Kommunikation ohne Füllwörter

Es ist für ZuhörerInnen oftmals sehr anstrengend, wenn der Vortragende oder auch Lehrer, Politiker usw. nach jedem 3. Wort das berühmte „ah oder ähm“, also Füllwörter verwenden. Vor allem am Beginn einer Rede oder Begrüßung ist es wichtig abzuliefern. Ergo, das Publikum, die MitarbeiterInnen mit einem guten Einstieg zu überraschen. Das schafft Aufmerksamkeit.

Bei sehr vielen beginnt dieser, ich nenne ihn Einstiegssatz, mit einem „Äh“. Weiter geht’s dann mit „so“, „ja“, „doch“ „eigentlich“, usw. Füllwörter verwenden wir zu viel und sie bestimmen das Gesagte, die Rede. Schluss damit. Warum ist das so?

Füllwörter verwenden in der Rede und Kommunikation Die Angst vor Menschen zu sprechen - was ich mit der Stimme tun kannWir denken nicht mehr über unsere Kommunikation nach. Wir haben als kleine Kinder sprechen gelernt. Dazu orientierten wir uns an unseren Eltern, Großeltern, Brüdern und Schwestern. Wenn diese schlampig gesprochen haben, übernehmen wir das. Im Berufsleben jedoch ist es eine gepflegte Aussprache und Kommunikation Gold wert.

Wann hört man zu

Durch gute Kommunikation hört man uns aufmerksam zu. Wir werden gehört bei dem, was wir sagen. Die Botschaft kommt an. Wer Smalltalk betreibt, braucht sie ständig. Phrasen und Füllwörter. In Reden, Meetings oder bei Präsentationen, sollte man sie jedoch vermeiden, da haben sie nichts verloren.

Füllwörter sind sprachliche Weichmacher und zeigen oftmals auch von Verunsicherung und Nervosität. Das verrät auch, dass der oder die Sprechende sich offenbar seiner/ihrer Worte nicht ganz sicher ist. Wer gut vorbereitet ist und weiß, was er sagen möchte, kann sich die „Ähs“ „öhs“ schenken. Brauchen wir nicht.

Durch viele Füllwörter wirken wir nicht so kompetent. Ich mache mir immer ein Spiel daraus, wenn ich einem Vortragenden zum 10. Male ein und dasselbe Wort sagen höre. „Also, irgendwie, oder, tja“, das kann man endlos fortsetzen.

Kennen Sie solche Vortragende? Kennen Sie solche Situationen?

Was sind Füllwörter in der Kommunikation

Füllwörter sind Wörter in der Kommunikation, die wir in unserem Wortschatz nicht brauchen, dennoch verwenden wir sie oft auch in einer Rede, weil wir, wie schon erwähnt, nicht mehr darüber nachdenken. Ziel sollte sein, diese Füllwörter zu vermeiden. Dadurch wird das Gesagt interessanter.

auf den Punkt kommenNatürlich kommt es auch auf die Situation an. Beispielsweise in einer Verhandlung, wenn um Gehaltsverhandlungen, mit dem Chef sprechen geht, oder wenn wir vor vielen Menschen stehen und moderieren oder präsentieren.

Als Profi rate ich Ihnen, hier einen Weg zu finden, um diese Müllwörter zu vermeiden, denn je weniger Füllwörter wir nutzen, desto professioneller wirken wir. Warum sind Füllwörter so lästig?

Füllwörter zeigen Ohnmacht in der Kommunikation

Füllwörter verwenden, bedeutet eine gewisse Ohnmacht im Sinne fehlender Kompetenz. Beispielsweise bei Wörter wie „eigentlich, vielleicht, irgendwie.“ „Eigentlich bin ich überzeugt von diesem Produkt.“

Was jetzt. Sind Sie überzeugt oder nicht? Das Wort „eigentlich“ bringt es nicht auf den Punkt. Da folgt das „aber“. Durch solche Füllwörter wissen wir nicht genau, ob etwas stimmt, oder nicht.

Wir sind unsicher, obwohl wir darüber sprechen. Das wirkt auf unseren GesprächspartnerIn nicht kompetent. Füllwörter finden wir auch in Texten sehr oft. „Und, aber, etwa, usw.“

Hier sind ein paar der gängigsten Füllwörter in einer Rede

„anscheinend, ausnahmslos, augenscheinlich, ausdrücklich, bei weitem, besonders, bestenfalls, echt, dann, eigentlich, einfach, einigermaßen, einmal, endlich, erheblich, etwa, etwas, fast, folgendermaßen, fortwährend, fraglos, freilich.“

Hier komme ich zum Thema „Kraft und Wirkung der Worte“ in einer Rede. Durch positives Denken zu besserer Energie und Ausdrucksweise. Auch das gehört dazu. Füllwörter zu verwenden eben nicht!

Durch viele solcher Füllwörter werten wir unsere eigene Kompetenz ab. Wollen Sie das ändern, müssen wir auf sie verzichten!

In meiner Zeit als Sprecher bei Servus TV Salzburg hatte ich einen Kollegen, der mir oftmals den letzten Nerv gekostet hat. Folgendes Beispiel. Ich musste für einen Beitrag den Text einsprechen und auf den Text des Redakteurs warten. Dieser war jedoch so genau mit der Formulierung des Textes, dass ich mich echt zur Ruhe zwingen musste, denn es kostet auch Zeit.

Im Nachhinein muss ich jedoch zugeben, hat er unglaublich großartige Texte geschrieben. Wenn auch Sie unter diesen Füllwörtern leiden, dann gibt es einige Möglichkeiten, um aus Müllwörter kraftvolle Wörter zu machen.

Verwenden Sie Satzzeichen richtig!

Bei einem Fragezeichen bleibt die Stimme oben, bei einem Punkt wird sie gesenkt. Und – verwenden Sie Pausen. Sie entschleunigen und geben Ihnen die Möglichkeit durchzuatmen und Ihre Gedanken zu sammeln.

Wenn Sie freisprechen, dann machen Sie es wie die Profis. Beobachten Sie TV-Moderatoren und verwenden Sie Moderationskarten. Auf diese schreiben Sie Stichwörter auf. Ausformulierte Texte sind unübersichtlich und verführen zu monotonem Ablesen.

Ganz wichtig ist fokussieren, und zwar auf das Wesentlichste. Denn wenn Sie sich vollkommen auf die Situation und den Inhalt Ihrer Rede konzentrieren, wie wollen Sie Ihre Zuhörer begeistern? Sind Sie nicht bei der Sache, dann bemerkt das Ihr Publikum. Wenn nicht bewusst, dann zumindest unbewusst.

Was passiert dann? Langeweile breitet sich aus, keiner hört Ihnen mehr zu geschweige den hin bei dem, was sie sagen.

Noch ein wichtiger Punkt ist unsere Sprechgeschwindigkeit. Durch zu schnelles sprechen, verlieren wir ebenso unsere Zuhörer. Setzen Sie sinnvolle Pausen, betonen Sie deutlich und haben Sie Freude dabei.

Die eigene Weiterentwicklung

Eine sehr gute Übung, die ich auch immer empfehle. Nehmen Sie sich selbst mit dem Smartphone auf, danach analysieren Sie die Aufnahme. Mit Stift und Papier bewaffnet, die Füllwörter herausfiltern und notieren. Gut zur Vorbereitung der eigenen Rede. Sie es privat oder beruflich, bei einem Meeting, Weihnachts – oder Geburtstagsrede, Ihrer Präsentation oder Vortrag.

Es kann sein, dass Sie sich überhaupt nicht bewusst sind, welche oder wie viele Füllwörter Sie benutzen und wie oft.

Achten Sie jedoch darauf, dass der Kontext nicht aus dem Zusammenhang gerissen wird, wenn Sie gewisse Füllwörter vermeiden. Wörter haben je nach Umstand verschiedene Bedeutungen.

Wer natürlich „mal auf die Schnelle“ etwas vortragen soll, hat keine Vorbereitungszeit. Da hilft nur: have time, atmen Sie tief durch und erzählen nur das, was Sie sicher wissen. Noch eines. Weniger ist oft mehr.

Und wenn Sie sich einmal vergaloppiert haben, davon geht die Welt nicht unter. Es ist besser, dass Sie sich eingestehen, dass Sie den Faden verloren haben, als sinnloses Herum gestotterte mit vielen „ähms, ahs, und Co.“

In diesem Sinne, äh, na ja eigentlich wollte ich noch sagen, ähm, na ja sie wissen schon ?

Coaching für Führungskräfte, Redner, Trainer, Sportler, AssistentInnen, Verkäufer und Privatpersonen.

Bei Bedarf stehe ich Ihnen gerne als Personalcoach zur Verfügung. Fragen Sie mich nach dem Preis, ich bin leistbar. Termin vereinbaren unter: info@gary-stuetz.com

Ihr Gary Stütz

Written by garystuetz

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