Wird künstliche Intelligenz unsere Kommunikation ablösen?

Sehr viele Unternehmen haben zum Teil mit großen Herausforderungen zu kämpfen. Sie managen die Anpassung an die Digitalisierung und zum anderen herrscht hoher Fachkräftemangel, da bleibt die interne Kommunikation schon einmal auf der Strecke. Mitarbeiter werden über eine Software gesucht oder eine Software entscheidet ob sie gekündigt werden. IBM hat ein System entwickelt, welches vorhersagen kann, welcher Mitarbeiter das Unternehmen in den nächsten sechs Monaten verlassen will.
Dieses System heißt KI-System und es soll eine Genauigkeit von 95 Prozent haben. Das System wird im internen Personalverkehr verwendet. Managern werden damit aktiv Ratschläge unterbreitet, noch bevor der Mitarbeiter seine Kündigung einreicht. Also ob es sich lohnt, diesen Mitarbeiter zu behalten. Und das entscheidet rein eine Software.

Der Vorgesetzte könnte den wechselwilligen Mitarbeiter dann mit einer Gehaltserhöhung oder anderen Benefits von einem Bleiben zu überzeugen. Unglaublich aber bereits 2015 hat der US-Softwarehersteller Workday ein Computerprogramm entwickelt, welches eine Wahrscheinlichkeit für einen Jobwechsel berechnet hat.

Die Software analysiert aus riesigen Datenmengen welche Kandidaten die besten sind. Sie kombiniert und errechnet auf Basis von Ausschreibungen auf Stellenportalen welche Kandidaten sie ansprechen sollen. Big Data helfen Managern hoch qualifiziertes Personal effizienter einzustellen und zu binden, die Fluktuation zu reduzieren und die Diversität zu verbessern.

Willkommen in der Welt von People Analytics

Dabei handelt es sich um ein Werkzeug, das Unternehmen dabei hilft, anhand von Daten über das VerhalUnsere Kommunikation als Mitarbeiterten, die Beziehungen und den Charakter von Menschen bessere Geschäftsentscheidungen zu treffen. Welchen Bewerber sollten Sie einstellen? Wen sollten Sie befördern? Wer überlegt, aus dem Unternehmen auszuscheiden? Sparen wir uns damit das miteinander sprechen?

Beispiel Personalbeschaffung: „Dank einer Technologie, die Informationen über Arbeitsuchende liefert, müssen Unternehmen bei der Einstellung neuer Mitarbeiter, bei der Strukturierung ihrer Teams, beim Eröffnen neuer Standorte und beim Entwickeln wettbewerbsfähiger Talentstrategien nicht mehr „auf ihr Bauchgefühl vertrauen“, sagt Jon Addison, Leiter von Talent Solutions bei LinkedIn.

Big Brother is watching you. Wo bleibt hier die Menschlichkeit? Wo unsere Kommunikation untereinander. Wie es aussieht, bleibt die interne Kommunikation immer mehr auf der Strecke. Wer die Personalsuche an Programme delegiert, gibt die persönliche Verantwortung ab. Ich finde zwar den für mich laut Software richtigen Mitarbeiter mit all seinen Qualifikationen. Ob er oder sie jedoch menschlich ins Unternehmen passt, ist eine andere Frage. Meiner Meinung nach geht der soziale Kontakt unter den MitarbeiternInnen immer mehr verloren.

Es gibt sogar eine ganze Reihe von Monitoring-Software, die analysiert, wie Angestellte ihre Computer nutzen, welche Browser- oder Tastatur-Angewohnheiten sie haben. Die Investmentbank Barclays ließ unter den Schreibtischen ihrer Mitarbeiter sogar Bewegungsmelder installieren, die mit Wärme- und Bewegungssensoren erkannten, ob jemand gerade an seinem Platz sitzt oder nicht.

Macht hier zu arbeiten noch Spaß? Nur zufriedene Mitarbeiter bringen zufriedene Kunden.

Immer wieder höre ich in meinen Seminaren, dass die interne Kommunikation und ein miteinander sprechen nicht wirklich funktioniert. Damit diese erfolgreich ist, müssen alle Mitarbeiter zur richtigen Zeit mit der richtigen Botschaft und dem richtigen Inhalt erreicht werden können. Das heißt für mich: wieder miteinander sprechen. Gezielt und auch zeitgenau.

Ob die interne Kommunikation in Unternehmen gut funktioniert hängt jedoch auch sehr viel von der Führungsebene ab. Sie ist das Rückgrat der Informationsverteilung im Unternehmen. Es kommt auf die individuellen Kommunikationsfähigkeiten der beteiligten Führungsebenen an. Auch hier gibt es reichlich zu tun, denn viele Führungskräfte sind sich der kommunikativen Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern nicht bewusst. Es werden immer mehr Coachingkompetenzen von Führungskräften erwartet.

Byebye „blabla“ Land. Nur wer es schafft, sein Gegenüber auch inhaltlich zu erreichen, der wird auch gehört. Also hören wir auch zu. Und wer seine Botschaft mit einer guten Geschichte unterstreicht, bleibt in Erinnerung.

Ich kenne Unternehmen, die haben sogenannte „Buchten oder Inseln,“ wo sich die MitarbeiterInnen zum Brainstorming zurückziehen. Das fördert den Erfolg wie Google es auch vormacht. Es wird miteinander gesprochen, Probleme können an- oder ausgesprochen werden und hier werden auch Ideen und damit Innovationen geboren.

Wie denken Sie über unsere „Neue Kommunikationsart?“

Legen Sie Wert auf ein miteinander Sprechen oder sind Sie Befürworter von Computern, die uns leiten? Schreiben Sie mir in den Kommentaren.

In meinen Seminaren helfe ich Ihnen zu besserer internen Kommunikation und wie Sie durch gutes Storytelling Ihre Zuhörer überzeugen und begeistern. Damit bauen Sie kontinuierlich Vertrauen und Beziehungen auf. Ihre Kommunikation wird interessanter und effektiver als jemals zuvor. Egal ob beruflich oder privat.

 

 

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Written by garystuetz

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