Wenn der Vortrag nicht wirkt – was ist passiert?

Vielen ist es nicht bewusst. Wenn wir kommunizieren, wenn wir sprechen, dann machen wir dies mit unserem ganzen Körper. Kommunikation findet nicht nur durch unsere Stimme statt. Denken Sie einfach einmal an Ihren letzten öffentlichen Vortrag oder Präsentation, die Sie besucht haben. Wie ist das, wenn der Vortrag nicht wirkt?

Wie war der Vortragende wenn der Vortrag nicht wirkt?

Vortrag nicht wirktHatte der Redner die Hände in der Hosentasche oder hat er seine Hände hinter dem Rücken versteckt? War er präsent oder eher schlaff in seiner Körperhaltung?

Vielleicht denken Sie jetzt, „das macht doch der Stimme nichts aus“. Falsch gedacht. Versuchen Sie es bitte einmal mit folgender Übung:

Stehen Sie gerade und aufrecht, der Kopf sieht nach vorne. Sie sind präsent. Jetzt sprechen Sie einen Satz. Dann stehen Sie schlaff, der Kopf hängt nach unten. Sprechen Sie denselben Satz. Haben Sie einen Unterschied bemerkt?

Oder: Verschränken Sie die Arme und sprechen Sie einen Satz. Stecken Sie Ihre Hände in die Hosentaschen und wiederholen Sie diese Übung.

Im Gegensatz dazu: Lassen Sie Ihre Hände „frei und locker“ und unterstreichen Sie mit den Händen das gesprochene Wort, indem sie gestikulieren. Erkennen Sie den Unterschied? Wie klingt Ihre Stimme jetzt? Was für ein Sprechgefühl stellt sich bei Ihnen ein? Was fühlt sich besser an? Und stellen Sie sich vor, wie so ein Vortrag dann nicht wirkt!

Wirken und begeisternVermutlich nehmen Sie Ihre schöne Stimme anders wahr, wenn Sie präsenter sind, als wenn Sie ein „Schlaffi“ sind. Ihre Stimme klingt entspannter und resonanzreicher. Üben Sie präsent zu sein, gerade wenn Ihr Vortrag nicht wirkt. Das kann man gut vor dem Spiegel durchführen, oder Sie nehmen sich mit der Handykamera auf. Tun ist das Zauberwort.

Wirkung erzeugen, wenn der Vortrag nicht wirkt

Mit der Zeit entwickeln Sie ein völlig neues Sprechgefühl. Man hört Ihnen aufmerksam zu, wenn Sie etwas sagen kommt Ihre Information auch beim Gegenüber an. Sie werden durch eine stimmige Körpersprache authentischer.

Viele holen, bevor sie zu sprechen beginnen einmal tief Luft. Das mögen unsere beiden Stimmlippen überhaupt nicht. Denn durch dieses zu viel Luft holen, kommt auch zu viel Luft aus unserem Zwerchfell, ergo unsere Stimmlippen funktionieren nicht mehr richtig, weil eben zu viel Luft aus dem Zwerchfell strömt.

Daher ist es wichtig bevor Sie mit dem Sprechen beginnen, einmal auszuatmen. Raus mit der Luft und durch diesen nach dem Ausatmen automatischen „Luftschnapper“, haben Sie genügend Luft, um etwas zu sagen. Das Zwerchfell holt sich genügend Luft, um sprechen zu können. Versuchen Sie es.

Feste Kiefer – erzeugen…

Übung StimmeEin weiterer Aspekt in der Kommunikation sind feste Kiefer. So nach dem Motto. „Da muss ich jetzt durch, da muss ich die Zähne zusammenbeißen.“ Wie ist hier die Wirkung? Leider spannen viele Menschen in Stresssituationen unbewusst ihren Kiefer an und das passiert unbewusst und nicht nur Ihre Zähne, sondern auch Ihre Stimme leidet darunter.

Warum ist das so, dass dadurch der Vortrag nicht wirkt?

Ein „fester Kiefer“ nimmt sehr viel Stimmresonanz. Wir brauchen diese Resonanz, um gut zu klingen. Stellen Sie sich vor, sie stopfen in den Hohlraum einer Gitarre ein Kissen hinein. Versuchen Sie jetzt einmal einen schönen Ton zu spielen und hören Sie wie klanglos das klingt, da der Resonator fehlt.

Unser Mund, also die Mundhöhle ist unser Hohlkörper. Sonst klingt auch unsere Stimme nicht. Legen Sie den Zeigefinger auf das Kiefergelenk. Es ist wahrscheinlich zu. Nehmen Sie mit der anderen Hand den Daumen und stecken diesen vorsichtig zwischen die Zähne. Jetzt sollte das Kiefergelenk geöffnet sein.

Machen Sie einen Selbstversuch und sprechen mit geschlossenen Zähnen einen Satz.

Im zweiten Durchgang lassen Sie den Kiefer locker und entspannt. Jetzt sprechen Sie den Satz noch einmal. Merken Sie den Unterschied? Sie haben plötzlich mehr Stimmvolumen, indem Sie nur lockerlassen.

Meinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern rate ich immer:  machen Sie vorne zu, also die Zähne geschlossen und hinten, das Kiefergelenk offen. Sprechen Sie so, als ob Sie eine Nuss zwischen den Zähnen haben. Der lockere Kiefer ist sehr wichtig, um sich seinen eigenen Resonanzraum bewusst zu werden und zu machen.

Übung: Lippen flattern, wenn der Vortrag nicht wirkt

Vortrag nicht wirkt ÜbungFalls Sie zu den Zähne aufeinanderbeißern gehören, dann versuchen Sie es einmal mit Lippen flattern. So wie ein Pferd. Das lockert Ihre Lippen, die ja auch beim Sprechen locker sein sollten. Sie werden auch merken, dass sich mit der Zeit die Verspannung löst und Ihre Stimme voller Klingen wird. Ein gutes Rezept wenn der Vortrag nicht wirkt.

Ich helfe Ihnen gerne bei Ihrer Performance. Besuchen Sie mich doch auf meiner Website. www.gary-stuetz.com oder schreiben Sie mir eine Mail unter: info@gary-stuetz.com.

Ich freue mich auf Sie und wenn Sie mehr hören wollen dann besuchen Sie meinen Podcast!

Written by garystuetz

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