Stimme, Wirkung, Kommunikation, Sprache, Podcast. Blues.

Führe, wirke und begeistere!

Blues und seine Wirkung

Stimme, Wirkung, Kommunikation, Sprache, Podcast. Blues.

Jetzt bist du endlich so weit.

Du hast deine Präsentation oder Rede endlich inhaltlich fertig, heißt das noch lange nicht, dass du dein Gegenüber auch überzeugst. Denn wenn dein Inhalt eintönig und gleichmäßig vorgetragen ist wird, schlafen dir deine Zuhörer ein.

Ebenso ist es bei Texten im Vortrag: Wenn du mit deiner Stimme nicht spielst, dann droht es langweilig zu werden. Deine Zuhörer gehen auf Gedankenreise. Denn nur wer es schafft durch Modulation, Sprechrhytmus, Pausen zu spielen, der holt seine Zuhörer wer immer das auch sein mag, emotional ab.

Tipp:

Eine Präsentation nur in Gedanken durchzugehen ist zu wenig. Üben ist angesagt. Sprich laut vor dich hin und spiele mit deiner Stimme. Einmal laut, einmal führen, einmal sanft usw.

Übertreibe beim üben. Spiele auch mit der Tonhöhe, mal ganz hoch, mal ganz tief und benütze alle Stufen dazwischen. du kannst dabei auch mal in nur einem Wort die Tonhöhe ganz bewusst ändern. Sprich einmal schnell, dann wieder etwas langsamer. Benutze das in Passagen. Sei dir des Inhaltes bewusst und reagiere darauf. Soll heißen. Je nach Textabschnitt abwechselnd sprechen und probiere so alle Zwischenstufen aus. Es macht Spaß und bringt viel.

Es gibt eingemeinsames Projekt mit Norbert Egger. Mit ihm habe ich in Folge 84 ein Interview geführt.

Kurz zur Erinnerung.

Norbert Egger ist einer der erfolgreichsten Slide Gitarristen Deutschlands und hat die Blues Szene revolutioniert. Wir beide machen musikalische Lesungen. Literatur meets Blues. Ein ganz spannendes Projekt.

Die nächste findet am 14. April im Salzheilstollen Berchtesgaden statt. Lesung mit Live Musik.

 

Blues und Wirkung

 

Um auf die Bandbreite deiner Stimme zurückzukommen.

 

Wie es klingen kann, hörst du jetzt.

In den Sommern der 1920er- und 1930er-Jahre konnte das Leben in den flach liegenden Baumwollplantagen des ausgedehnten Mississippi-Deltas sowohl Himmel als auch Hölle sein. Die Hölle war es, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, ohne einen schattenspendenden Baum weit und breit hinter dem Rücken eines langohrigen Maultieres zu pflügen, bis die Sonne den Schweiß aus der Haut des schwarzen Mannes geradezu herauskochte.

 

Zu viel Regen und zäher Schlamm andererseits machte das Pflügen fast unmöglich und die herumschwirrenden Mücken waren eine endlose fiebrige Plage. Bei zu viel Sonne verbrannte die ganze Ernte. Stechfliegen und Schnaken machten da weiter, wo die Mücken aufgehört hatten. So sah das Leben der Hilfsarbeiter während der großen Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre auf den Baumwollfeldern des Deltas aus.

Mit solch einem Leben wollte Robert Johnson nichts zu tun haben.

 

Dennoch, wenn man es schaffte, für ein, zwei Tage seine Sorgen zu vergessen, so konnte man ganz nah ein kleines Stück Himmel finden. Das Singen half dabei, einem verstehenden Gott sein Leid und den Schmerz der Welt mitzuteilen. Montagmorgen hatte man dann wieder den Maultierhintern vor sich. Aber diese Samstagnächte waren wie das Eintauchen in eine andere Welt, eine Welt, in der die Regeln für Afroamerikaner komplett umgekrempelt war.

Die Musik, die unter Afroamerikanern zu dieser Zeit am populärsten war, entzieht sich einer leichten Zuordnung – Geschmäcker überwanden fast alle Grenzen. Aber Blues war mit Sicherheit eine der beliebtesten Musikrichtungen, wenn nicht gar die Nummer eins. Die Zeiten waren hart und man musste oft einen hohen Preis bezahlen. Kartenhaie konnten am Spieltisch mit Leichtigkeit einem unbedarften Landei den gesamten Lohn abjagen.

 

Alkohol, Eifersucht, Streit, Messerstechereien, Schießereien standen an der Tagesordnung. Durch die Musik konnte man zumindest für kurze Zeit in eine andere Welt eintauchen. Die Musik, die unter Afroamerikanern zu dieser Zeit am populärsten war, ist der Blues. Lt. Historiker wurde der Begriff „Blues“ das erste Mal 1914 von dem afroamerikanischen Komponisten und Bandleader W. C. Handy verwendet.

Und einer der bekanntesten Gitarristen, Sänger und Songwriter in der Geschichte des Blues war Robert Leroy Johnson. 1911 in Hazlehurst, Mississippi geboren. Er wird auch der King of the Delta Blues genannt.  Robert Johnson hatte trotz seines kurzen Lebens einen sehr großen Einfluss auf die weitere Entwicklung der populären Musik.

 

Im Unterschied zu Muddy Waters oder B. B. King ist er doch meist nur den Blues-Insidern ein Begriff. Über das Leben von Robert Johnson gibt es überwiegend Vermutungen und Legenden, aber kaum Fakten. 1914 zog seine Mutter mit den Kindern zu Ihrem geflüchteten Ehemann nach Memphis, verließ diesen später aber endgültig – Robert und seine Schwester mussten bei ihrem Stiefvater zurückbleiben.

Das Leben bei dem strengen Stiefvater war für Robert jedoch unerträglich. Vermutlich aus Protest gegen den prügelnden Stiefvater nahm er schließlich den Namen seines leiblichen Vaters an. Und nicht nur das: Statt – wie verlangt – ebenfalls auf der Plantage zu arbeiten, hing er in den „Juke Joints“ herum. Das waren primitive Kneipen, in welchen oft Live-Musik gespielt wurde.

 

Dort hörte er die bekannten Bluesmusiker, wie Son House oder den zuvor gehörten Charley Patton und er riss von zuhause aus.
Robert hatte sich das Spiel auf der Blues Harp und dem Diddley Bow, einem selbstgebastelten Instrument selbst beigebracht. Aber er wollte unbedingt Gitarre spielen.

Immer wieder fragte er die Musiker in den Juke Joints, ob er in den Pausen spielen dürfe. Am Anfang war das wohl ziemlich schlimm, und Robert verschwand für einige Monate. Nach langer Zeit stand plötzlich der junge Robert in der Tür. Der damalige Blues-Topstar Son House erinnert sich.

 

„Schau mal, wer da mit der Gitarre auf dem Rücken zur Tür hereinkommt.‘
Robert zwängte sich durch die Menge, bis er schließlich zu uns kam. Ich sagte: „Na Kleiner, was machst du denn mit dem Ding? Willst du wieder jemanden zu Tode erschrecken?‘
Er antwortete: Ich sag dir auch was: Ist das eure Pause?‘
Darauf ich: „Nun, wir können es zu unserer Pause machen. Was willst du tun, Leute ärgern?‘
Robert: „Nein, lasst mich einfach – ich probier’s mal aus.‘
Ich sagte zu ihm: Na gut, okay‘ und gab ihm meinen Platz.

 

Er setzte sich und dieser Junge begann zu spielen … und als er fertig war, standen uns allen die Münder offen. Wirklich Allen!”
Die Leute konnten sich nicht erklären, wie er einen so großen Fortschritt gemacht hat. Sie meinten Robert Johnson hat seine Seele an den Teufel verkauft. Dafür soll er im Gegenzug die Virtuosität auf der Gitarre erhalten haben.

Das ist der Beginn der Crossroads-Legende
Viele seiner Songs wurden nach seinem Tod zu den absoluten Top Hits. U.a. von den Rolling Stones, Eric Clapton, Fleetwood Mac, Status Quo, ZZ Top, aus dem Blues Brothers-Film u.v.a.m.

 

Das war jetzt einmal ein Ausflug was du mit der Stimme alles machen kannst. Spiele mit ihr.

Begleitet wird diese musikalische Reise von Natural Blues. Sie spielen am 3. Mai als Vorgruppe von Jethro Tull.

 

Es gibt in Facebook meine neue Gruppe. Präsentieren und kommunizieren leicht gemacht. Sei dabei. Hier erfährst du Tipps, kannst mit anderen Gruppenmitgliedern chatten, deine Erfahrungen mitteilen, Fragen stellen und vieles mehr. Ich freu mich auf dich.

Ps.: Schon gewusst? Du kannst meinen Podcast auch als Blog lesen.

 

Und wenn dir mein Podcast gefällt, bitte ich dich um eine positive Rezession auf iTunes. Dafür bin ich dir sehr dankbar.

Noch eine schöne Zeit.

Dein

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Written by garystuetz

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