Gekommen, um zu bleiben – und welche Auswirkungen die Kommunikation mit Maske hat

Früher waren es die Touristen aus Asien, die teils mit Masken unser schönes Land Österreich bereist haben.  Oftmals belächelt, jetzt nachgemacht, so könnte man sagen. Und, die Maske ist gekommen, um zu bleiben, so wie es scheint. Und welche Auswirkungen unsere Kommunikation mit Maske hat – darum geht es in diesem Beitrag.

Letztens war ich in einem Elektrofachgeschäft. Der Verkäufer war mit einer Plexiglasscheibe von mir getrennt, beide hatten wir eine Maske auf. Er wollte mir erklären, wie das neue Elektrogerät funktioniert. Sie haben richtig gelesen. Wollte. Denn ich habe nichts verstanden.

Was hat dies für Auswirkungen bei unserer Kommunikation?

Zum einen getrennt durch diese unsichtbare Wand, zum anderen schlecht verstanden durch die Maske. Da hatten wir das Problem bei unserer Kommunikation. Wir konnten uns sehen, aber nicht verstehen. Ich denke, es geht derzeit vielen Menschen so. Es gibt jedoch einige Tipps und auch Tricks wie Sie mit der Maske besser verstanden werden.

Unsere Stimme  ist Trägerin der Worte und Informationen und gleichzeitig ein Beziehungsorgan. Wir hören, wie es mein Gegenüber meint, wie es ihm geht usw. Vor allem in dieser Zeit wird uns immer mehr bewusst, wie wichtig unsere Stimme ist. Wir telefonieren, zoomen oder „webinaren“ mehr. Pardon, ein von mir kreiertes Wort. Der Vorteil hier liegt klar auf der Hand. Wir werden beim Kommunizieren gesehen. Wir setzen auch die Mimik ein. Dies hat Wirkung, auch wenn wir einander nicht gegenüberstehen bei unserer Kommunikation.

Bei unserer Kommunikation „Face to Face“ also persönlich, wird unsere Sprache und Information durch die Maske beeinträchtigt. Wir sprechen in vielen Fällen nur noch durch Maskenstoff hindurch. Abgesehen vom Virus, behindert die Maske auch unsere Botschaft. Also das, was wir sagen, das Verstanden werden. Und wie schon erwähnt, kommt dann das große Fragezeichen. „Was“? „Wie, ich habe Sie nicht verstanden.“ „Hä?“

Die Veränderung unserer Kommunikation mit Maske

Wir sprechen quasi durch einen Schalldämpfer. Dazu kommt, die Veränderungen in Lautstärke und Stimmlage. Wir sprechen lauter als normal, dazu gesellen sich dann oftmals Stimmprobleme, durch häufig gepresstes Sprechen.  Unsere Atmung ändert sich. Diese Atmungsveränderung kann ebenfalls bei dem einen oder anderen zu Stress führen. Denn diese Mund- statt Nasenatmung, forciert wiederum Hochatmung. Oder anders gesehen. Luft schnappen wie ein Fisch ohne Wasser. Was das in unserer Kommunikation mit unserer Stimmlage macht ist nachvollziehbar.

Auch unsere Artikulation wird eingeschränkt. Dies wiederum führt zu erhöhtem Sprechtempo, forciert Nuscheln, Unverständnis beim Gegenüber. Irgendwie kommt mir unsere derzeitige Kommunikation so vor, wie in meiner Radiozeit. Wir konzentrieren uns mehr auf die Stimme und Sprache.

Geht es Ihnen auch so? Wir konzentrieren uns vermehrt auf die Augen des Gegenübers. Es ist fast so wie beim Profilen. Der Blick in die Augen verrät uns, ob jemand lächelt, sich freut oder traurig ist.

Was kann ich tun, um besser verstanden zu werden und damit in der Kommunikation mit Maske effektiv zu sein?

Auch, wenn ich mich oft wiederhole. „Have time.“ Reduzieren Sie Ihr Sprechtempo. Lassen Sie sich Zeit bei dem „was“ Sie sagen. Damit geben Sie Ihrem Kommunikationspartner die Zeit, Ihre Botschaft zu verstehen. Und wie bei einem Radiomoderator, lächeln Sie.

Machen Sie den Selbstversuch. Nehmen Sie sich selbst auf, sprechen Sie eine Textzeile, Zeitungsartikel oder ähnliches. Einmal lächeln, einmal ernst gesprochen. Hören Sie den Unterschied? Ich sage klar. Ja, sie hören es.

Die Wirkung unserer Kommunikation ist das, was beim Gegenüber ankommt. Das wusste schon Herr Schulz von Thun, (Friedemann Schulz von Thun ist ein deutscher Psychologe und Kommunikationswissenschaftler). Vielleicht ist Ihnen das Vier-Ohren-Modell, oder auch Vier-Seiten-Modell, von Herrn Thun bekannt. Es ist ein Kommunikationsmodell. Der Wissenschaftler geht davon aus, dass das Senden und Empfangen einer Nachricht immer auf vier Wegen geschieht.

Wir kommunizieren auf folgenden Ebenen. Sachinhalt, Beziehung, Selbstoffenbarung und Appell. Der Empfänger kann den Inhalt auf diesen vier Ebenen hören. Somit hört dieser mit vier Ohren. Spannend dabei ist immer, wie kommt das Gesagte beim anderen an.

Daher: reduzieren Sie Ihr Sprechtempos, Artikulieren Sie deutlich und Lachen Sie, mit Ihren Augen.

Was noch dazu kommt ist. Wir achten auch mehr auf den Inhalt, d. h. volle Konzentration auf unsere Ohren. Falls Sie einmal überhaupt nichts mehr verstehen, gibt es einen einfachen Trick. Sieht zwar etwas komisch aus, hilft jedoch. Haben Sie sicherlich schon öfter bei älteren Menschen gesehen. Beide Handflächen hinter die Ohren, die Handinnenflächen sind nach vorne gerichtet.

Die Ohrmuschel wird nach vorne gerichtet. Also die Ohren stehen ab. Durch diese Position mit den Händen vergrößern Sie Ihre Ohrmuscheln und Sie merken, Sie hören besser. Übrigens: Die Schultern bleiben tief. Einfach die beiden großen Rückenmuskeln zur Wirbelsäule drücken. Ich nenne es, die Flügel zur Wirbelsäule.

Vorteil: Schultern bleiben tief und sie stehen gerade. Die Wirkung ist präsenter.

Viel Spaß beim kommunizieren.

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Herzlichst Ihr Gary Stütz

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Written by garystuetz

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