Schluss mit Lampenfieber und Nervosität bei der Präsentation

Gerade Lampenfieber und Nervosität kann eine Präsentation ganz schnell zerstören und wir kennen das wohl alle! Aber was genau ist Lampenfieber? Darunter versteht man die Anspannung, die Nervosität und den Stress vor einem öffentlichen Auftritt oder einer gefährlichen Aufgabe. Aber auch Prüfungen erzeugen Lampenfieber.

Wer hat Lampenfieber und Nervosität und wann?

Personen im öffentlichen Leben wie etwa Schauspieler, Musiker, Politiker, Redner, Kandidaten vor seinem Vorstellungsgespräch, den Sportler vor einer gefahrenträchtigen Aufgabe leider oftmals unter Lampenfieber.

Ich denke da nur an die Skirennläufer, kurz vor dem Start auf der gefährlichsten Rennstrecke der Welt, der Streif in Kitzbühel. Selbst den routiniertesten und abgebrühtesten Skirennläufern zittern am Hahnenkamm die Knie. Nicht umsonst gilt das Starthäuschen als das Ruhigste im ganzen Weltcup.

Schon der erste Sprung in die „Mausefalle“ bringt die Teilnehmer in einen extremen Stresslevel. Die Mausefalle hat ein Gefälle von 85 %. Mit teils über 140 km/h geht’s die Piste runter.

Lampenfieber und Nervosität vor Publikum

Ebenso einem Stresslevel sind Menschen ausgesetzt, die vor Publikum sprechen müssen. Oder wie ich letztens bei meinem Seminar „wirken und begeistern‘“ für BMW-Austria gemerkt habe, auch gestandene Verkaufsprofis sind nervös und haben erhöhten Puls, wenn Sie vor Anderen sprechen. Wenn auch hier in niedrigerer Dosierung.

Was passiert bei Lampenfieber körperlich

Typische Symptome von Lampenfieber sind Herzklopfen, Erröten, Zittern, emotionale Beklemmungen, Unkonzentriertheit. Angst davor den Text zu vergessen, sich zu blamieren, ausgelacht zu werden.

Dabei ist Lampenfieber und Nervosität ein Überlebensprogramm unseres Körpers. Vermehrte Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin setzt den Körper in einen höheren Spannungszustand.

Auch ich kenne Situationen, wo mein Körper pures Adrenalin ausschüttet. Beispielweise, wenn ich mit meinem Gleitschirm in eine heikle Situation komme. Oder etwas weniger Ausschüttung, wenn ich kurz davorstehe, vor Menschen zu sprechen. Sie es bei einem Vortrag, Moderation oder Seminar.

Das Positive an Lampenfieber

Wir brauchen dieses Lampenfieber. Es ist gut für uns. Es funktioniert perfekt. Hat schon bei unseren Vorfahren den Neandertalern geklappt. Dabei ging es ums nackte Überleben.

Lampenfieber ist ein körperlicher Kampf-Flucht-Reflex. In Bruchteilen von Sekunden werden Signale vom limbischen System an unseren Hirnstamm/Stammhirn gesendet, der den Körper in Alarmbereitschaft versetzt und unser autonomes Nervensystem aktiviert. Zuständig ist das Reptiliengehirn das primitivste Gehirn.

Aber warum fühlt sich Lampenfieber so unangenehm an?

Weil vor allem Profis oftmals mit sehr hohen Erwartungen an sich selbst in eine Präsentation, Meeting, Vortrag oder je nachdem mit welcher Einsatz Sie zu tun haben, gehen.

Der Körper fährt auf Alarmsystem, alles ist angespannt, die Hände sind feucht, die Stimme zittert. Sie reden zu schnell, zu viel, der Mundraum wird trocken – Sie verlieren den roten Faden, sind teils auch im wahrsten Sinne des Wortes „sprachlos.“

Keine Angst, auch ich kenne solche Situationen. Wenn ich kurz vor einem Auftritt stehe und weiß, dass es gleich losgeht, muss ich mich selbst beruhigen. Und das mache ich, indem ich immer wieder in einem ruhigen Bereich meinen Einstiegssatz, meine Begrüßung durchspiele. Mir selbst sage ich: „Ruhig atmen, langsam sprechen.“ Ich mache Atemübungen, lockere mein Sprechwerkzeug. Mund, Zunge, Gesichtsmuskulatur und summe ganz leise und leicht vor mich hin, um auch meine Stimmbänder aufzuwärmen.

Übungen um Lampenfieber und Nervosität zu reduzieren

Durch verschiedene Übungen sinkt der Adrenalinspiegel. Damit wirken Sie bei Ihrem Vortrag oder auch in schwierigen Gesprächen aufkommenden Symptomen entgegen.

Konzentrieren Sie sich auf Ihre Atmung. Machen Sie vor Präsentation oder Lampenfieber und NervositätAuftritt ein paar tiefe, bewusste Atemzüge. Stellen Sie sich ganz entspannt hin. Atmen Sie durch die Nase ruhig ein und legen Sie Ihre Handfläche auf Bauchnabelhöhe, die Hände sollten sich beim Atmen mit der Bauchdecke bewegen. Diese sogenannte „Ruheatmung“ wenden Sie auch bei Ihren Sprechpausen während des Vortrages an.

Warum ist das so wichtig? Weil es Sie entspannt und beruhigt. Pausen haben große Wirkung und Kraft. Sie haben in so einer kleinen Pause, die nur ein paar Sekunden dauert Zeit, sich wieder etwas „runter zu bringen“, zu beruhigen, durchzuatmen.

Sprechen Sie sich selbst Mut zuzusprechen: „Ich freue mich auf diese Herausforderung!“ Sagen Sie das immer wieder auch laut zu sich und Sie spüren, wie sich die Anspannung löst.

Ein weiterer Tipp, um die Nervosität in den Griff zu bekommen ist, die Schultern zu heben und mit einem herzhaften Seufzer fallen zu lassen. Machen Sie dies einginge Male hintereinander. Sie werden merken. Es tut gut und ist gut.

Drehen Sie Lampenfieber und Nervosität in positive Energie

Gary Stütz - Warum Kommunikation so wichtig ist für ein eRedeGlauben Sie mir. Es hilft. Es hilft dieses Fieber in positive Energie umzuwandeln. Dazu gehört jedoch auch gute Vorbereitung. Wie ich immer sage. „Vorbereitung ist die halbe Miete!“ Es macht Sie sicher in Ihrem Tun.

Leichtes Lampenfieber kann zu Ihrem Erfolg beitragen: Adrenalin in der richtigen Dosis schärft Ihre Sinne, lässt Sie hellwach sein. Sie sind konzentriert aufmerksam und bereit für neue Herausforderungen!

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Written by garystuetz

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