Wie sich Macht und kein Vertrauen auswirken können. Wer sich selbst lieber Reden hört, also ein Vielredner, darum geht es um den Blog und den Umgang damit wie wir den Vielredner stoppen können!

Eine Geschichte aus dem wahren Geschäftsleben. Kurt hat eine neue Arbeitsstelle. Er ist neu im Unternehmen und wurde auf diese neue Stelle eingeschult. Von, ich nenne ihn einmal Manfred. Manfred ist der Abteilungsleiter. Er wollte nicht, dass Kurts neue Arbeitskollegen ihn einlernen. Nein Manfred möchte dies gerne selbst machen. Obwohl sich Manfred in diesem Bereich nicht so gut auskennt, als die Kollegen*innen.

Vielredner zu stoppenOhne es jetzt zu werten, erkennen wir das Machtgehabe. Ich Alpha, ich sage wo es langgeht. Kommt immer wieder vor, dass sich Vorgesetzte in den Mittelpunkt stellen, obwohl sie gewisse Aufgaben besser den Mitarbeitern*innen überlassen, die damit täglich zu tun haben.

Manfred hat Kurt eingelernt. Aber wie. Mit viel zu viel Blablabla. Kurt hat nach einer Weile nicht mehr zugehört. Er hat die Informationen nicht mehr mitbekommen. Kurt wurde müde. Die Konzentration hat nachgelassen.

War Kurt unhöflich? Nein, im Gegenteil. Manfred hat ihn zugetextet. Im wahrsten Sinne des Wortes. Manfred nimmt sich sehr wichtig und hört sich gerne reden. Leider gibt es sehr viele solcher Manfreds. Vor allem in Unternehmen kosten Manfred ziemlich viel Zeit und Nerven.

Was passiert bei Vielrednern im Gehirn des Gegenübers?

Unser Gehirn verfügt über ein geniales Filtersystem. Von rund 11 Millionen Informationen, Reizen, die pro Sekunde über all unsere Sinne auf uns einströmen, Haut, Ohren, Nase, Augen usw., nimmt unser Gehirn nur 40! bewusst wahr.

D.h. 10 999 960 Reize gehen verloren. Das scheidet aus. Und das ist gut so, denn sonst würde „The Brain“ schlicht und einfach platzen. Wie bei einem Müllkorb. Wenn er voll ist, geht er über. Wir entleeren ihn, damit wieder etwas Platz hat.

Ähnlich ist es mit unserem Gehirn. Zuviel ist einfach zu viel. Da Kurt neu ist und Manfred sein Vorgesetzter ist, kann er nicht einfach Stopp sagen. Also hat Kurt Manfred die Funktion von unserem Gehirn erklärt. Dass Pausen in der Kommunikation sehr wichtig sind.

Nach einem Wortschwall von mehr als 17 Worten, Pause machen. Sonst kommt „the Brain“ nicht mehr mit. Der Rest geht verloren und genau das passiert durch Vielredner. Beim Müllkorb fliegt auch alles was zu viel ist auf den Boden.

Klar wusste Manfred das alles. Manfred ist ein sogenannter Alleswisser. Er weiß überall Bescheid und oft sogar alles besser. Kurt hat beobachtet, wie Manfred Kunden regelrecht zugetextet hatte und diese mit einem großen Fragezeichen auf der Stirn von Dannen gingen

Was ist der Hintergrund von einem Vielredner?

Damit kommen wir zum nächsten Punkt. Besserwisser haben das Problem, dass sie eigentlich nichts besser wissen, sondern damit nur ihre eigenen Persönlichkeitsschwäche überspielen. Es ist doch nur Unsicherheit nicht akzeptiert zu werden, wenn man ohne Punkt und Komma redet und überzeugen möchte.

Kurt, der sich in der Kommunikation und Körpersprache auskennt, hat Manfred gleich durchschaut. Leider hat Manfred nichts kapiert und plauderte die folgenden Einschulungstage munter drauf los.

Die Folgen und warum Vielrednern stoppen

Die Folge von einer Informationsüberflutung ist, dass Informationen verloren gehen, Wissen geht verloren. Kurt wurde regelrecht mit Informationen überschüttet, ohne ihm die Gelegenheit zu geben, diese zu verarbeiten.

Warum sind Pausen so wichtig?

Zum einen geben diese unserem Gesprächspartner die Gelegenheit, das Wissen zu teilen, das Gehirn speichert es ab. Machen Sie es einfach wie beim Italiener. Da essen Sie Spaghetti auch nicht alle auf einmal, sondern portionsweise. Also Vielredner stoppen ist wichtig!

So werden Informationen Häppchenweise übermittelt, der Kommunikationspartner*in kann diese verarbeiten, das Gesagte ist angekommen.

Dies hat bei Manfred alles nichts genützt. Kurt hatte leider das Problem, dass viele dieser sehr wichtigen Infos verlorengingen und er von seinen neuen Kollegen*innen nochmals eingeschult werden musste.

Als „Neuling“ einem Vorgesetzten zu widersprechen, kommt nicht gut. Kurt hat Manfred gesagt, dass es zu viel an Informationen sind, aber Manfred war so in seinem Element, dass er darauf nicht einging.

Manfred hat Kurt den schwarzen Peter zugeschoben. Also Kurt hat nicht ganz kapiert was Manfred so alles von sich gibt. Hier ist guter Rat teuer. Einem Vorgesetzten als neuer Mitarbeiter am ersten Tag zu widersprechen, hm. Kommt wahrscheinlich nicht so gut.

Wie kann man Vielredner stoppen

Meine Frage an Sie. Wie handhaben Sie solche Situationen mit Manfreds in Ihrem Unternehmen. Schreibe Sie mir eine Mail an info@gary-stuetz.com. Ihre Meinung zu dieser Situation ist mir wichtig.

Wie ging es weiter. Manfred hatte wieder in seinem Bereich genug zu tun und hat Kurt den neuen Mitarbeitern überlassen. Diese haben Kurt alles kurz und knackig erklärt. Somit war für Kurt die Welt wieder in Ordnung.

Falls auch Sie in Ihrer Geschäftswelt Manfreds haben oder kennen, habe ich hier einginge Tipps für Sie, Vielredner zu stoppen. Versuchen Sie Vielredner mit der Ich-Botschaft zu stoppen, wie etwa:

  • „Das geht mir zu schnell“
  • „Für mich sind das zu viele Informationen auf einmal.“
  • „Lassen Sie uns zu xy zurückkommen“.
  • „Ich möchte bei Punkt xy bleiben“.

Oder:

Machen Sie Komplimente. Vielredner möchten wahrgenommen werden. Deshalb sagen Sie beispielsweise: „Ein ganz wichtiger Punkt. Den will ich bekräftigen“, oder „Sehr gutes Beispiel. Das möchte ich ergänzen“.

Ihr Gegenüber wird sich kurz im Glanz des Kompliments sonnen und das wiederum ist Ihre Gelegenheit, den Vielredner zu stoppen und Ihre eigene Sicht zu schildern.

Studien wie man Vielredner stoppen kann

2019 haben Forscher vom Max-Planck-Institut für Psycholinguistik ein Mittel gegen nervige Vielredner gefunden. Blinzeln soll helfen. Sie haben für eine Studie untersucht welchen Einfluss Blinzeln auf Gespräche hat.

Ein spannendes Ergebnis war die Folge. Wenn die Lidschläge des Gegenübers besonders lang ausfielen, sprachen die Testpersonen kürzer. Die Wissenschaftler kamen zum Schluss, dass offensichtlich langes Blinzeln dem Gesprächspartner*in vermittelt: „Deine Informationen, die ich jetzt von dir gehört habe, genügen für meine Zwecke.“

Falls ich Ihnen in Ihrer Kommunikation weiterhelfen kann, bin ich gerne für Sie da.

Melden Sie sich, ich freue mich auf Sie.

Viel Spaß beim Blinzeln.

Ihr Gary Stütz

Written by garystuetz

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