Die Angst vor Menschen zu sprechen

Ich erlebe es immer wieder. Was passiert, wenn Menschen aus der Komfortzone geholt werden. Beispielsweise, weil sie vor Publikum sprechen sollen oder müssen. Meine Erkenntnis aus meinen Seminaren haben ergeben, dass, auch wenn sich die Teilnehmer untereinander kennen, sie sehr nervös sind und die Angst vor Menschen zu sprechen ist präsent.

Die Angst vor Menschen zu sprechen - Stimme - Gute Vorbereitung ist entscheidend für Deinen Bühnenerfolg - eine Moderation oder die Moderation lebt davonGenau darum geht es in meinen Trainings diese Angst vor Menschen zu sprechen in den Griff zu bekommen. Damit werden Verbesserungen erarbeitet, die dann am Ende des Tages auch deutlich zu sehen sind. Und wenn dann am Ende des Trainings/Seminars die Daumen der TeilnehmerInnen nach oben gehen, ist es auch für mich als Trainer oder Seminarleiter ein großartiges Gefühl. Aber – wie schon Mark Twain gesagt hat. Das menschliche Gehirn ist eine großartige Sache. Es funktioniert bis zu dem Zeitpunkt, wo du aufstehst, um eine Rede zu halten. –

Symptome der Angst vor Menschen zu sprechen

  • Ergeht es Ihnen ebenso? Kennen Sie solche Symptome der Angst vor Menschen zu sprechen wie:
  • Sie kommen ins Stottern, weil Sie während Ihrer Präsentation nicht mehr weiterwissen und das war’s dann?
  • Referate, Vorträge, Reden, Präsentationen sind ein Albtraum für Sie?
  •  Haben Sie Angst, dass man Sie als Versager ansieht?
  •  Den Faden zu verlieren?

Die Liste ließ sich endlos fortsetzen und wir kennen das doch alle.

Diese Angst vor Menschen zu sprechen können Sie vermeiden, damit Sie für Ihre Rede, Präsentation, Vortrag, Prüfung oder Meeting sicherer zu werden. Ein Zauberwort ist. TUN. Sie müssen nur in die Gänge kommen und üben. Also TUN.

Lösungen aus der Angst vor Menschen zu sprechen

Die Angst vor Menschen zu sprechen - Wirkung im GeschäftslebenVorbereitung ist alles, um diese Angst vor Menschen zu sprechen in den Griff zu bekommen. Nur wer gut vorbereitet ist, startet auch gut in seinen Vortrag. Gute Vorbereitung mindert nicht nur die Nervosität, sie schafft auch einen guten erstes Eindruck! Der erste Eindruck zählt! Stimme, Ausdruck und Wirkung sind ein absoluter Garant für einen erfolgreichen Vortrag.

Die wichtigsten Faktoren für gute Wirkung

Warum Stimme? Einer guten Stimme hören wir gerne zu. Daher sind eine klare Aussprache und gute Rhetorik anzustreben. Ein Beispiel. Wenn ein Betrunkener lallt, ist zwar die emotionale Botschaft meist noch zu hören, denn diese werden über die Vokale und Klinger transportiert, es fehlen jedoch die Konsonanten. Daher ist der Inhalt kaum zu verstehen.

Ähnlich verhält es sich bei Schnellsprecher. Hier werden viele Vokale und Klinger verschluckt wie eben Konsonanten. Es sprudeln zu viele Worte auf einmal aus uns heraus. Der Inhalt, die Botschaft geht verloren.

Hohen und piepsigen Tönen hören wir nicht gerne zu. Das tut unseren Ohren weh. Dies gilt bei Kundengesprächen ebenso wie am Telefon oder bei Meetings usw. Wir entscheiden meist unbewusst, ob jemand vertrauensvoll und kompetent ist, anhand einer guten Stimme.

Natürlich gehören noch andere Komponenten dazu. Einer guten Stimme jedoch schenken wir Vertrauen. Man kann sich regelrecht in eine Stimme verlieben. Denken Sie an Radiomoderatoren Innen. Haben Sie einen Lieblingsmoderator, dem Sie gerne zuhören? Oder stellen Sie sich einen Mitarbeiter oder Vorgesetzten vor, der schon wie das Sprichwort sagt, in seinen Bart murmelt. Ich sage dazu auch „Mundfaul“. Der Inhalt ist meist nur schwer zu verstehen. Wenn dann noch monoton gesprochen wird, na dann viel Spaß.

Oder eine Managerin die mit schriller Stimme ihre Abteilung antreibt. Hier gilt eher das Wort „vertreib“.

Der Beginn der Rede – wie die Angst vor Menschen zu sprechen vertreiben

Vielen Menschen ist leider die Wichtigkeit der Stimme nicht bewusst, bzw. wir denken nicht darüber nach. Dabei ist sie doch „Trägerin der Worte.“

Die Angst vor Menschen zu sprechen Podcasts und KommunikationDer nächste Punkt ist nach einer guten Stimme, wie beginne ich eine gute Rede. Egal in welchem Kontext oder vor welchem Publikum. Der Schlüssel zu einer guten Rede lautet ein Top Anfang und ein super Ende!

Denn vor allem den Schluss merkst sich Dein Gegenüber. Diesen Spruch sagte  Peter Ustinov, er war ein britischer Schauspieler, Schriftsteller und Regisseur. Er meinte sogar: Du brauchst einen genialen Anfang, einen genialen Schluss und so wenig wie möglich dazwischen.

Arthur Schopenhauer, deutscher Philosoph, 1788 – 1860 meinte: Man brauche gewöhnliche Worte und sage ungewöhnliche Dinge. Wie wahr. Gute Redner sind wahre Sprachkünstler.

Ergo: Planen Sie Ihren Einstieg sorgfältig, ebenso wie Ihren Schluss. Dazu gehört nun einmal gute Vorbereitung. Ich mache das immer, wenn ich mich im Büro oder zu Hause vorbereite, dass ich meinen Einstieg durchplane und durchspiele. Wenn es dann, wie man so schön sagt „ins Eingemachte“ geht, bin ich weniger nervös und nach einem sicheren Einstieg weiß ich, dass der Rest der Moderation oder Präsentation funktioniert.

Stimmt der Einstieg, dann haben Sie den ersten Schritt schon erreicht. Die Aufmerksamkeit Ihrer ZuhörerInnen.

Die häufigsten Fehler und damit keine Wirkung

Viele Vortragende beginnen meist mit langweiligen „schönen guten Abend, blablabla.“ „Als Erstes möchte ich, blablalba“, oder legen sofort mit dem Thema los. Es fehlt der Kontakt zum Publikum und auch der sachliche und persönliche Bezug zum Thema. Seien Sie sich bewusst. Auch bei einem Kundengespräch sollte der Einstieg passen.

Blaise Pascal, französischer Mathematiker und Philosoph hat gesagt: Beredsamkeit ist die Kunst, so von den Dingen zu sprechen, dass jedermann gern zuhört. Lassen Sie sich Zeit beim Sprechen. In unserer heutigen hektischen Zeit reden viele von uns oft zu schnell und zu viel auf einmal.

Was passiert bei Schnellsprechern. Zu schnell sprechen kommt meist auch davon, wenn weil wir nervös sind. Kenne ich aus eigener Erfahrung. Wenn ich beispielsweise kurz vor einer Moderation Backstage stehe, muss ich mich zurückhalten, nicht zu schnell zu sprechen, Wenn ich nervös bin, dann muss ich meinen Autopiloten ausschalten, d. h. bewusst von außen eingreifen, mir bewusstmachen, aufpassen, um nicht zu schnell sprechen. Am besten vorher einige Male tief durchatmen.

Übung um die Angst vor Menschen zu sprechen zu reduzieren

Eine gute Übung, um runterzukommen ist folgende, und die funktioniert auch im Sitzen:

Finden Sie eine entspannte und aufrechte Position. Stellen Sie sich vor, an Ihrem Körper ist ein Bindfaden befestigt. Dieser hält den Kopf im Gleichgewicht. Die Füße sind hüftbreit und gerade. Schwingen Sie nun Ihren Körper leicht hin und her, vor und zurück, bis Sie sich wohlfühlen und einen stabilen Stand haben.

Übung im Sitzen: Schultern hängen entspannt. Ruhig und entspannt in den Bauch hineinatmen. Achten Sie darauf, dass die Füße mit den Fußflächen auf dem Boden sind. Alles geschieht locker. Nicht anstrengen. Nehmen Sie den natürlichen Atemrhythmus wahr. Spüren Sie ihn.

Nach jedem 3. oder 4. Atemzug auf „ffff“, „sss“, oder „schschsch“ ohne Druck ausatmen. Das tut gut und ist gut. Und reduziert die Nervosität.

Falls Sie Fragen zu diesem Thema haben, einen persönlichen Coach, oder für Ihr Unternehmen ein Seminar zum Thema Stimme, Ausdruck, Wirkung benötigen, dann schreiben Sie mir unter info@gary-stuetz.com.

Ich freue mich auf Sie und bin gerne für Sie da.

Noch eine schöne Zeit, Ihr Gary Stütz

Written by garystuetz

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