Stimme, Ausdruck, Wirkung, Training

Schluss mit nervigen Stimmen!

Stimmhöhe

Stimme, Ausdruck, Wirkung, Training.

Hilfe, meine Stimme ist so hoch.

Was kann ich machen?

Es ist vielfach der Wunsch, eine tiefere Stimme zu bekommen. Klarer zu sprechen und auch besser gehört zu werden. Aber das sind zwei Paar Schuhe. Ich gebe dir in dieser Folge ein paar Tipps, wie du mit gezieltem Stimmtraining es schaffst, dass deine Stimme etwas tiefer wird. Stimme hat Wirkung. Mit etwas Training, bekommst auch du eine tiefe Stimme.

Ich höre immer wieder, warum soll ich meine Stimme trainieren. Viele finden es peinlich, die Arbeit mit der Stimme, stimmlich zu üben. Üben heißt ja auch die Stimme zu verstellen, also lauter und voller zu sprechen oder auch singen. Das erfordert schon eine Menge Mut. Aber, ohne Fleiß, kein Preis.

 

Übung macht den Meister.

 

Wenn du deine Stimme trainierst dann kann sein, dass dein Nachbar mitbekommt was du machst. Keine Angst. Ist nicht so schlimm wie bei einem Sänger oder Musiker. Das bekommen die Nachbarn auf alle Fälle mit.

Das erinnert mich wieder an die Festspielzeit. Ich wohne in Salzburg. Der Festspielstadt. Und im Sommer hört man des Öfteren aus der einen oder anderen Wohnung lautes Singen, oder auch diverse Instrumente ertönen. Das sind die Künstler, die sich für die diversen Auftritte in Opern, Operetten usw. fit machen. Das gute am Üben ist jedoch. Deine Freunde -und Kollegen werden es merken, dass deine Stimme sich verbessert hat, dass du dich mit deiner Stimme befasst hast. Sie ist klarer, stärker, voluminöser.

Vor allem bei Frauen wird man durch Stimmtraining, eine festere Stimme, eine Änderung erkennen.

Du kannst dein Stimmtraining auch im Auto machen. Singe, laut und mit Begeisterung. Vielleicht geht es dir dann ebenso wie mir. Ab und zu erntete ich da komische Blicke von anderem Verkehrsteilnehmer, aber das macht nix. Und eine lange Autofahrt wird mit Sprechtraining nicht mehr ganz so langweilig.

Du kannst dir dazu mein Hörbuch anhören. Da sind viele dieser Tipps drauf.

Barak Obama

 

Wie bekomme ich eine tiefere Stimme?

Der große Vorteil, wenn du deine Stimme trainieren willst liegt ja darin, dass du üben kannst wann und wo du willst. Du hast jeden Tag die Möglichkeit zu üben, ohne Gerät, ohne irgendeinen Verein aufzusuchen. Du musst es nur Tun.

Stimmtraining dient auch der Spannkraft. Jede Muskulatur braucht für diese Leistung auch Elastizität und die resultiert halt mal aus Entspannung und Ruhe.

 

Kommen wir zur Stimmübung.

Setze Dich hin und genieße die Ruhe. Sieh zu, dass du wirklich allein bist. Ungestört, nur für Dich. Wenn Du in der Natur bist, dann höre einfach einmal was diese Dir sagt. Höre auf die Geräusche, welche du hörst. Also bewusstes hinhören.

Vielleicht bist Du ein Mensch, der meditiert. Meditation heißt: einfach da sein, ohne irgendetwas zu tun — keine Handlung, keinen Gedanken, keine Gefühlsregung. Du bist. Das ist sehr entspannend.

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass wir ab und zu die Luft anhalten, ohne zu wissen warum?

Das passiert schon mal in der hektischen Zeit. Dadurch blockieren wir aber einen Großteil unserer Energie, die wir besser nutzen könnten. Zum Beispiel um den Körper zu stabilisieren und die Ausdauer und Kraft zu steigern.

 

Der Atem ist unser Energieträger.

 

Wenn Du Zeit hast, beobachte im Tagesverlauf einfach einmal deinen Atemfluss. Beim Zähneputzen, oder unter der Dusche, bei Kundengesprächen, am Telefon oder während einer Besprechung. So etwas gehört auch zur Stimmübung.

Denn dadurch bekommst du ein besseres Bewusstsein für deine Stimme. Ein besseres Gefühl, wie sie funktioniert. Der Vorteil. Du erkennst sofort, wenn sie nicht mehr so ist, wie sie sein soll, weil du eine gewisse Sensibilität für deine Stimme aufgebaut hast.

Stimmtraining mit Bauchatmung.

Es gibt die Bauch- und Brustatmung. Dafür bitte ich dich, setzte dich auf die Vorderkannte eines Stuhls. Jetzt legst Du eine Hand auf den Bauch und atmest bewusst dahin. Jetzt gibst du eine Hand auf die Brust und atmest hierhin. Merkst Du den Unterschied?

Vor allem beim Sport atmen wir viel mehr mit der Brust. Gut ist, wenn Du wechselst. Einmal Bauch atmen, dann wenn du daran denkst, wieder einmal Brustatmen. Dann aktivierst du beides. Lunge und Zwerchfell.

Bei Frauen soll die Brustatmung eine größere Rolle spielen als bei Männern. Das passiert, wenn du den Unterschied erkennst, oftmals automatisch. Wenn ich etwas Vertone, beispielsweise Werbungen, Dokus oder Filme bespreche, dann atme ich in den Bauch. Beim Sport atme ich mit der Brustatmung. Also geschieht dieser Wechsel ganz von allein.

Wichtig ist:

Dass du den Unterschied zwischen Bauch- und Brustatmung kennst. Dann ist es ein Leichtes, wechselnd zu atmen.

Übung zum Senken der Sprechstimmlage.

Sprechen in einer überhöhten Stimmlage, wirkt sich nachteilig auf die stimmerzeugenden Organe und das akustische Erscheinungsbild aus. Diese Übung zum Senken der Sprechstimmlage hilft dir dabei, deinen Stimmklang dauerhaft zu vertiefen. Ein wohlklingender, voluminöser, tragfähiger und der natürlichen Stimmlage angepasster Stimmklang lässt dich auf dein Umfeld selbstbewusster, kompetenter und vertrauenswürdiger wirken.

Vorgehensweise:

Stelle dich aufrecht hin. Achte darauf, dass deine Beine hüftbreit und parallel zueinanderstehen, die Knie sind leicht gelöst. Spüre den festen Untergrund unter deinen Füßen und nimm den Kontakt wahr.

Richte deinen Kopf auf, indem du dir vorstellst, an deinem Scheitel entspringt ein goldener Faden, der dich mit dem Himmel verbindet. Achte jedoch darauf deinen Kopf nicht zu überstrecken.

Jetzt ziehst du dreimal hintereinander die Schultern soweit wie möglich nach oben und lasse sie mit einem kräftigen Seufzer auf „haa“ oder „hoo“ wieder fallen.

Spürst du dabei diese angenehme Entspannung, wie Sie sich in deinem Körper ausbreitet? Gönne dir einen Augenblick um deine Atmung wahrzunehmen. Spürst du, wie die Luft gleichmäßig und ganz von allein in dich ein- und wieder hinausströmt? Nach dem nächsten Atemzug bildest du mit dem Ausatmen ganz entspannt und ohne Druck ein „aaaaa“.

Nimm jetzt gleichzeitig deine Hände zu Hilfe und klopfe damit während du diesen Ton bildest, deinen Brustkorb sanft ab. Durch das leichte Klopfen und die Vibrationen sollte der Ton nun etwas abgehackt (staccatoartig) klingen.

Variiere dabei auch einmal deine Kieferöffnungsweite und nimm bewusst wahr, wie sich der Ton verändert. Diese Übung wiederholst du mit den Vokalen “e“, “i“, “o“ und “u“.

Und jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim Üben und mit deinen Nachbarn.

 

 

 

Und wenn dir mein Podcast gefällt, bitte ich dich um eine positive Rezession auf iTunes. Dafür bin ich dir sehr dankbar.

Noch eine schöne Zeit.

Dein

Präsentieren sicher sprechen besser wirken
 
 
Hole dir jetzt dein Gratisgeschenk.

Merken

Merken

Written by garystuetz

1 Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*