sinn dies zu üben!

Übung der Betonung und Aussprache beim Sprechen - üben

Versuche so oft wie möglich solche Geläufigkeitsübungen zu machen. Das geht z.B. während der Fahrt im Auto, unter der Dusche, beim Kochen, beim Waldspaziergang, etc. zum Beispiel so: In Ulm um Ulm und rund um Ulm herum. Oder eben: Die Katze tritt die Treppe krumm.

Warum sind mir in dieser Folge die Mitlaute, Umlaute usw. so wichtig?  Ganz einfach, weil wir tendenziell dazu neigen, undeutlich zu sprechen, zu „nuscheln“ bzw. Mundfaul zu sprechen.  Achte einfach mal ganz bewußt bei Deinen Bekannte, Freunden, Geschäftspartnern darauf. Dir wird auffallen, dass wir hier noch viel verbessern können.

Konsonanten – Was bedeutet das eigentlich?

Das Wort stammt aus dem Lateinischen bzw. lässt sich ableiten von (consonare). Das con bedeutet mit, und  sonare kann man als „mitklingen“ übersetzen. Daher ist der Konsonant ein Mitklinger oder auch Mitlaut.

Hier eine Übung für Dich: „Kannst du bitte einkaufen?“
Versuche nun, diesen Satz deutlich auszusprechen und achte bewußt darauf, wie die Luft beim Sprechen strömt. Fällt Dir ein Unterschied beim Sprechen auf?

Bei den den Vokalen ist der Mund beim Sprechen geöffnet:  a, e, i, o, u. Durch den geöffneten Mund ist der Luftstrom nicht gestört und der Laut kann deshalb auch deutlich entweichen. Anders verhält es sich bei den Konsonanten wie u.a. k, l, m, p, usw.  Die Luft muss hierbei ein Hindernis überwinden. Man bezeichnet dieses Hindernis auch als Hemmstelle. Die einzelnen Konsonanten lassen sich also unterscheiden, an welcher Stelle im Sprechapparat dieses Hemmnis sitzt. Sprechen wir ein n, wird der Laut am Zahndamm gebildet.Sprechen wir ein p, fällt auf, dass wir es mit den Lippen bilden. Üben bringt dich hier weiter!

Übung der Betonung und Aussprache beim Sprechen - übenWenn Du einmal ganz langsam das ganze Alphabet sprichst wirst Du im Mundraum ganz unterschiedliche Orte merken und du wirst die Buchstaben , die Aussprache, ganz unterschiedlich wahrnehmen. Diese Unterschiede werden beim Artikulieren der Buchstaben und Laute genutzt. Man bezeichnet sie als Artikulationsorte und diese sind für unsere Aussprache sehr wichtig.

Durch ein zu kurzes Lippenbändchen haben vielleicht einige Menschen in Wispeln beim Sprechen, andere haben eventuell durch eine falsche Zahnstellung eine falsche Betonung oder eine undeutliche Aussprache. Um die Aussprache zu verbessern gibt es Logopäden.

Wie entstehen nun Konsonanten?

Die einzelnen Konsonanten (Mitlaute)  werden an ganz verschiedenen Orten im Mundraum und im gesamten Sprechapparat gebildet.
Sie werden durch Unterbrechung oder Einengung der ausgeatmeten Luft an einer der Artikulationsstellen wie Gaumen, Lippen, Zähne gebildet.
Einige werden ganz vorn mit den Lippen gesprochen und gebildet, andere werden im Rachen geformt. Sprachwissenschaftler und Logopäden
kennen noch eine feinere Unterscheidung, was aber an dieser Stelle sicher den Rahmen sprengen würde wenn ich darauf jetzt näher eingehe.
Mir ist wichtig, dass du selbst den  Unterschied in der Formung und Betonung der Worte erkennen kannst. Dazu noch einige Beispiele:

Bein, Pein, Maut, oder Tag, Dach, Name. Wie wäre es mit Garage und schön.

So, nun habe ich Dir einen kleinen aber ersten Überblick in unsere so schöne Sprache gegeben. Und wenn du fleißig übst, wird dir auch der folgende Satz bald wie Öl von den Lippen gehen. Denn das ist ein richtiger Zungenbrecher. Hier als Übung für dich zum üben.

Spatz, Specht, Storch und Sperber sprangen spornstreichs schrillen Schreis, den steilen Steg hinunter.

 

 

Written by garystuetz

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