Mentale Stärke ist Meilenstein deiner Rede – Tipps gegen Nervosität

Nervosität in Energie umwandeln für deine Rede

In der letzten Folge ging es um die Nervosität. Weil es so wichtig ist, gebe ich dir ein paar hilfreiche Tipps wie du Nervosität in Energie umwandeln kannst. In meinen Übungen konfrontiere ich meine Teilnehemer/innen relativ schnell mit solchen Situationen, damit sie im Laufe des Seminars damit umgehen lernen. Auch wenn sich die TeilnehmerInnnen kennen werden sie nervös wenn sie als Aufgabe bekommen sich selbst zu präsentieren. Diese Nervosität hat Wirkung auf die eigene Körpersprache und somit auf dein Publikum. Auch für mich ist es immer wieder eine Herausforderung vor einer Gruppe zu sprechen. Da bin ich angreifbar und ich bin den Teilnehmern sehr nahe. Das ist bei großen Moderationen vor einigen 100 oder 1000den Menschen nicht der Fall. Da habe ich sozusagen einen Sicherheitsabstand denn es ist meistens eine große Bühne. Daher gilt es, die Nervosität in den Griff zu bekommen und in positive Energie umzuwandeln. Oder wie Frau Tiggeler so schön sagt. Aus Lampenfieber, Lampenfreude zu machen.

Mentale Stärke durch Vorbereitung ist Tipp 1 für dich

Vorbereitung ist das A&O. Wenn ich wieder einmal mit meinem Gleitschirm abheben möchte, muss ich mich gut vorbereiten. Wetterkarten ansehen, Windrichtung einplanen usw. Hier meine ich die Vorbereitung vor einer Rede, einem Meeting, Präsentation oder was auch immer ansteht. Letzten Samstag hatte ich mit  TheAustrianRock Franz Müllner und Extremsportler Andreas Gindlhumer unsere Show. „leben extrem“ – eine Motivations- Show mit Spitzensportlern. Wir gehen da neue Schritte zur Informationsübertragung. Dabei steht nicht ein Speaker auf der Bühne, sondern es ist eine Talkrunde mit Spitzensportlern, von denen wir sehr viel lernen können zum Thema Motivation und mentale Stärke bzw. mentale Fitness. Beispiel Andreas Gindlhumer. Er läuft schnell mal von Österreich nach Triest. Unglaublich. Das sind über 300 km. Gindlhumer ist mal auf einen Berg gegangen, sein Hausberg quasi, hat sich oben den Fuß gebrochen und ist damit wieder zurück ins Tal gegangen, weil das Telefon nicht funktioniert hat und er keinen Notruf absetzen konnte. Das ist nur durch mentale Stärke zu schaffen! Und genau das sind die Themen unserer Show. Motivation und mentale Stärke geben wir an Unternehmen oder unser Publikum weiter. Denn auch im Berufs- und Privatleben brauchen wir Motivation und mentale Stärke. Spitzensportler leben ständig im Extremen. Denke einmal an die Skirennläufer. Von den Tipps und Tricks die sie in dieser Motivationsshow an uns weitergeben können wir sehr vieles mitnehmen.

Körpersprache und Stimme Tipp 2

Der Körper spricht immer, also achte auf deine Körpersprache. Das Auge ist schneller als das Ohr wenn es um die Aufnahme von Sinneseindrücken geht. Deshalb wird die entscheidende Botschaft nicht nur über den auditiven Eindruck transportiert, sondern vor allem über den visuellen Eindruck. Und den gewinnt der Zuhörer über deine Körpersprache. Körpersprache spielt eine große und entscheidende Rolle. Wie schon Sir Alex Guinness sagte: Gang und Haltung verraten mehr als ein Gesicht. Im Idealfall passen Körpersprache und Modulation der Stimme perfekt zusammen. Dann hast du deine Zuhörer voll an deiner Seite. Körpersprache muss man trainieren. Genauso braucht die Stimme regelmäßiges Training. Besonders wenn du deine Stimme täglich beruflich brauchst, vielleicht als Topverkäufer, LehrerIn, Speaker, Telefonist/in. Doch wie trainierst du deine Stimme am besten? Professionelle Musiker beherrschen ihr Instrument, weil sie täglich üben. Wie viele Stunden pro Tag trainierst du deine Stimme?  Ein Stimm- und Sprachtraining macht sich bezahlt denn es steigert deine Überzeugungskraft und verbessert dein Auftreten gegenüber deines Publikums.

Nervosität minimieren ist mein Tipp 3

Bleiben wir einmal bei unseren Wintersportlern weil es gerade so aktuell ist. Kein Sportler geht unaufgewärmt bzw. unvorbereitet in den Wettkampf. Vor dem Wettkampf wärmen sie sich auf und bereiten sich auch mental vor. Und genau dies müssen auch wir tun wenn wir etwas Wichtiges zu sagen haben. Unsere mentale Stärke trainieren sowie ein effektives Warm-up solltest du vor jeder wichtigen Rede, Ansprache einplanen. Für ein wichtiges Kundengespräch oder eine Kundenpräsentation ist es absolut wichtig. Wenn du dich jetzt fragst, was hat das mit Nervosität zu tun, dann kann ich dir nur sagen. Sehr viel! Wenn du gut vorbereitet bist, nicht nur inhaltlich, dann fühlst du dich sicherer und das senkt deine Nervosität. Und es erhöht deine mentale Stärke!  Was genau ist Nervosität?  Es ist z.B. Angst vor Versagen oder auch Angst vor dem Unbekannten. Durch optimale Vorbereitung nimmst du dir selber schon einen Großteil dieser Angst. Das Unbekannte wird geringer, wird kleiner.

Sprechtempo optimieren Tipp 4

Das Sprechtempo ist wichtig. Weniger ist oft mehr. Ich erlebe immer wieder, dass Vortragende so schnell und auch schlampig sprechen, das die ganze Information auf der Strecke bleibt und die Botschaft nicht ankommt. Zu schnelles Sprechtempo. Langsames Sprechtempo ist sehr wichtig für die optimale Wirkung deiner Stimme und vor allem für den Informationstransport. Sprichst du zu schnell, ohne Punkt und Komma, dann verlierst du an Überzeugungskraft und deine Zuhörer hören dir nicht aufmerksam zu.

Pause machen ist mein Tipp 5

Die „Macht der Pause“ solltest Du unbedingt nutzen. Versuche einmal nach ein paar Worten eine Pause zu machen und in Gedanken 21, 22, 23, 24, 25 zu zählen. Achte dabei auf die Signale deines Gegenübers. Du wirst staunen wie hoch der Aufmerksamkeitspegel ist.

Die Technik gehört dazu Tipp 6

In einem meiner letzten Vorträge die ich besucht habe, war unzureichende Vorbereitung ein Grund des Aufmerksamkeitsverlustes. Zur Verteidigung des Referenten muss ich allerdings sagen, dass er Handwerker war und kein Speaker. Wenn ich weiß, dass ich vor Anderen etwas vortragen soll, mich präsentieren soll, dann ist es für mich keine Entschuldigung was für einen Beruf man ausübt. Der Vortragende möchte ja neue Kunden gewinnen und das klappt meist nur wenn’s spannend ist. Der Handwerker hatte jedoch gleich von Beginn an einen schwerwiegenden Fehler gemacht. Ein sehr großes Palmenblatt hing mitten in den großen Bildschirm. Ein absolutes No Go. Der erste Eindruck zählt und der ging gleich einmal voll in die Hose. Da schaltet man doch gedanklich gleich ab. Zudem hat er noch alles, aber wirklich alles abgelesen. Wieder ein No Go!  Wie sagte schon René Borbonus: „Weg vom betreuten lesen“. Ich beobachte in solchen Situationen gerne die Zuhörer. Und die waren weg, weg mit ihren Gedanken, weg vom Vortrag. Ergo. Alles war für die Katz, verschossenes Pulver. Schade, aber hier fehlte es zum einen an der fehlenden Vorbereitung, zum anderen vielleicht auch an der gewissen Verantwortung den Zuhörern gegenüber. Dazu gehört auch die Technik wie Laptop, Batterien, den Presenter, gute Sicht für die Zuhörer etc. Wie und wo stehe ich, wie ist meine Körpersprache und vieles mehr. Ich kann immer nur wiederholen, es gibt Mittel und Wege, es besser zu machen. Man muss sich informieren und dann umsetzen. Nur so klappt es das nächste Mal.

Ich bin gerne für dich da, wenn du mich brauchst. Viele wertvolle Informationen findest du auch auf meiner Trainerwebsite: www.gary-stuetz.com

P.S.: Wenn Dir mein Blog gefällt schreib einen positiven Kommentar. Ich würde mich sehr darüber freuen.

Written by garystuetz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*