Stimme, Wirkung, Ausdruck, Emotion, Podcast, Kommunikation

Stimme und Wirkung im Berufsleben.

Stimme, Ausdruck, Kommunikation, Podcast, Wirkung

3 Dinge, die du über deine Stimme wissen sollst:

Vielleicht kennst du ja selbst solche Symptome. Die Stimme ist weg? Was tun?

 

Stimmtraining ist wichtig!

Stimme, Ausdruck und Wirkung sind die Grundpfeiler einer guten Kommunikation. Um richtig zu reagieren, wenn deine Stimme weg ist, habe ich ein paar Tipps für dich. Mit den folgenden Übungen kann es dir dann nicht mehr so leicht passieren, dass deine Stimme sich eine Auszeit nimmt.

 

Gut zu wissen:

  • Den Kehlkopf – er ist ein Teil des Atemtrakts und bildet den Übergang vom Rachen zur Luftröhre,
  • die Stimmbänder – diese werden beim Sprechen, lachen, oder singen in Schwingung versetzt und wir brauchen noch
  • das Zwerchfell. Ohne Zwerchfell, kein Atmen.

In unserem Kehlkopf, das ist ein Teil des Atemtrakts befinden sich unsere beiden Stimmlippen, oder auch Stimmbänder genannt. Wenn wir still atmen, also weder lachen, singen oder sprechen, strömt die Atemluft ungehindert aus.

Sobald jedoch ein Stimmimpuls folgt, schließen sich die beiden Stimmlippen, der Ausatem wird blockiert und Druck entsteht. Stimmimpuls heißt, wenn ich beispielsweise wie schon oben erwähnt lache, singe oder spreche. Stelle dir das ganz vor, wie wenn bei einem Kochtopf. Wenn die heiße Luft entweichen möchte. Etwa wenn du Kartoffel kochst. Dieser Druck zwängt sich dann durch unsere Stimmlippen, so entsteht ein Ton.

 

Tipp:

Singen als Stimmtraining -

ist eine ganz großartige Übung um die Stimme zu kräftigen. Es ist egal, ob du richtig oder falsch singst. Hauptsache du singst. Ich mache das immer im Auto. Denn Singen kräftigt deine Stimmbänder.

Unsere Stimme ist wie ein Instrument. Das kann auch jeder lernen, denn die Stimme ist ein System, welches durch präzises Zusammenwirken dreier Funktionskreise einen Klangstrom hervorbringt. Es kommt jedoch noch auf den richtigen Rhythmus an.

Soll heißen. Sprechen kann jeder, nur was und wie es rauskommt hat auch eine große Bedeutung um beim Reden auch gehört zu werden. Gitarre spielen kann auch jeder, aber ohne den richtigen Rhytmus wird ein Lied leider nicht so klingen wie es soll.

 

Stimmbildung bedeutet zum einen die Bildung eines Stimm- und Sprechbewusstseins. Wie ein Autofahrer wissen soll, wie sein Fahrzeug funktioniert, also Rahmen, Motor, Treibstoff, so ist es gut zu wissen, wie es um unsere Stimme steht. Es geht um die Wahrnehmung des Atems, des Stimmklangs und der eigenen Sprechstimme. Und natürlich auch die der Anderen.

Auch die Kräftigung der Stimme ist wichtig, ebenso wie die Verbesserung der Aussprache. Wenn alles gut klingt kommt auch die Freude an einem gut gesprochenen Wort. Warum soll ich beim Sprechen Freude haben? Weil du ganz anders von der Umwelt wahrgenommen wirst. Viel positiver, da man dich jetzt auch versteht. Und um mich zu wiederholen. Du beim Sprechen auch gehört wirst.

Man versteht was du sagst. Denn Stimme bilden, sich gut zu artikulieren bedeutet auch, sich seiner selbst bewusst zu sein.

 

Dabei geht es um die eigene Persönlichkeit, dadurch erlangen wir auch mehr Selbstbewusstsein, Sicherheit, Authentizität und Glaubwürdigkeit. Und das gilt in jedem Gespräch. Letztendlich führt dies alles auch zu mehr Erfolg. Denn wenn du ein gutes Kundengespräch führst, kommst deine Botschaft wirkungsvoller beim Gegenüber an.

Mit der Stimme zeigen und verkaufen wir uns nach außen. Die Stimmbildung, unsere Stimme ist unser akustisches Aushängeschild. Daher kommen gut klingende, gut trainierte Stimmen besser beim Gesprächspartner an.

 

Noch ein Tipp:

Beiss in die Zitrone – deine Stimme dankt es dir!

Wenn die Zunge am Gaumen klebt, wenn der Hals trocken ist, dann gibt es einen einfachen Trick. Denke einfach daran, wie Du in eine saure Zitrone beißt. Oder du kaust ganz vorsichtig an den Rändern oder an der Spitze deiner Zunge. Schon wird die Speichelproduktion angeregt und bei Deinem Vortrag, Deiner Rede klebt nichts mehr am Gaumen.

Allein schon, wenn ich das schreibe und an die Zitrone denke, regt das meinen Speichelfluss an. Schon sehr wirkungsvoll so eine Zitrone.

 

Eine Studie hat ergeben, dass gebildete Menschen eine Begegnung zu 40% nach dem Klang der Stimme, über 50- jährige Akademiker sogar zu 56% beurteilen. Da zeigt sich, wie wichtig Stimme natürlich im Einklang mit Körpersprache, Mimik, Gestik und für den beruflichen und auch privaten Erfolg ist.

 

Der Ton macht die Musik:

Das Verständlichste an der Stimme, bzw. der Sprache ist nicht das Wort, sondern aufgepasst:

Modulation und das Tempo. Kurz gesagt, dass WIE es gesprochen wird. Die Musik hinter den Worten. Dazu gehört auch Leidenschaft. Für mich als professioneller Sprecher macht es natürlich Sinn, laut zu lesen, auf eine gute Artikulation zu achten. Obwohl wenn ich privat unterwegs bin, spreche ich Dialekt.  Aber ich kann das professionelle Sprechen jederzeit abrufen.

Dennoch beschäftige ich mich mit der Sprache- oder Aussprache, weil es mir auch Spaß macht, schön zu sprechen.

Einfach nur drauflos zu plaudern ist zu wenig. Ein bisschen Leidenschaft und auch Verantwortung gehört schon dazu. Vor allem wenn du beruflich viel Sprechen musst. Sei es als Lehrer, Politiker, Moderator, Verkäufer, in einem Call Center etwa oder als Vortragenden gegenüber den Zuhörern.

 

Die Botschaft soll beim Gegenüber auch ankommen.

 

Dessen sind sich viele leider nicht bewusst. Schade, denn da geht viel Energie, Zeit, Nerven und oftmals auch Geld verloren. Denn Zeit ist bekanntlich ja auch Geld.

Ich erlebe solche Situationen immer wieder. Da wird einfach drauflos geplaudert, ohne Punkt und Komma, ohne Rücksicht auf Verluste. Und unter Verluste verstehe ich mein Gegenüber, welches oftmals zugedröhnt wird. Du kannst auch zugetextet sagen. Wir sprechen zu schnell, zu schlampig, zu ungenau. Und werden dann auch nicht gut verstanden. Daher zahlt sich ein Stimmtraining schon aus.

 

Stimmbildung mit dem Bauchgefühl?

Wir denken immer gleich an die tönende, laute oder extrovertierte Stimme. Aber manchmal sprechen wir auch mit einer inneren Stimme, die vielleicht aus dem Herzen zu uns selbst spricht. Ich denke da an Gemütsregungen.

Wenn wir in uns hineinhorchen, ganz tief, dann werden wir uns klar, was wir wirklich wollen und was nicht.

Ich nenne sie auch die intuitive Stimme. Es heißt ja, auf den Bauch hören. Und oftmals stimmt dieses Bauchgefühl. Gibt uns diesen ersten Kick. Diesen ersten Impuls. Vor allem wenn es um Entscheidungen im Berufsleben geht, soll nach Angaben der Alpe Adria Universität in Kärnten/Österreich, Bauchgefühl mehr Einfluss haben, als unser rationales Denken. Ich lege meinen Focus auch auf mein Bauchgefühl.

Wir brauchen jedoch die äußere Stimme, die den Lärm macht, wenn wir uns mitteilen wollen.

 

Kennst du das auch?

Manchmal gibt es aber Unstimmigkeiten zwischen dem was wir sagen möchten und dem was wir sagen sollen. Ein Beispiel: Wir sind im Büro und der Chef kommt vorbei. Wir sagen zwar ein freundliches „guten Morgen“, aber wir meinen es nicht so. Ist oftmals auch einer der Gründe warum die „Stimme weg“ ist. Aber nur in den schlimmsten Fällen.

Bist du jedoch ein sehr schüchterner oder introvertierter Mensch bist, kann das durchaus der Fall sein.

Woher nehme ich aber die Kraft die ich zum Sprechen, also für die Stimme brauche. Wie schon einmal erwähnt, liegt unser Kraftzentrum im Bauch, besser gesagt im Unterbauch, das ist unterhalb des Nabels. Hier ist das Zentrum wo wir auch tiefe Freude, Trauer, Lust und Frust spüren. D. h. für unser ach so zartes und sensibles Stimmchen, dass sie mehr oder weniger von dieser Region abhängig ist.

 

Schon mal was von Flanken- Unterbauch oder Rückenatmung gehört?

Wird eher nicht so wahrgenommen. Dies kann jedoch dazu führen, wenn wir beispielsweise Emotionen ausdrücken, dass wir von dieser Kraft abgeschnitten sind, wir keine Kraft zum Sprechen mehr haben, Stimmprobleme sind das Ergebnis. Genau dieses Zentrum ist für unsere kraftvolle Stimme notwendig. Opernsänger beispielsweise könnten nicht so hoch und kräftig singen, wenn sie nicht mit den angesprochenen Atemtechniken singen würden.

 

Gesundheit stärken durch Stimmtraining?

 

Stimmtraining und Stimmbildung ist auch eine Gesundheitsvorsorge.

 

Richtig gehört. Wenn es konsequent gemacht wird. Sich der eigenen Stimme bewusst zu sein, zu wissen wie sie wirklich klingen soll, den Grundton zu kennen, ist schon sehr wichtig. Weil du viel besser Emotionen erzeugen kannst, Spannung im Gespräch aufbauen oder mit der Stimme führen kannst.

Übrigens niesen, lachen, husten, weinen oder auch gähnen, sind Reflexe, die für ein Stimmtraining sehr nützlich sein können. Sie üben eine harmonisierende Wirkung auf unsere Muskeln und das Nervensystem aus. Es wird Luft ausgetauscht und Schleim abgesondert. Der Spannungszustand wird gehoben und gesenkt. Also Über -und Unterspannungen werden bei der Stimmbildung und neutralisiert, wenn man so sagen will.

 

Stimme ist Sport?

Stimmtraining ist auch Sport. Denn dieses unwillkürliche Anspannen diese kurzen heftigen Impulse bringen Beweglichkeit in die Muskulatur. Huste einfach einmal und fühle wo sich Dein Bauch bewegt. Diese kleinen reflexartigen Hustenstöße aktivieren die Bauchmuskulatur. Wie bei Liegestützen oder Hanteltraining wird beim Stimmtraining auch gegen einen Widerstand gearbeitet, indem wir den ausströmenden Atem leicht stauen.

 

Noch eine Übung zum Abschluss:

Wir spielen Eisenbahn. Öfter hintereinander „schschschsch“ sprechen. Spüre diese kurzen Stöße in Deiner Bauchmuskulatur. Für einen Sixpack reichen diese Übungen leider nicht. Das Fitness Studio bleibt Dir nicht erspart.

Wenn dir mein Podcast gefällt, bitte ich dich um eine positive Rezession auf iTunes. Dafür bin ich dir sehr dankbar.

Noch eine schöne Zeit.

Dein

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Written by garystuetz

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